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Neuvorstellung: Toyota RAV4: Neues vom Papa

Vor 15 Jahren begründete der Toyota RAV4 das Segment der kompakten SUV. Die dritte Generation ist seit 2006 auf dem Markt und bekam nun ein Facelift. Schwerpunkte sind neue Motoren und mehr Pep im Innenraum.

"Recreational Active Vehicle with Four Wheel Drive" – so sperrig begann 1994 die Zeitrechnung der garagentauglichen SUV. Toyotas Kompakt-Kraxler RAV4 rief zahllose Nachahmer auf den Plan und wurde für die Japaner zum Verkaufsschlager. In Deutschland hat sich der Tiguan mittlerweile zur Nummer Eins durchgebissen. Im ersten Quartal 2009 wurden fast 11.000 Tiguan zugelassen, etwa zehnmal soviel wie im gleichen Zeitraum neue RAV4 auf die Straßen rollten. Nun will Toyota seinem Goldesel Schwung verschaffen – mit überarbeiteten Motoren, ein paar optischen Retuschen, neuen Getriebevarianten sowie optionalem Frontantrieb.

Von vorn lassen eine neue breite Frontschürze und Chromverzierungen den 4,4 Meter langen und 1,8 Meter breiten Wagen ein wenig bulliger als bisher erscheinen, die Seitenblinker wandern von den Kotflügeln in die Seitenspiegel. Auch Scheinwerfer und Heckleuchten wurden neu gestaltet, wie das bei Facelifts eben so üblich ist. Toyota spendiert dem RAV4 außerdem neue Lackierungen und Felgendesigns. Mit Detailarbeit an der Verglasung und am Unterboden haben die Japaner den Geländewagen aerodynamischer gemacht, was sowohl dem Verbrauch als auch dem Geräuschniveau zugute kommen soll.

Im Cockpit hat Toyota neue Kunststoffe, Farbtöne und Polsterstoffe verwendet. Die Rücksitze lassen sich in Längsrichtung verschieben, umklappen und einzeln im Fahrzeugboden versenken.

Der RAV4 ist in den Ausstattungsvarianten RAV4, RAV4 Sol und RAV4 Executive zu haben. Zur Basisausstattung gehören unter anderem Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrisch einstellbare und beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber, Klimaanlage, CD-Radio und zwei 12 Volt-Steckdosen. Beim Sol kommen Dinge wie Licht- und Regensensor, Klimaautomatik, Tempomat und Nebelscheinwerfer hinzu. Die Top-Version hat eine Rückfahrkamera zu bieten, deren Monitor im Innenspiegel integriert ist. Außerdem sind Lederausstattung und elektrische Sitzverstellung an Bord.

Mit Frontantrieb ab 23.200 Euro

Unter der Haube steht ein neuer Zweiliter-Benziner mit 116 kW/158 PS zur Verfügung, der mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einem stufenlosem CVT-Getriebe kombiniert wird. Wie beim VW Tiguan, Renault Koleos oder Ford Kuga gibt es auch beim RAV4 optional Frontantrieb. Der 2,2-Liter Dieselmotor wurde ebenfalls überarbeitet. Er leistet 110 kW/150 PS (vorher 136 PS) und stellt ein maximales Drehmoment von 340 Newtonmetern zur Verfügung. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 6 Litern Diesel pro 100 Kilometer (Werksangabe). Der Motor ist in einer stärkeren Version mit 130 kW/177 PS (genau soviel wie bisher) sowie 400 Newtonmetern Drehmoment zu haben. Sein Verbrauch liegt laut Toyota bei 6,7 Litern pro 100 Kilometer. Beide Dieselmotoren erfüllen die Euro 5-Norm.

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Beim neuen Sechsganggetriebe für den Benzinmotor haben die Japaner die Übersetzung verlängert, um das Drehzahlniveau und damit den Verbrauch zu reduzieren. Alternativ gibt es ein stufenloses CVT-Getriebe namens "Multidrive S" für den Benziner und eine Sechsstufen-Wandlerautomatik für den Dieselmotor. Der permanente Allradantrieb mit variabler Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse ist serienmäßig an Bord, bei der Frontantriebs-Version gibt es eine elektronische Differenzialsperre.

Die Preise starten bei 23.200 Euro für den Zweiliter-Benziner mit Frontantrieb. Zum Vergleich: Der Tiguan 1.4 TSI ist ab 25.800 Euro zu haben, der Ford Kuga ab 26.600 Euro (Frontantrieb nur mit Dieselmotor), der Renault Koleos 2.5 4X2 kostet 24.900 Euro. Mit Allradantrieb kostet der RAV4-Benziner 27.700 Euro, der Diesel steht mit 27.300 Euro (150 PS) beziehungsweise 34.150 Euro (177 PS) in der Liste.

Sebastian Viehmann / pressinform / PRESSINFORM

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