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Pariser Automobilsalon 2012: Schwaches Heimspiel

Auf dem Pariser Automobilsalon gibt es zwar viel Neues zu bestaunen. Gastgeber Frankreich hält sich jedoch vornehm zurück.

Es ist die Show der Kompakten. Der deutschen Kompakten. Denn anders als der Austragungsort Paris erwarten lässt, stehen in diesem Jahr die Premieren der siebten Generation des VW Golf, des dreitürigen Dreier von BMW, des Audi A3 Sportback und der AMG-Version der neuen Mercedes A-Klasse im Mittelpunkt der französischen Autoschau. Der heimische Hersteller Renault versucht mit der Neuauflage des Clio zumindest einen Teil des Blitzlichtgewitters für sich zu erhaschen. Der Anfang November in seiner vierten Generation erscheinende Franzose wird zunächst in drei Varianten ab 90 PS erhältlich sein. Um Renault nicht allein die blau-weiß-rote-Flagge hochhalten zu lassen zeigt Peugeot den 2008 und Citroen die Cabrioversion des DS3 - fin.

Der Star der Messe, der Golf, zeigt sich länger, breiter aber auch etwas flacher und wirkt somit dynamischer als seine Vorgänger. Mitte November soll der Wolfsburger auf Deutschlands Straßen starten. Zunächst soll er als Benziner, ab März als Dieselversion und darauf folgend mit Hybrid-, Elektro- und Erdgasantrieb erhältlich sein. BMW zeigt neben der Touring- auch die dreitürige Version des Erfolgsmodels 3er. Doch noch spannender ist, ob eine erste Version des frontangetriebenen 1er GT auch den Weg in die Stadt der Liebe finden wird. Seine Markteinführung wird jedoch für den Sommer 2014 erwartet.

Viel früher darf zum Glück der überarbeitete Supersportler Audi R8 auf seinen vier angetriebenen Rädern stehen. Der 4,2 Liter V8-Motor leistet nun 450 PS, der um zwei Zylinder größere V10 wuchtet 560 PS laut dröhnend auf die Straße. Wesentlich leiser, dank eines Soundgenerators aber nicht lautlos, präsentiert sich die E-Tron-Variante des R8. Ebenfalls sehr sportlich liest sich das Datenblatt des A 45 AMG von Mercedes. 320 PS und Allrad lassen bereits jetzt erahnen, dass es am Steuer nicht langweilig werden kann. Anfang 2013 darf eingestiegen werden.

Mit dem neuen Mondeo schickt Ford ein weiteres Highlight des Pariser Automobilsalons ins Rennen. Der in den USA unter dem Namen Fusion vorgestellte Mondeo überrascht erneut durch sein sportlich schickes Design. Neben Spurhalte- und Park-Assistenten wird in ihm das neue Ford-Sync-Kommunikations- und Entertainmentsystem zum Einsatz kommen. Aus Zuffenhausen werden in Paris zum einen die Allradversion des neuen 911 und die S-Version des Diesel-Cayenne zu bestaunen sein, zum anderen soll eine aufgehübschte Version des S-Klassen-Schrecks Panamera für Aufsehen sorgen.

Aus dem hohen Norden bringt Volvo seinen V40 Cross Country mit nach Frankreich. Der geländegängige Kompakte soll auf dem Premium-Markt angreifen. Wesentlich kürzer, aber nicht minder interessant ist die Präsentation des Adam von Opel. Der Konkurrent des Volkswagen Up und seiner Derivate soll mit einer Länge von 3,70 Meter und einem Radstand von 2,31 Meter genügend Platz für vier Personen bieten. Die Messe ist vom 29. September bis zum 14. Oktober geöffnet.

Press-Inform / pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.