Opel Meriva 1.7 CDTi Frecher Frischling


Ein Personal-Image-Booster ist der Meriva nicht, er gehört zu den praktischen Angeboten im Opel-Programm. Zum abgespeckten Preis bietet er alles, was man von einem Mini-Van erwartet. Sein Sieg im aktuellen Tüv-Report erhöht die Freude.

Wo steckt man den Meriva hin? Zuerst gehört der Mini-Mini-Van in die Klasse "Mehr Auto braucht man nicht". Eine vierköpfige Familien kommt einmal im Jahr in die Situation, einen etwas größeren Wagen haben zu wolen, aber dann tut es meist auch ein Dachgepäckträger. Singles, Paare und dreiköpfige Familien kriegen in dem kleinen Raumwunder aber alles unter, was sie wollen.

Freche Farbe hilft

Quark-Grün hüpft der kleine Test-Frosch über den Parkplatz. Farben sind eine Frage des Geschmacks, aber wenn man selbst kein totaler Langweiler ist, sollte man jede Gelegenheit nutzen, seinen Meriva etwas aufzurüschen. In "Metallic Pur" sieht der Pfiffikus - nun ja - schon ziemlich bieder aus. Dabei muss auch ein Mini-Van nicht aussehen wie ein Keksdose, Nissan kriegt es mit dem Note und Opels mit dem neuen Corsa auch hin. Aber so frech grün, macht das Zweckmobil doch auch Laune. Auf dem Gruner + Jahr Firmenparkplatz blitzt er nun keck hervor.

Viel Platz in der kleinsten Hütte

Außen klein, innen groß: zum Angeben taugt der Meriva nicht. Wenn man einmal in der vermeintlich kleinen Büchse sitzt, findet man sich sehr viel besser aufgehoben wieder, als man von außen vermuten konnte. Bereit ist er zu vielen Diensten. Vom Innenraumkonzept muss sich der Wicht vor dem großen Zafira nicht verstecken - ohne dritte Reihe freilich. Mit wenigen Griffen verschwindet die Rückbank im Boden und der Laderaum wächst von 360 auf 1410 Liter. Dann kann noch der Beifahrersitz eingeklappt, dann passen auch Regale in den Wagen. Der Meriva ist darauf ausgelegt, dass die zweite Reihe auch benutzt wird. Der mittlere Sitz lässt sich versenken, die äußeren zur Seite schieben. Natürlich auch nach hinten, um mehr Fußraum zu schaffen.

Hohe Wertigkeit

Eine vergleichbare Flexibilität bieten auch andere Mini-Vans. Sehr positiv fallen Materialen und Verarbeitung hervor - vor allem angesichts der Preisklasse. Der Meriva ist sicher keine Diva, aber er liegt gut in der Hand. Extravaganzen sucht man im Innenraum allerdings vergebens. Für die praktischen Dinge des Lebens ist man dagegen gut gerüstet

Der 1.7 cdi Motor scheint fast ein wenig überdimensioniert. Für den Einsatz im Ballunsgraum rund um familiäre Bedürfnisse sollte es auch der 1,6-Liter-Benziner tun. Der Diesel bietet mehr Pepp und lässt einen auch einen LKW auf der Landstraße überholen. Werte von 13,5 Sekunden für den Sprint auf Hundert und eine Höchstgeschwindigkeit 175 km/h sagen freilich deutlich, der Merva wird nicht zum Rennpferd. Wer so verquere Wünsche heght, muss zur OPC-Variante greifen.

Bezahlbare Funktionalitäten

Auf einem hohen Niveau bewegen sich Lenkung und Fahrwerk. Ein Preis von über 16.000 Euro ist mehr als konkurrenzfähig. Indes: Die netten Verstellbarkeiten wollen immer bezahlt werden. Wer sie eigentlich nicht benötigt, sollte sich zumindest einmal die "normalen" Opel-Versionen ansehen. Der neue Corsa ist das hübschere Flottchen, der Astra steht auf anderem Fahrwerk - praktischer als der Meriva sind sie nicht. Ein gutes Gefühl, bei allen die keinen Stress in der Garage lieben, stellt sich angesichts seines Sieges im aktuellen TÜV-Report ein. 3,7 % Mängelhäufigkeit können sich mehr als sehen lassen. Ein gutes Zeichen für die ganze Marke.


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