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Peugeot 407 2.0 HDi 135: Frischgemachtes Haifischragout

Bevor in wohl zwei Jahren der aktuelle Peugeot 407 als 408 ein neues Grunddesign bekommt, wird er jetzt noch einmal sanft aufgefrischt. Ein wenig Facelift und ein Euro-5-Diesel sollen ihn noch einmal pushen.

Seit 2004 ist der 407 mit der aktuellen Form unterwegs: breites Haifischmaul, schmale lange Scheinwerfer und schnittige Linienführung. Und er hat für die anderen Baureihen der Franzosen die Designlinie vorgelegt. Peugeot hat mittlerweile über praktisch alle wichtigen Modelle ein unverwechselbar eigenes Gesicht. Die Gefahr dabei: Man sieht sich mit der Zeit auch daran satt. Entsprechend hat der Mittelklasse-Peugeot zunehmend zu kämpfen gegen seine jüngeren Konkurrenten. Das beste Verkaufsjahr für den 407 war mit 18.052 Einheiten denn auch 2005.

Mit einer sanften Modellpflege will Peugeot nun wieder etwas Schwung in die 407er Familie bringen. Allerdings ist diese Modellpflege zumindest optisch so dezent ausgefallen, dass ihre Wirkung leicht verpuffen könnte. Man muss schon sehr genau hinschauen und den Vorgänger gut kennen, um die Unterschiede im Design von Limousine und SW-Kombi tatsächlich auszumachen. Das Coupé bleibt ohnehin äußerlich unverändert.

Leichte Retuschen gab es am nach wie vor riesigen Frontgrill und an den Stoßfängern. Den Grill zieren nun neben den verchromten Längs- auch ebensolche Querstreben. Die in der Wagenfarbe lackierten seitlichen Schutzleisten bekamen jeweils eine schmale Chromleiste verpasst. Zu den Parksensoren hinten kommen im aktualisierten 407 als Option auch vier integrierte Sensoren in den vorderen Stoßfängern.

Heckansicht

Am Heck gaben die Designer dem 407 einen neuen Diffusor und neue, markantere Rückleuchten mit, die nun etwas wuchtiger wirken. Waren die Rückleuchten bisher komplett rot eingefärbt, so setzen nun die mittig integrierten Rückfahrleuchten und Blinker weiße Akzente. Beim SW erscheinen die Rückleuchten in LED-Optik. Oben bekamen die hinteren Stoßfänger eine Rammschutzleiste, ebenfalls mit Chromverzierung. In der Länge legte die Limousine um 15 auf nun 4,69 Meter zu, der SW um zwei Millimeter auf 4,77 Meter.

Innen glänzt das Armaturenbrett wie gehabt in Klavierlack. Neue Dekore, Bezugsstoffe und Farbkombinationen sorgen für ein noch einmal aufgewertetes Ambiente. Diverse Drehknöpfe und Tasten sind nun in Chrom gefaßt. Laut Peugeot wurde auch die Klimaautomatik verbessert - bei den tropischen Sommertemperaturen während unserer ersten Ausfahrt gab es daran auch keinen Zweifel. Die Temperatur läßt sich nun präziser einstellen und wird schneller erreicht.

Wenig geändert hat sich - von einer Ausnahme abgesehen - auch bei den Motoren. Für den 407 bietet Peugeot vier Diesel- und vier Benzinaggregate an. Die Palette reicht dabei von 80 kW/109 PS bis hin zu 155 kW/211 PS im V6. Die am meisten georderte Variante ist die mit dem 2.0-Liter Diesel-Motor: 2007 entschieden sich 51 Prozent der 407-Kunden für ihn.

Spätherbst

Ab dem Spätherbst gibt es genau diesen Motor noch einmal deutlich modifiziert - und sauberer. Er erfüllt bereits die Euro-5-Norm, die offiziell erst 2009 in Kraft tritt. Mit diversen Modifikationen an der Einspritztechnik erhöhten die Peugeot-Ingenieure seine Leistung um vier PS auf nun 103 kW/140 PS. Gleichzeitig ging der Verbrauch von derzeit 5,9 Liter auf 100 km leicht zurück und kommt voraussichtlich auf einen Schnitt von 5,6 Liter. Das entspräche einem CO2-Ausstoß von noch 150 g/km.

Beim Fahren merkt man von den vier PS mehr naturgemäß nicht viel. Aber auch so zieht der Turbodiesel die gut zwei Tonnen schwere Limousine gut voran. Ein Drehmoment von über 320 Nm sorgt schon dafür. Überholen und Bergfahrten sind auch mit dem modifizierten Motor kein Problem. Entspanntes Cruisen ist eine Domäne des 407. Dazu tragen auch die knackige Sechsgangschaltung und die präzise Lenkung bei.

Wenig geändert hat sich ebenfalls bei den Preisen. Sie beginnen für die Limousine bei 22.650 Euro (1.8-Liter-Benziner). Der Kombi startet bei 23.450 Euro und das Coupé bei 30.350 Euro. Wer sich für die Platinum-Ausstattung und ein paar zusätzliche Extras entscheidet, der hat allerdings auch keine Mühe, die 40.000-Euro-Marke zu knacken.

Jürgen Wolff / pressinform / PRESSINFORM
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