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Neuvorstellung: Citroën DS3: Die kleine Göttin

Der Kleine trägt einen göttlichen Namen: Mit dem DS3 will Citroën den Minis, Alfa Mitos und Konsorten Kunden abjagen. Die dynamische Form und die kompakten Maßen sollen im Lifestyle-Segment punkten.

Die Front des Citroën DS Inside, der auf dem Genfer Salon Anfang März seine Weltpremiere haben soll, wird von einem mächtigen Kühlergrill dominiert, der nach oben von dem neu designten Markenlogo, dem nun deutlich weniger spitzen dreidimensionalen Doppelwinkel begrenzt wird. Neben der Frontschürze befinden sich in Chrom gefasste Nebelscheinwerfer und LED-umrandete Lufteinlässe. Weiterhin fallen die großen Kotflügel, die abfallende Dachlinie mit dem kleinen Dachkantenspoiler und die an eine Haifischflosse erinnernde B-Säule auf.

Das Heck wird von dem umlaufenden Fenster bestimmt und auch an den Rückleuten ist aufwändig mit Chrom gearbeitet worden. Vom Innenraum präsentierte Citroën vorab noch keine Fotos. Die Technik stammt vom C3. Unter der Haube sollen die CO2-sparenden Benzin und Dieselmotoren mit Start/Stopp-Automatik von 90 bis 150 PS zum Einsatz kommen.

Der DS3 Inside soll das erste Modell einer ganzen Reihe an Fahrzeugen sein, die das Programm der C1 bis C8-Modelle von Citroën nach oben ergänzen sollen. Der Kleine begründet damit eine neue Produktlinie. In Kürze sollen auch die Kompakt- und Mittelklassemodelle DS4 und DS5 folgen, die im Sub-Premium-Segment gegen Alfa, Lancia und Saab antreten sollen. 2013 soll dann, nach Aussagen des Herstellers, das auf der PSA-Plattform des Peugeot 608 basierende neue Flaggschiff folgen, der DS6.

Mit dieser "Déesse" will Citroën dann endgültig an die von 1955 bis 1975 gebaute legendäre "Göttin" anknüpfen. Sie verband innovative Technik mit damals neuartigem Design. Revolutionär waren seinerzeit die hydropneumatische Federung, das Zweikreis-Sicherheitsbremssystem und das unlängst wieder populär gewordene lenksynchrone Kurvenlicht. Vergleichbar innovative Technik ist jetzt beim DS3 wohl nicht zu erwarten. Er dürfte eher eine "Bordsteinschwalbe" als eine "Göttin" werden und mit der Legende nur den Namen gemein haben.

Hans Bast / pressinform / PRESSINFORM
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.