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Lotus Europa S: Vereintes Europa

Es kommt nicht alle Tage vor, dass die britische Sportwagenschmiede Lotus ein komplett neues Fahrzeug präsentiert. Umso mehr freuen sich Fans von echten Brit-Boliden über den neuen Lotus Europa S. Typisch Lotus - typisch britisch: ein echter Renner.

Das Design ist nicht derart polarisierend wie bei Exige und Elise, aber der Europa S ist weit davon entfernt, zum Weichspüler zu verkommen. Sein Name ist Programm. Mit dem neuesten Baby will Lotus den Designsprung über den Ärmelkanal wagen. Der Europa S ist ein puristischer Grand Tourer, der auf einer kurvigen Landstraße geritten werden möchte. Nicht so sportlich, hart und unkomfortabel wie die bekannten Sportskanonen, aber dennoch ein echter Lotus. Dennoch legen die Ingenieure Wert darauf, dass das neue Modell auch Cruiser-Qualitäten offenbart.

Die Front ist kraftvoll gezeichnet, dabei nicht derart martialisch wie beim Exige. Trotzdem ist dem Europa S eine gewisse Eleganz nicht abzusprechen. Das hohe Heck wird dominiert von den großen Heckleuchten, dem mittigen Doppelauspuff und Luftauslässen. Die Seitenlinie ist dynamisch und sportlich – echt Lotus. Beim Thema Leistungsgewicht bleiben die Entwickler ihrer Linie treu. Der Neue wiegt gerade einmal 995 kg. Möglich wird das durch den Einsatz von hochfesten Hightech-Materialien und der firmeneigenen Kunst des Weglassens. Schnick-schnack sucht man auch beim Europa S vergebens. Größer dimensionierte Piloten wird es freuen: Hat man bei den aktuellen Lotus-Modellen das stete Gefühl man steige nicht ein, sondern ziehe das Auto an, so verspricht der große Bruder etwas mehr Komfort. Auch der Kofferraum darf nunmehr zu Recht als solcher bezeichnet werden. Hier passen mehr als ein paar Sportschuhe, das Handy-Ladegerät und die obligatorische Kreditkarte herein. Zudem wird einem der Aufenthalt im Innern mit Ledersitzen, einer höheren Dachlinie und Teppichboden – für Lotus beileibe keine Selbstverständlichkeit – versüßt.

Von 0 auf 100 in 5,7 Sekunden

Für den nötigen Fahrspaß sorgt ein Vierzylinder-Turbo mit zwei Litern Hubraum und 149 kW / 203 PS. Das maximale Drehmoment von 263 Nm liegt bei 4.200 Umdrehungen an. 90 Prozent der Kraft stehen jedoch bereits ab 2.000 Touren zur Verfügung. Den Spurt 0 auf 100 km/h schafft der Brite in rund 5,7 Sekunden, bis Tempo 160 vergehen gerade einmal 14 Sekunden. Hoffentlich sorgt eine Höchstgeschwindigkeit von gerade einmal 225 km/h bei echten Sportwagenfans nicht für lange Gesichter. Der neue Lotus Europa S soll Mitte nächsten Jahres auf den Markt kommt. Produziert wird er in Hethel/Norfolk. Zunächst soll er nur in Europa, später weltweit auf den Markt kommen. Eine Markteinführung in Nordamerika und Kanada ist derzeit nicht geplant. Der Verkaufspreis soll bei knapp unter 50.000 Euro liegen.

Kai Petersen/Press-Inform
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.