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Jaguar XE: Die Leichtigkeit des Seins

BMW scheint zum Rohmodell für Segmentverfolger zu werden. Nachdem Mercedes jüngst den X6 abkupferte und ein GLC Coupé als X4-Gegner nachlegt, hat Jaguar den BMW 3er zum Vorbild für seinen XE genommen. In Europa dürfte der XE die deutsche Konkurrenz allerdings kaum bedrängen.

Der erste Ausflug von Jaguar in die Mittelklasse ging ernsthaft in die Hose. Der X-Type, technisch eng mit dem damaligen Ford Mondeo verwandt, sah nach dem Jahrtausendwechsel besonders als Kombiversion Estate gefällig aus; wurde jedoch zum Ladenhüter. Egal ob sparsamer 2,2 Liter Diesel oder kraftvoller Dreiliter-V6 mit Allradanrieb - kaum jemand wechselte von den etablierten Premiummarken in der Mittelklasse zu den Briten. Jetzt sind Voraussetzungen und Produktsubstanz besser; doch im Flottengeschäft, dem großen Schrittmacher der Mittelklasse dürfte sich Jaguar mit dem XE unverändert schwer tun. Doch die Briten sind hoffnungsvoll, denn nachdem der indische Tata-Konzern die Marken Land Rover und Jaguar von Ford erworben und mit einem bevorzugt deutschen Management ausgestattet hat, läuft es bei denen besser denn je. Nachdem die Geländewagen von Land und Range Rover weltweit Erfolge einfahren, gibt es bei Jaguar noch einiges zu tun. Das Topmodell XJ hat keine Chance gegen die Konkurrenz von Mercedes S-Klasse, BMW 7er und Audi A8.

Jaguar XE: Die Leichtigkeit des Seins
Jaguar XE Jahrgang 2015 - das Basismodell leistet 163 PS

Jaguar XE Jahrgang 2015 - das Basismodell leistet 163 PS

Das soll dem neuen Jaguar XE nicht passieren. Design und technische Dreingaben stimmen, denn nicht nur das Kreativteam rund um Ian Callum hat einen guten Job gemacht und die Fahrgastzelle lasziv weit nach hinten gesetzt. "Wir wollen eine Jaguar-Identität schaffen. Das ist nötig. In manchen Gegenden der USA wissen die Menschen nicht einmal, wie ein Jaguar ausschaut", erklärt Designchef Ian Callum. Das Design ist nicht nur ansehnlich, sondern bietet mit einem cW-Wert von 0,26 auch eine gute Aerodynamik. Mit seiner Aluminiumkarosserie betritt Jaguar in dem Mittelklassesegment Neuland. Die Karosserie des Briten besteht zu 75 Prozent aus Aluminium, wodurch das Chassis des XE lediglich 251 Kilogramm auf die Waage bringt. Entwickler Dr. Mark White legt Wert darauf, dass die Karosserie nicht nur sehr leicht sondern auch extrem verwindungssteif ist. "Der beste Wert in dem Segment", strahlt White. Erreicht wurde dies mit speziellen Aluminium, dass steifer und zugleich dünner ist. Dem Diktat der Gewichtsreduktion ordneten die Ingenieure alles unter. "Wir haben darüber nachgedacht, die Achse des F-Types zu nutzen. Haben uns aber dagegen entschieden, weil die zu schwer ist", erklärt Jaguar Chefdesigner Ian Callum. Stattdessen ist beim Mittelklasse-Hoffnungsträger eine Aluminium-Integral-Hinterachse zum Einsatz. Vorne sorgt eine Aluminium-Doppelquerlenker-Konstruktion für Traktion. Die Steifigkeit der Karosserie ermöglichte eine komfortablere Abstimmung des Fahrwerks, ohne Abstriche bei der Dynamik zu machen. Dazu trägt auch die ideale Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse von 50:50 bei.

Auch technologisch soll der XE der übermächtigen Konkurrenz mit Audi A4, Mercedes C-Klasse und insbesondere dem 3er BMW das Wasser reichen können. Wahlweise gibt es den Jaguar XE mit Hinterrad- oder Allradantrieb. Leistungsstarke Topversionen mit über 500 PS werden Jagd machen auch C 63 AMG oder BMW M4. Die flache Silhouette des 4,67 Meter langen Viertürers soll nicht auf Kosten des Platzangebots im Innenraum gehen. Die Sitzprobe beweist: vorne und hinten haben auch erwachsene Personen genügend Platz. Die Qualität des Interieurs gefällt mit ihren unterschäumten Flächen. Zentrales Element in der Mittelkonsole ist ein acht Zoll großer Touchscreen. An den Seiten und unterhalb des Monitors finden sich Bedienelemente für die Assistenzsysteme, wie zum Beispiel die Parksensoren oder die Rückfahrkamera und die Einstellungen der Klimaanlage. Allerdings ist die Hartplastik-Materialanmutung der Knöpfe nicht auf dem Niveau der Premiumkonkurrenz. Ähnlich wie BMW 3er und Mercedes C-Klasse ist auch der Jaguar XE mit einem Head-Up-Display zu haben, das eine besonders scharfe und kontrastreichere Darstellung der Piktogramme in die Windschutzscheibe projizieren soll. Die Einbindung des Smartphones ist ebenfalls auf dem neuesten Stand: Der Fahrer kann die Klimaanlage per Handy so programmieren, dass sie das Auto vorheizt oder runterkühlt. Auch ein Einbruch in das Fahrzeug wird sofort gemeldet und der Polizei weitergeleitet. Damit das nicht passiert, kann das Auto per Internet verschlossen werden.

Neben dem Gewicht standen das Infotainment und die Assistenzsysteme ganz oben im Lastenheft der Ingenieure. Erstmals kommt bei Jaguar eine elektro-mechanische Servolenkung zum Einsatz. Damit können die Briten bei den Fahrassistenzsystemen nachziehen: Spurwechselwarner und ein Assistent für das seitliche und parallele Parken gehören jetzt zum Repertoire des Jaguar XE. Die verbaute Stereo-Kamera ermöglicht den City-Notbremsassistenten, der bis zu einer Geschwindigkeit von 40 km/h Auffahrunfälle verhindert. Ein Wifi-Hotspot ist im XE ebenfalls vorhanden, allerdings bietet der momentan nur die langsame 3G-Geschwindigkeit.

Befeuert wird die Raubkatze von den Aluminium-Triebwerken der Ingenium-Baureihe, die in dem brandneuen Motorenwerk in Wolverhampton gebaut werden. Das 163-PS-Diesel-Aggregat hat einen Lader mit variabler Turbinengeometrie und einen Einspritzdruck von 1.800 bar. Der Selbstzünder wiegt 154 Kilogramm und wuchtet ein maximales Drehmoment von 380 Newtonmetern auf die Kurbelwelle. Das Resultat ist ein Verbrauch von 3,8 Liter und ein CO2-Ausstoß von 99 g/km. Um diesen Wert zu erreichen, muss der Fahrer zum ersten Mal seit sechs Jahren bei Jaguar wieder selbst zum Schaltknüppel greifen. Das alternative ZF-Achtgang-Automatikgetriebe beansprucht weniger Bauraum als bisher und beide Schaltvarianten erlauben später im Modellzyklus die Kombination mit einem Allradantrieb. Diese e-Performance-Variante des XE mit dem 163-PS- Diesel wiegt lediglich 1.474 Kilogramm und kostet mindestens 36.500 Euro. Die Motor-Offensive geht weiter: "Wir werden in den nächsten zweieinhalb Jahren alle drei bis sechs Monate einen neuen Motor herausbringen", sagt Motor-Entwickler Paul Withwood.

Den Vierzylinder-Benziner wird es in zwei PS-Ausbaustufen geben. Die vorläufige Leistungsspritze wird ein V6-Kompressor-Aggregat mit 340 PS sein. Die Ingenium-Motorenbaureihe aus den West Midlands soll zum zentralen Rückgrat der Mittelklassebaureihen werden. "Der Jaguar XE und der Land Rover Discovery Sport stehen im Mittelpunkt der Wiederbelebung der produzierenden Industrie in Großbritannien", so Dr. Ralf Speth, "Jaguar Land Rover erwirtschaftet solide Finanzergebnisse und steigert weltweit den Fahrzeugabsatz." Ab Sommer setzt die kleine Katze zum Sprung in das Mittelklasse-Becken an. Für den Jaguar XE haben die Briten ein neues Werk aus dem Boden gestampft, in dem alle 73 Sekunden ein Jaguar XE vom Band laufen soll. Die neue modulare Architektur ist variabel ausgelegt, so dass mehrere Derivate folgen werden. Die Spanne reicht von einem Shooting Brake bis hin zu einem Coupé.

Press-Inform / pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(