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Hyundai i40 Limousine: Dienstwagen aus Korea

Nach dem sehenswerten Kombi stellt Hyundai nun auch die Limousinen-Version seines neuen Mittelklässlers i40 vor. Er soll vor allem das Flottengeschäft ankurbeln und Modelle wie VW Passat, Opel Insignia und Ford Mondeo angreifen.

Nicht ohne Bedacht hat Hyundai von seinem neuen Mittelklassemodell i40 vor ein paar Wochen auf dem Genfer Salon zuerst die Kombiversion vorgestellt - die praktischen Kombis sind im D-Segment, in dem sich Passat, Insignia, Mondeo & Co. tummeln, die Karosserievarianten mit der größten Nachfrage. Aber ganz ohne Limousine geht es nicht. Und die stellt Hyundai nun als Weltpremiere auf dem Autosalon in Barcelona nach. Auf beide Modelle wird man allerdings noch ein paar Monate warten müssen: Der Kombi kommt im September, die Limousine im November zu den Händlern. Bis zur Mittelsäule ist die Limousine mit dem Kombi so gut wie identisch. Beide i40-Modelle sind in Europa entwickelt worden und zeigen die Handschrift von Thomas Bürkle, dem Chefdesigner im europäischen Designstudio in Rüsselsheim. "Fluid Sculpture" haben die Koreaner Hyundais neue Designsprache getauft. Der 4,74 Meter lange, 1,82 Meter breite und 1,47 Meter hohe i40 kommt dabei allerdings nur gebremst als klassische Stufenheck-Limousine daher und spielt bei Fensterlinie und Dach eher mit den geschwungenen Linien eines Coupés. Das Heck endet nicht in einer langen Kofferraumhaube, sondern ist eher eine durchaus gelungene Mischung zwischen Stufen- und Fließheck.

Fünf-Jahres-Garantie

Der Innenraum wirkt hochwertig und aufgeräumt, dank des Radstandes von 2,77 Metern, so eine erste Sitzprobe, haben die Passagiere vorne und hinten ordentlich viel Platz. Dazu kommen wie beim Kombi eine ganze Reihe von Komfortoptionen von belüftbaren Vorder- und beheizbaren Rücksitzen über Spurhalteassistent und elektronischer Handbremse bis hin zu Xenon-Scheinwerfern, Berganfahrhilfe, beheizbarem Lederlenkrad oder Start-Stopp-Automatik bei einigen Motorisierungen.

Unter der Fronthaube arbeiten die gleichen Motoren wie auch schon im Kombi. Als Benziner stehen zur Wahl eine 1,6-Liter-Maschine mit 99 kW/135 PS und ein 2,0-Liter-Aggregat mit 130 kW/177 PS. Wichtiger dürfte der alternativ angebotene 1,7-Liter-Diesel sein - drei Viertel aller in diesem Segment verkauften Fahrzeuge in Europa sind Selbstzünder. Der Diesel im i40 wird in zwei Leistungsstufen angeboten, einmal mit 85 kW/116 PS und einmal mit 20 PS mehr als Version mit 100 kW/136 PS. Die Motoren sind serienmäßig mit einem manuellen 6-Gang-Getriebe ausgestattet, optional gibt es für die beiden Top-Motorisierungen eine 6-Stufen-Automatik. Die Preise für den i40 mag man bei Hyundai noch nicht nennen. Wahrscheinlich wird die Modellreihe bei so um die 25.000 Euro starten. In jedem Fall kommt der i40 mit der bei Hyundai üblichen 5-Jahres-Garantie ohne Kilometerbegrenzung, in der auch die Wartungskosten für diese Zeit enthalten sind. Die Koreaner wollen mit dem i40 endlich auch einen größeren Teil vom Flottengeschäft erobern, das vor allem die Mittelklassemodelle der deutschen Hersteller beherrschen. Pro Jahr, so Hyundais Vize-Europachef Allan Rushforth, sollen insgesamt 60.000 i40 verkauft werden.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.