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Elektrische Flugtaxis: Reisen 8.0

Ruckzuck mit kleinen elektrischen Flugtaxis quer über die Stadt zum nächsten Termin fliegen Ort fliegen. Klingt nach einem Science Fiction-Roman, soll aber im nächsten Jahrzehnt Realität sein. Die Projekte laufen bereits an und Testflüge sind bereits absolviert.

Bei Pop.Up Next wird die Fahrgastzelle entweder mit der Drohne oder einem Elektroauto transportiert

Bei Pop.Up Next wird die Fahrgastzelle entweder mit der Drohne oder einem Elektroauto transportiert

In Luc Bessons futuristischem Meisterwerk "Das fünfte Element" spielt Hollywoodstar Bruce Willis einen knallharten Taxifahrer, der mit seinem fliegenden Gefährt die Welt rettet. Ziemlich abgefahren, oder? Zugegeben, ganz soweit ist es noch nicht, aber es wird nicht mehr allzu lange dauern, ehe kleine, fliegende Autos beziehungsweise (Personen)Transporter den Verkehr bereichern und dann wird irgendwann die Vision des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber Realität, dass man in zehn Minuten vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen kommt.

Reisen 8.0
Bei Pop.Up Next wird die Fahrgastzelle entweder mit der Drohne oder einem Elektroauto transportiert

Bei Pop.Up Next wird die Fahrgastzelle entweder mit der Drohne oder einem Elektroauto transportiert

Jedem, der sich jetzt den Bauch hält vor Lachen, sei gesagt, dass die Münchner CSU von der Bahn forderte, dass sie beim anstehenden Neubau des hiesigen Hauptbahnhofes einen Landeplatz für die Lufttaxis einplant. Nein, die bayerischen Politiker sind nicht zu lange im Biergarten gesessen, der Antrag hat einen ganz handfesten Hintergrund. Es laufen bereits Erprobungen mit den kleinen elektrischen Fluggeräten, erst im letzten Jahr hat ein Volocopter einen unbemannten Testflug über Dubai erfolgreich absolviert. Für italienisch sprechende Zeitgenossen, ist der Name Programm "Volo" bedeutet auf deutsch schlicht "Flug".

Die Köpfe hinter diesem ehrgeizigen Projekt stammen nicht aus dem Silicon Valley, sondern aus dem badischen Bruchsal. Schon vor mehr als sieben Jahren machte sich eine verschworene Gemeinschaft bestehend aus drei Männern ans Werk, um sich den Traum vom kleinen fliegenden Taxi zu erfüllen. Der erste Testflug fand 2011 statt und erinnerte mehr an die Versuche der Gebrüder Wright, als an den Aufbruch in ein neues Hightech-Zeitalter. Genau 90 Sekunden dauerte der Flug von Thomas Senkel, ehe das mühsam zusammengebaute Vehikel wieder sicher am Boden landete. Der Anfang war gemacht. Bereits fünf Jahre später erhielt Volocopter die vorläufige Verkehrszulassung durch die deutsche Luftfahrtbehörde für einen Zweisitzer. Im vergangenen Jahr folgte der nächste Meilenstein für das Luftfahrt-Startup: Acht Minuten schwebte der Volocopter mit einer Höhe von 60 Metern über der arabischen Metropole Dubai und landete unter den Augen des Kronprinzen sicher am Ziel. "Eine neue Ära des öffentlichen Nahverkehrs hat heute begonnen"; strahlte Volocopter- Mitgründer Alexander Zosel, Auf der CES 2018 in Las Vegas stieg Intel CEO Brian Krzanich in die das Vehikel und war hinterher begeistert: "Das war fantastisch. Das war der beste Flug, den ich je hatte. Eines Tages wird jeder mit so einem fliegen."

Die Technik ähnelt der, der immer beliebter werdenden Drohnen. Die elektrisch angetriebenen Rotoren des Volocopters sind so leise, dass der Mensch sie nicht hört. Gelenkt wird das Flugtaxi per Joystick und bei Bedarf fliegt es auch autonom per Autopilot. Unterbrechen die Passagiere die Steuerung bleibt das Taxi einfach schwebend stehen. Für die nötige Energie sorgen derzeit noch neun Batterien, die von den Robotern direkt nach der Landung auf den sogenannten Volo-Ports gewechselt werden. Aktuell beträgt die Reichweite noch weniger als 50 Kilometer, aber das wird sich mit Weiterentwicklung der Akkus verbessern. Läuft alles optimal sollen irgendwann 100.000 Passagiere pro Stunde einen Volocopter nutzen. Der Plan überzeugte Daimler dermaßen, dass die Schwaben 25 Millionen Euro locker machten.

Doch die Badener sind nicht die einzigen, die auf die Idee der Elektro-Fliegerei aufgesprungen sind. Die in Gilching bei München beheimatete Firma Lilium will einen senkrecht startenden und landenden Elektro-Jet bauen, der fünf Passagiere mit einer Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h bis zu 300 Kilometer weit transportieren soll. Der Jungfernflug hat schon letztes Jahr stattgefunden und im Reich der Mitte sind sie schnell hellhörig geworden: Der chinesische Internetriese Tencent ist mit 90 Millionen US-Dollar eingestiegen. Audi treibt die Idee der individuell nutzbaren Flugtaxis zusammen mit der Tochter Italdesign und Airbus noch weiter. Die Ingolstädter setzen beim Pop.Up Next gemeinsam mit ihren Partnern auf ein modulares Konzept: Die Passagierkabine wird entweder von einer Drohne oder einem Elektroauto transportiert. Bei der Verkündung ließen sich auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und die Ministerin für Digitalisierung, Dorothee Bär, blicken.

Aus gutem Grund: Läuft alles, wie geplant, sind die Aussichten rosig und das Geschäft mit den eVTOL Minifliegern (electric vertical take-off and landing) wird blühen. Nach Ansicht der Experten von Porsche Consulting werden die ersten Air Taxis 2025 kommerziell unterwegs sein, die Nachfrage nimmt schnell Fahrt auf und wird zehn Jahre später schon ein Volumen von 32 Milliarden Dollar haben.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.