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Saab 9-X Air Concept: Luftige Sache

Sieht so das nächste Saab-Cabriolet aus? Auf dem Pariser Salon zeigen die Schweden nun ihre Studie 9-X Air Concept - sie transferiert das Design der viel beachteten Studie Saab Turbo X in ein Cabriolet.

Wer an Saab denkt, der denkt auch an die charismatischen Cabriolets vom Typ 900 oder 9-3. Sie haben die schwedischen Flugzeug-Nachfahren weltweit noch ein gutes Stück bekannter machten. Ihr erstes Cabrio feierten die Schweden vor einem viertel Jahrhundert. Auf dem Pariser Salon blickt der skandinavische GM-Ableger nun mit dem 9-X Air Concept in eine sonnige Zukunft.

Tolle Sache: Ähnlich einem Helmvisier ziehen sich die Scheiben rund um die Insassen herum und gehen in Höhe des hinteren Radlaufs in den Kofferraum über. Das Dach bekam von den Designern die Bezeichnung Canopy Top. Das nach dem Targadach-Prinzip entwickelte elektrische Faltverdeck ist eine Innovation im Cabrio-Design und von Saab zum Patent angemeldet - es ist weder traditionelles Faltdach noch klassisches Cabrio-Verdeck.

Aus Gründen der Gewichts- und Platzersparnis besteht das Canopy Top aus Stoff. Wird es elektrisch geöffnet, faltet es sich dreifach zusammen und verschwindet unter einer Abdeckung im Kofferraum. Die Heckscheibe zwischen den C Säulen fährt dazu zeitweise automatisch in die Abdeckung, damit das Canopy Top problemlos verstaut werden kann. Anschließend kehrt die Scheibe in ihre ursprüngliche Position zurück und sorgt mit dem Glashaus-Effekt für angenehmen Oben-ohne-Fahrspaß und mehr Komfort ohne die normalerweise spürbaren Luftverwirbelungen - ein Windschott wird dadurch überflüssig.

Möglich wird dies durch die Kombination mit einem aktiven Windabweiser am oberen Frontscheibenrahmen. Durch die Trennung von Heckscheibe und Verdeck entsteht außerdem eine größere rückwärtige Glasfläche als dies bei einem traditionellen Softtop mit integrierter Scheibe möglich wäre.

Bruch mit Konventionen

Einen Bruch mit Design-Konventionen stellt das große Gepäckfach des 9 X Air Concept dar. Es funktioniert ohne Kofferraumdeckel und gleitet unter der Heckleuchteneinheit hervor. Dank eines Federmechanismus fährt das System auf Rollen heraus, benötigt keine elektrische Unterstützung und spart so zugleich Gewicht. Zum Unterbringen kleinerer Utensilien befindet sich unter dem Rollfach ein zusätzliches, separates Abteil.

Die prominenten C-Säulen krümmen sich bogenförmig nach oben, um so dem faltbaren Dach entsprechenden Halt zu geben. Ähnlich wie beim BMW 6er Cabriolet, das über ein Finn-Stoffdach verfügt, lässt sich auch beim offenen Saab die Heckscheibe elektrisch versenken. Bei geschlossener Mütze zieht sich die Dachlinie bis weit in das abfallende Heck. Von vorn zeigt das 9-X Air Concept große Parallelen zur Designstudie des Saab 9-X BioHybrid Concept.

"Wie der 9-X BioHybrid Concept steht auch dieses Auto für Effizienz bei Design und Leistung - und dies gilt natürlich insbesondere für das Canopy Top", betont Anthony Lo, unter dessen Leitung das Design Team den 9-X Air Concept entwickelte. "Es vereint viele wichtige Vorteile in punkto Gewichtsersparnis und Packaging und gibt uns zugleich die Möglichkeit, Cabrio-Design im speziellen und progressiven Saab Stil weiterzuentwickeln."

Angetrieben wird das Cabriolet von einem 1,4 Liter großen Vierzylinder mit Turboaufladung und Hybridkomponenten. Mit E85-Kraftstoff im Tank liefert der Motor je nach Treibstoffart zwischen 125 kW/170 PD und 147 kW/200 PS. Er beschleunigt von Null auf Tempo 100 in 8,1 Sekunden. Der CO2-Ausstoß liegt bei 107 Gramm pro Kilometer.

Stefan Zaumseil / pressinform / PRESSINFORM
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.