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Renault Scenic: Die coolste Familienkutsche gibt es für kleines Geld

20-Zoll-Designräder, Ledersessel mit Massagefunktion und ein Kühlfach: Der neue Scenic sieht umwerfend aus und verwöhnt seine Passagiere. Da darf es auch ein wenig holpern.

Renault Scenic TCe 130 - 4,40 Meter lang

Renault Scenic TCe 130 - 4,40 Meter lang

Der Renault Scenic hat das Zeug zum Star. Schon viele wollten den Minivan vom Ruf des Baby-Bombers befreien und ihn zum luxuriösen Reisemobil umstylen - richtig gelungen ist die Operation bis jetzt noch keinem. Außer eben dem Renault Scenic. Mit überschaubaren 4,40 Metern Länge bietet der Scenic wie sein größerer Bruder Gran Scenic eine Menge Autoprunk auf. Eine gigantische Frontscheibe, riesige 20-Zöller, eine hohe Gürtellinie und viele kleine Einfälle – da ist in der Klasse der rollenden Brotdosen schon spektakulär.

Schick aber etwas holprig 

"Wir wollen mit den 20-Zöllern SUV-Kunden davon überzeugen, dass auch ein Van stylish sein kann", sagt Delphine de Andria, Produktdirektorin für die Renault-Kompaktfahrzeuge. Es zeigten sich aber auch Probleme. Die 20-Zöller sehen nach automobiler Oberklasse aus. Damit der Rollwiderstand nicht allzu groß wird, fallen sie jedoch schmal aus, das führt zu spürbaren Einbußen im Komfort. Außerdem wankt das hochbeinige Fahrzeug. Ein Detail, das Renault mit anderen Pneus allerdings noch beheben kann.

Wer keine sportlichen Ambitionen hat, kommt schon mit dem 132 PS starken Scenic TCe 130 Benziner gut zurecht. Laufruhig, wenn auch nicht temperamentvoll beschleunigt er von 0 auf Tempo 100 in 11,4 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von guten 195 km/h. Anstatt mit dem Normverbrauch von 5,8 Litern sollte man mit der Acht-Liter-Marke rechnen. Die Verarbeitungsqualität im Innenraum ist in Ordnung, reicht aber nicht an die Klassenbesten heran. Prächtig sind dagegen die breiten Ledersessel mit Massagefunktion. 

Wer jedoch ausgewachsene Kinder im Fond unterbringen möchte, sollte sich für den Grand Scenic entscheiden - sieben Zentimeter mehr Radstand sorgen für deutlich mehr Kniefreiheit in der zweiten Reihe. Der Kofferraum fasst 506 Liter und lässt sich durch Umklappen der Rückbank auf bis zu 1.554 Liter erweitern. Klappt man auch noch den Beifahrersitz um, dann passen Gegenstände bis zu 2,61 Metern in den Scenic. Das Ganze geschieht auf Knopfruck und ohne Verrenkungen im Laderaum.

Attraktive Preise

Die Preise starten bei 19.900 Euro. Wer nicht allzu viel fährt und auf den Diesel verzichten kann, sollte beim 132 PS starken Scenic TCe 130 in Linie Intens zugreifen. Der kostet 25.090 Euro und bringt Navigationssystem, Klimaautomatik, Einparkhilfe vorne und hinten, abblendbare Spiegel sowie ein Basispaket an Fahrerassistenzausstattungen mit. Listenpreise sind bei Renault eher Anhaltspunkte. Der neue Scenic wird also sehr viel Schick und Ausstattung für überschaubare Kosten bieten.

Einen ausführlicheren Artikel finden Sie hier:

Mit MID und Pressinform
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.