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Daihatsu Terios 1.5 Top: Auf den Spuren des RAV

Als Toyota den neuen RAV4 präsentierte, stiegen viele Interessenten gedanklich aus. Der einstige Einsteiger-SUV fährt mittlerweile zwei Klassen höher. Nicht traurig sein: Daihatsu hat eine interessante Alternative.

Das Design des neuen Daihatsu-SUV ist gefällig. Richtig gefällig. Optisch lassen sich Erinnerungen an den alten RAV4 kaum unterdrücken. Wer da an Zufall glauben mag ... Der Terios mit seinen betont rundlichen Formen ist gerade mal 4,05 Meter lang und bringt es somit auf 21 Zentimeter mehr als sein Vorgänger. Charakteristisch bleiben die extrem kurzem Überhänge, der lange Radstand (2,58 Meter) und das hochbeinige Auftreten.

Gute Platzverhältnisse

Das Platzangebot im Innenraum ist für ein Fahrzeug dieser Größe durchaus eindrucksvoll. Vorne und hinten können Erwachsene bequem sitzen. Besonders die Beinfreiheit garantiert Blessuren freies fahren. Für die meisten Touren sollte der 380 Liter große Kofferraum ausreichen. Wenn nicht: Die Rückbank lässt sich im Verhältnis 40:60 umklappen - dann stehen rund 1.400 Liter zur Verfügung.

Hecktür für den Linksverkehr

Typisch für einen Asienimport: Die große Hecktür ist an der rechten Seite angeschlagen und öffnet sich unpraktisch zur linken Straßenseite hin. Sollte sich der Terios in Europa einer genügend großen Nachfrage erfreuen, kann man sich bei Daihatsu allerdings durchaus eine Version mit Hecktür für Rechtsverkehr vorstellen. Wir sind ja mal gespannt.

Wendig und übersichtlich

Die kurzen Überhänge und die direkte Lenkung machen sich sowohl in der engen City als auch im unwegsamen Terrain angenehm bemerkbar. Der Wendekreis beträgt gerade mal 9,8 Meter. Obwohl der Terios durch den zuschaltbaren Allradantrieb und 20 Zentimeter Bodenfreiheit auch im leichten Gelände seine Qualitäten hat, dürfte man ihn doch zumeist in belebten Innenstädten antreffen. Hier helfen unter anderem die hohe Sitzposition, die übersichtliche Karosserie und die weit öffnenden Türen weiter. Mütter und Väter werden die hinteren Türen, die 77 Grad Öffnungswinkel haben, ebenso schnell schätzen lernen, wie die zahlreichen Ablagen im Innenraum.

Korrekter Innenraum

Der Innenraum zeigt sich betont aufgeräumt. Gut, einige Oberflächen könnten sich etwas wertiger präsentieren - aber in der 18.000-Euro-Liga muss man da nun mal einige Abstriche machen. Dafür überzeugen die Sitze, auf denen auch groß gewachsene Fahrer vernünftig sitzen können. Nicht ideal ist jedoch die Position des Lenkrades. Das lässt sich nur unzureichend in der Höhe einstellen und ist viel zu nah am Armaturenbrett platziert. Praktisch: Der Bordcomputer bietet auf Knopfdruck alle wichtigen Informationen.

Bis auf weiteres ist der neue Daihatsu Terios nur als Allradversion und nur mit einem 1,5 Liter großen Benzintriebwerk zu bekommen. 77 kW/105 PS reichen allemal aus, um auch auf Landstraßen flott bei der Musik zu sein. Die Gänge lassen sich willig ausdrehen. Bei 4.400 Umdrehungen steht das maximale Drehmoment von 140 Nm zur Verfügung.

Weder Renner, noch Kurvenkünstler

Der agile Motor hängt sauber am Gas, könnte jedoch leiser sein. Bei hohen Drehzahlen - etwa auf der Autobahn - wird es im Innenraum nicht nur wegen der präsenten Windgeräusche unangenehm laut. Ab Tempo 130 wird der 1,2 Tonnen schwere Terios dann müde und hat redlich Mühe seine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h zu erreichen. Dafür hält er sich dann an der Zapfsäule zurück. Daihatsu verspricht einen Durchschnittsdurst von knapp acht Litern Normalbenzin auf 100 Kilometern. Das schont gerade in Zeiten neuer Rekordpreise das Konto.

Beim Fahrverhalten kann der Terios seinen hohen Schwerpunkt nicht verhehlen. In schnellen Kurven wankt er spürbar - auch Dank der Starrachse im Heck. Probleme gibt es daraus jedoch nicht.

Reservat der Trommelbremse

In Sachen Sicherheit hat Daihatsu mächtig nachgelegt. Serienmäßig gibt es nicht nur Allradantrieb, ABS, ESP und Traktionskontrolle, sondern auch Front-, Kopf- und Seitenairbags. Und das zu einem Einstiegspreis von 17.990 Euro. Bei der Bremsanlage wurde allerdings überflüssigerweise der Rotstift angesetzt. Eine Bergabfahrhilfe bietet bis auf weiteres nur die Automatikversion. Und nur vorne hat der Daihatsu Terios kraftvolle Scheibenbremsen. Hinten arbeitet betagte Trommeltechnik. Trotzdem stehen die Chancen nicht schlecht, dass man bereits in diesem Jahr 2.100 Autos an Frau und Mann bringen kann.

Im nächsten Jahr will Daihatsu Deutschland dann 3.000 Modelle verkaufen. Der Vorgänger lag pro Jahr gerade mal bei 800 Fahrzeugen.

Kauftipp ist der Daihatsu Terios Top, der für 20.790 Euro unter anderem Klimaanlage, elektrische Fensterheber und Spiegel, Bordcomputer sowie Alufelgen und CD-Radio bietet. Nicht für Geld und gute Worte zu bekommen sind sinnvolle Details wie ein Schiebedach, Sitzheizung oder ein Navigationssystem. Dafür muss man ab zu Zubehörhandel.

Pressinform / PRESSINFORM
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.