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Kompaktklasse: Kia Ceed - Erwachsener denn je

Der Ceed hat Kia zu einer europäischen Marke werden lassen. Der Golf-Konkurrent ist in seiner dritten Generation besser denn je; überzeugt mit einem gutem Fahrwerk, zeitgemäßen Triebwerken und sehenswerten Design. Günstig war aber gestern.

Kia Ceed 1.4 T-GDI

Kia Ceed 1.4 T-GDI - mit den größeren Reifen wird der Ceed richtig schick.

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Mit dem Ceed wurde Kia 2006 zur europäischen Marke. Der barock-asiatische Look hatte ein Ende und bis heute wird der Ceed vor allem für den europäischen Markt konzipiert.  Aber der Golf-Gegner hat ein Problem: In Europa ist der Ceed nur der drittmeistverkaufte Kia, er liegt hinter dem preiswerten Rio und dem SUV Sportage. Die Konkurrenz für den Golf-Gegner ist groß. Es ist nicht nur der Golf, auch Astra, Megane, Focus und Leon sind starke Konkurrenten. Der Kia hat zudem viele Vorzüge, aber er ist nicht mehr besonders günstig.

So schwer wie der Vorgänger

Wie bei der Konkurrenz wird in der dritten Generation der Dreitürer gestrichen. Neben dem Fünftürer gibt es noch ein Shooting Brake und ein Ceed SUV. Das Kompaktklassemodell basiert auf der neuen K2-Plattform. Ihre Gewichtsersparnis wird allerdings durch ein Mehr an Sicherheits- und Komfortausstattung wieder aufgezehrt. Das Fahrwerk des 4,31 Meter langen Ceed hat Premiumniveau. Das verbesserte Fahrverhalten ist sofort spürbar. Der 1,4 Tonnen schwere Kia federt feinfühliger und dämpft ausgewogener als bisher, während die Lenkung eine deutlich bessere Rückmeldung von der Fahrbahn liefert.

Keine Leistungs-Motoren

Der Dreizylinder-Turbo liefert 120 PS der neue 1,4-Liter-Turbo-Direkteinspritzer 140 PS. Der 1,6 Liter große Commonrail-Diesel bleibt mit 115 und 136 PS im Programm. Wie immer bei Kia ist das Motorenangebot solide, es fehlen aber die sportlichen Spitzen. So hat der Ceed trotz seines Äußeren nur das Image eines guten Familienwagens. Serienmäßig gibt es immer ein Sechsgang-Schaltgetriebe, die stärkeren Motoren können mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt werden.

Das meistverkaufte Modell dürfte der 1,0-Liter-Dreizylinder werden. Der Einstiegspreis liegt dann unter 20.000 Euro. Der aufgeladene Dreizylinder spricht spontan an und dreht ab 2000 U/min engagiert nach oben. Im Fahrbetrieb fällt die Ruhe im Innenraum auf. Bei der Geräuschdämmung durch Verkleidungen, Armaturenbrett und Radhäusern hat man sich spürbar mehr Mühe gegeben. Das bessere Fahrvergnügen bietet freilich das stärkere 1,4-Liter-Triebwerk mit 140 PS. Hier macht sich vor allem das stärkere Drehmoment bemerkbar - 242 statt 172 Nm. Der Normverbrauch ist mit 5,6 Litern Super kaum höher als der der Dreizylindervariante, die 5,4 Liter angibt. Den Spurt von 0 auf 100 km/h schafft der Fronttriebler in 8,9 Sekunden, während die Höchstgeschwindigkeit bei 210 km/h liegt.

In den Topversionen bietet der Ceed echten Sitzkomfort, das Gestühl lässt sich nicht nur beheizen, sondern auch kühlen. Im Winter überzeugen beheizbares Lenkrad und beheizbare Windschutzscheibe.

Großer Laderaum

Der Innenraum blieb im Vergleich zum Vorgänger nahezu unverändert. Der Kofferraum von 395 Liter ist nach dem Peugeot 308 und dem spürbar größeren Skoda Octavia der drittgrößte im Kompaktklassesegment. Auf Wunsch lässt er sich auf bis zu 1291 Liter erweitern. Der Kia Ceed SW soll ein Kofferraumvolumen von 625 Litern haben. Das wäre ein Bestwert in der Klasse. Weniger schön ist die hohe Ladekante von 73,8 Zentimetern.

Unser Kauftipp ist der 140 PS starke Kia Ceed 1.4 T-GDI. Mit der Ausstattungsvariante Vision bietet er unter anderem 16-Zoll-Alufelgen, beheizte Spiegel / Sitze / Lenkrad, Rückfahrkamera, Touchscreen, Tempomat und Smartphone-Schnittstelle. Das kostet 22.090 Euro. Hinzu kämen noch 890 Euro für die Navigation um 690 Euro für das Komfortpaket, das Klimaautomatik, Regensensor und abblendbare Spiegel beinhaltet. Wirklich günstig ist der Kia Ceed also nicht mehr. Aber immerhin gibt es nach wie vor eine Garantie von sieben Jahre beziehungsweise 150.000 km.

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