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Future Mobility Corporation startet Elektromarke Byton: Bytes on Wheels

Ab 2019 will Byton, die neue Elektromarke der Future Mobility Corporation, zum chinesischen Tesla-Gegner werden. Die Verantwortlichen wissen, wovon sie reden. Sie haben einst die i-Familie von BMW auf Spur gebracht.

Byton - Bytes on Wheels - die Marke sitzt im chinesischen Nanjing.

Byton - Bytes on Wheels - die Marke sitzt im chinesischen Nanjing.

Wer sich die Liste der Menschen hinter der Future Mobility Corporation und der jüngst kreierten Elektromarke Byton anschaut meint, durch eine BMW-Mitarbeiterzeitschrift zu blättern. CEO Dr. Carsten Breitfeld war einst Kopf des i8-Entwicklungsteams. Die Kreativleistung der zukünftigen Modelle stammt aus der Hand von Benoit Jacob, der nach Stationen bei Renault und Volkswagen einst das Design der BMW i-Modelle verantwortete. Auch bei Vermarktung und Vertrieb gibt es BMW-Power. Henrik Wenders leitet das Marketing, nachdem er vorher für eben diese i-Modelle gleiches gemacht hatte und Dr. Daniel Kirchert war für BMW und Infiniti vorher im China-Vertrieb tätig. Heute ist er Präsident der Future Mobility Corporation.

Bytes on Wheels
Byton - Bytes on Wheels - die Marke sitzt im chinesischen Nanjing.

Byton - Bytes on Wheels - die Marke sitzt im chinesischen Nanjing.

Hört sich alles nach einem Spin-Off von BMW i an, doch dies geschah aus Sicht der Münchner Bayern eben höchst unfreiwillig. 18 Monate war von der Future Mobility Corporation mit Sitz im chinesischen Nanjing nichts zu hören. Das Team wuchs auf ein paar Dutzend Leute; doch sonst blieb nichts als der Beigeschmack, dass ein chinesisches Unternehmen führende Köpfe des BMW i-Projektes abgeworben hatte. "Man hat vor uns in den vergangenen eineinhalb Jahren nichts gehört, weil wir keine leeren Ankündigungen machen wollten wie viele andere", erläutert FMC-CEO Dr. Carsten Breitfeld, "vergangene Woche haben wir mit Byton den Namen unserer Marke verkündet und den Grundstein für unser Werk in Nanjing gelegt." Der Markenname Byton - chinesisch ausgesprochen Baiteng - steht dabei etwas frei für "Bytes on Wheels". Neben der Firmenzentrale in Nanjing gibt es ein Designcenter in München und eine technische Entwicklung im Silicon Valley / Kalifornien. Hatten einige für die Frankfurter IAA den ersten Blick auf eine Studie des späteren Serienmodells erwartet, so tritt Marketing-Chef Henrik Wenders hier auf die Bremse. "Unser Modell wird am 7. Januar in Las Vegas im Rahmen der CES enthüllt. Das Fahrzeug wird dann auch fahrbar sein."

Keine große Überraschung, dass das Erstlingsmodell von Byton ein elektrischer SUV sein wird. Rund 4,80 Meter lang, 1,60 Meter hoch und mit Platz für vier bis fünf Personen. "Wir werden das Rad nicht neu erfinden", ergänzt Breitfeld, der im Wochenrhythmus zwischen dem Silicon Valley, München und China pendelt, "man wird bei uns auch bekannte Technik sehen. Doch wir werden Fahrspaß und natürlich auch Vorsprung liefern." Der SUV hat klassische Formen, eine leicht abfallende Dachlinie, ausgearbeitete Kotflügel und besonders markante Leuchteneinheiten. "Der Kühlergrill vorn lässt sich durch die Lichtsignatur inszenieren", gibt Designer Benoit Jacob erste Einblicke, "das Auto bleibt für uns ein hoch emotionales Produkt. Wir machen keine Duschkabine."

Zentral soll es jedoch nicht nur ums Design oder die weitgehend unter Verschluss gehaltene Technik gehen, sondern um einen Innenraum, der das Automobil vielleicht nicht neu erfindet, aber neue Wege geht. Rund 90 Minuten werden pro Tag im Auto verbracht; diese Zeit soll man im Byton Elektro-SUV besser als anderswo nutzen können. "Es wird andere Erlebnisse in unserem Produkt durch die verfügbaren Daten geben", sagt Techniker Wolfram Luchner, der von Audi zu FMC kam, "irgendwann wird auch das autonome Fahren kommen. Erst hands off, dann brain off - darauf sind wir mit unserer 4,5- und 5G-Vernetzung vorbereitet." Das Armaturenbrett ist als solches nicht mehr wiederzuerkennen. Es besteht aus einem 49 Zoll großen, schmalen Flachdisplay, worauf jegliche Inhalte eingespielt werden können. Taster oder Bedienmodule macht man dabei vergeblich. "Unsere Bedienung erfolgt durch den acht Zoll großen Touchbildschirm im Lenkrad und sonst über Geste sowie Sprache", ergänzt Luchner. Durch den Freiraum im Vorderwagen soll das Byton Erstlingswerk im Innenraum rund 20 Zentimeter mehr Platz haben.

Der Fahrer wird bereits außerhalb des Fahrzeugs erkannt und der Byton dann automatisch geöffnet. Person, Gesundheitszustand und Stimmung werden im Innenraum ebenfalls per Gesichtserkennung abgelesen. So werden automatisch Einstellungen für Sitze, Temperatur und Lieblingsmusik vorgewählt. Bei der Bedienung durch Sprache und Gesten hilft ein dann eingeführter Byton-Assistent - per künstlicher Intelligenz. Auf vielen Märkten kann der Byton auf normale Spiegel verzichten und lässt deren Aufgaben durch kleine Kameras übernehmen.

Zu technischen Details des ersten Byton geben die FMC-verantwortlichen kaum etwas Preis. Fest steht, dass der elektrische SUV seine Akkus zwischen den Achsen tragen wird und mit Allradtechnik eine Basisreichweite von mindestens 400 Kilometern bieten wird. Per Aufpreis gibt es mehr Leistung, mehr Luxus und mehr Reichweite. "Wir wollen Premium, aber bezahlbar sein", unterstreicht Dr. Carsten Breitfeld, "wir sind bereits sehr weit, doch das Auto muss noch industrialisiert werden. Dabei wird unser Prozess ebenfalls Premiumqualität haben." Der Basispreis soll bei umgerechnet 40.000 Dollar liegen. Marktstart wird ab Ende 2019 in China sein. Mitte 2020 folgt dann Kalifornien und ggf. weitere US-Staaten an der Küste. Erst danach könnte Europa folgen - je nachdem wie weit sich der Elektrotrend bis 2020 dann ausgeweitet hat. Anzunehmen, dass die Future Mobility Corporation mit seinen dann folgenden Byton-Modellen zumindest Staaten wir Deutschland, Österreich und die Schweiz in den Fokus nimmt. Keinen Hehl machen Breitfeld, Kirchert und Wenders, dass es um große Volumen geht, damit das Projekt auch lohnt. Die jährliche Produktionskapazität im Werk Nanjing soll bei 300.000 Fahrzeugen liegen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.