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Lancia Ypsilon Sport: Naughty by Nature

Lancia plant den Großangriff auf die Damenwelt. Mit dem aufgemotzen Ypsilon-Sondermodell "Sport MomoDesign" könnte die Baggerei bei den Ladys sogar erfolgreich enden. Vorausgesetzt sie wissen den kleinen Kraftprotz auch zu bändigen.

Von Klaus Bellstedt, Cernobbio

Neues Logo, Werbespots mit halbnackten Models und eine italienische Homosexuellen-Ikone als Testimonial: Der Automobilhersteller Lancia, vielen vor allem bekannt wegen der langen Tradition im Rallye-Sport - stellt sich neu auf. Auch weil er es so schwer im Fiat-Konzern hat. Elegant und trendy, sportiv und exklusiv, das sind die Schlagworte mit denen die Italiener in Zukunft punkten wollen - auch bei den Reichen, vor allem aber bei den Schönen, den Damen.

Das Design: Extravagant und durchgestylt

Der Lancia Ypsilon Sport MomoDesign ist die neue, schnittigere Version des Kleinwagen-Flaggschiffs Ypsilon. Aber wer ist eigentlich Momo? In Italien dürfte man für diese Frage schief angeschaut werden. Lancia hat sich für den Frontalangriff auf die Damenwelt die Edel-Designerschmiede mit in den Ypsilon geholt. Und siehe da, die B-Säule lässt mit dem Schriftzug "MomoDesign" keinen Zweifel an der Sonderstellung des extravaganten Mini-Flitzers. Äußerlich macht das Gefährt auch durch das neue Lancia Logo sowie einige stilistische und farbliche Details auf sich aufmerksam, die an die Stilelemente der Produkte von MomoDesign erinnern. Wie zum Beispiel die vier offerierten Karosseriefarben (Masaccio Schwarz, Borromini Grau, Casorati Gelb und Raffaello Weiß), verbunden mit der exklusiven Lackierung in Titangrau-Matt-Metallic für die Heckklappe, das Dach und die Außenspiegel. Vervollständigt wird der Look des Lancia Ypsilon Sport MomoDesign durch die Metalluro-Optik einiger Details, durch die in die Fahrzeugfarbe lackierten Einfassungen der Nebelscheinwerfer und die originellen diamantierten 16-Zoll-Leichtmetallfelgen. Auch innen durften sich die Momo-Designer austoben. So stecken Sitze, Lenkrad und Schaltknauf unter einem Lederbezug. Die Kopfstützen tragen stolz das Ypsilon-Logo, die Sitze wurden mit "MomoDesign" beschriftet. Die Ausstattung des Wagens umfasst unter anderem: Klimaanlage, CD-Radio, getönte hintere Scheiben, Berganfahrhilfe und ESP. Später wird optional auch ein Heckspoiler verfügbar sein.

Nichts für FahranfängerInnen

Designer-Ausstattung hin oder her, viel wichtiger - zumindest für die Herren der Schöpfung - ist doch, wie sich die Sportversion des Ypsilon, die sich ausschließlich an eine junge Käuferzielgruppe wendet, auf kurviger Straße so schlägt. Lancia hat sich zur Fahrpräsentation die mondäne Gegend rund um den Comer See ausgesucht. Zwischen Cernobbio auf der einen und Bellagio auf der anderen Seite des Sees, in der Gegend also, wo Konrad Adenauer früher so gerne Boccia spielte und heutzutage George Clooney seinen Lambo um die engen Kurven prügelt, soll man(n) mit dem Ypsilon Sport MomoDesign Sternstunden erleben.

Und tatsächlich: Nach leichten Anfangsschwierigkeiten dreht der kleine Protzer mächtig auf. Der 1.4 16 V Benziner mit 95 PS sorgt für ein nettes, fast schon dynamisches Fahrverhalten. Der zeitweilige Fahrspaß wird durch das sechsgängige Getriebe gut abgerundet. Es gibt nur ein Problem: Es muss zu oft geschaltet werden. Positives gibt es beim Fahrwerk zu vermelden. Der Ypsilon liegt straff auf der Straße, neigt sich auch in sehr schnellen Kurven nicht zur Seite und bleibt jederzeit gut beherrschbar. Zumindest solange jemand hinter dem Steuer sitzt, der halbwegs Autofahren kann. Wenn allerdings das Mode-Häschen aus dem Beauty-Ressort eines Frauen-Magazins das Steuer des Ypsilon Sport MomoDesign übernimmt, macht auch das gutmütigste Auto die Beine breit. Anfahren im dritten Gang, mit zwei Rädern stets außerhalb der Straßenführung und als Höchstgeschwindigkeit Strich 40 Km/h fahrend - das tut dem Kleinen richtig weh. Dass der einheimische Italiener an sich eher sportlich unterwegs ist, macht die Testfahrt auf dem Beifahrersitz nicht unbedingt entspannter.

Der Lancia Ypsilon Sport will härter angefasst werden

Merke: Nur die toughe Lady wird die Spitzengeschwindigkeit von 175 km/h auch aus dem Motor rauskitzeln. Den Lancia 1.4 16 V Benziner mit 95 PS muss Frau einfach härter anfassen. Auch wenn der Wagen mit seiner überschaubaren Leistung keine echte Krawallschachtel ist - nur dann macht das Ganze richtig Spaß. Apropos Spaß: Der hat selbstverständlich seinen stolzen Preis. Designbewusste Lancia-Käufer müssen für den Ypsilon Sport MomoDesign tief in die Tasche greifen. Der von uns getestete 95 PS-Benziner kostet stolze 15.650 Euro, mit dem 105 PS-Dieselaggregat sogar satte 17.600 Euro.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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