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Individualisierung: Ego-Trips auf vier Rädern

Anders sein als die anderen - dieser Wunsch ist bei Superreichen ebenso ausgeprägt wie bei Otto Normalfahrer. Wer keine 1,5 Millionen für einen Koenigsegg flüssig hat, wird auf dem Genfer Salon auch anderswo fündig.

"Alles Denkbare ist machbar" lautet das Motto von Helge Leonhardt. Der Unternehmer aus Sachsen, dem unter anderem die Lamborghini- und Bentley-Niederlassungen in Berlin und Chemnitz gehören, präsentiert ein individuelles Bentley-Gesicht: Das "Bodykit GTL" für alle GT-Modelle lässt den Luxusschlitten durch einen breiten und weit nach unten gezogenen Kühlergrill noch kraftvoller wirken.

Es soll für rund 20.000 Euro zu haben sein. Dazu kommen Steuern und Montage - und das Auto sollte man natürlich auch schon besitzen. "Die ersten Reaktionen auf den bei uns präsentierten Prototypen waren überwältigend", freut sich Leonhardt. Der Luxusauto-Händler will die Markteinführung des Bodykits in den USA starten.

Gegen die klassisch-kraftvolle Eleganz des individualisierten Bentley wirkt der Renovatio von Mansory auf Basis eines Mercedes-Benz SLR McLaren geradezu schreiend schrill. Die mattgold lackierte Karosserie ist mit diversen Spoilern versehen, die Leistung des V8-Motors kletterte auf satte 700 PS.

Wer sich erst in der 1000 Plus-Liga so richtig wohl fühlt, muss auf den Koenigsegg CCXR umsteigen. Der zweisitzige Karbon-Renner läuft sowohl mit Benzin auch als mit Bio-Ethanol. Wenn Alkohol im Tank ist, steigt die Leistung auf 1018 PS. "Wir bauen das erste 'grüne' Supercar der Welt", glaubt daher die schwedische Tuning-Schmiede. Das Flügel-Monster beschleunigt in 2,9 Sekunden auf 100 Sachen, die Höchstgeschwindigkeit des CCXR schätzt Koenigsegg auf 410 km/h.

Lack und Leder

Ohne Motortuning, dafür aber mit einer besonders edlen Optik kommt der Bugatti Veyron Fbg by Hermès daher. Die französische Lederwarenmanufaktur Hermès stellt Koffer und Accessoires für die besonders gut Betuchten her. Das gesamte Interieur des Bugatti-Sondermodells ist mit Kalbsleder ausgekleidet, und man würde sich nicht wundern, wenn Hermès dazu noch den Stammbaum der versattelten Tiere mitliefert.

Drängler wird von Polizei überrascht.

Zum Preis von 1,55 Millionen Euro gibt es ein passgenaues Kofferset und eine Geldbörse gratis dazu. In keinem anderen Auto der Welt dürfte es so teuer werden, einen Kaffeebecher umzukippen.

Aber auch ein paar Dutzend Gehaltsklassen weiter unten gibt es Möglichkeiten, sich und sein Auto von der schnöden Masse abzuheben. Mini und der Fiat 500 haben schließlich vorgemacht, wie erfolgreich der automobile Ego-Trip mit verschiedenen Interieurs und Zubehörteilen sein kann. Nach den jüngsten Verkaufserfolgen belebt Fiat den Namen Abarth als eigene Marke wieder neu. Da darf eine angestochene Variante des neuen Cinquecento nicht fehlen. Der 500 Abarth prahlt neben der coolen Optik mit einem 135 PS starken Turbomotor.

Kia lässt die Seele baumeln

Nicht auf Leistung, sondern auf Emotionen setzt dagegen Kia mit seinem "Soul"-Dreigestirn. Der kantig-freche City-Flitzer zeigt in den Varianten "Diva", "Burner" und "Searcher" völlig verschiedene Charakterzüge. So ist der Burner als Bad Boy des Trios mit Drachen-Tatoos geschmückt, hat ein flammend rotes Interieur und breite Schlappen. Die Version Diva dagegen soll mit weißem Lack, goldenen Akzenten und einem besonders stylischen Interieur modebewusste Damen ansprechen. "Bei der Gestaltung der Studien haben wir ganz bewusst ein bisschen überzeichnet", sagt Kia-Designchef Peter Schreyer.

Die Form des Soul ist aber ein ziemlich seriennaher Ausblick auf das neue Lifestyle-Auto, das Kia im September auf dem Pariser Salon präsentieren wird. "Das Auto wird sich in kein konventionelles Segment einordnen lassen. Es wird die Käufer vielmehr dazu ermutigen, eine starke emotionale Bindung zu ihrem Fahrzeug aufzubauen", sagt der Soul-Designer Gregory Guillaume.

Sebastian Viehmann / press-inform / press-inform

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Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?