VG-Wort Pixel

Offroad-Camping Kuckoo Camper Bruno – stilvoller Abenteuer-Wohnwagen aus Deutschland

Bruno ist offen für die Umwelt.
Bruno ist offen für die Umwelt.
© Kuckoo Camper / PR
Klein, wendig und gar nicht mal so teuer: Mit dem Bruno ist man für das Offroad-Abenteuer gerüstet.

Campen ja, aber bitte nicht mit dem Yoghurt-Becher-Aussehen klassischer Wohnwagen und Wohnmobile. Kuckoo Camper, eine Firma aus Löchgau in Baden-Württemberg bietet nun in Deutschland einen geländegängigen Mini-Anhänger an.

"Bruno" ist weit kleiner als ein klassischer Wohnwagen. Typisch für diese Klasse ist, dass sich das Camperleben im Wesentlichen außerhalb des Hängers abspielt. Er ist gewissermaßen nur eine Basis-Station und kein rollendes Mini-Appartement. Die Idee gibt es schon lange, Kuckoo Camper hat sich allerdings von der klassischen windschlüpfrigen Teardrop-Form verabschiedet und einen eckigen Box-Aufbau gewählt. Auch ist die Küche nicht wie sonst üblich im Heck untergebracht, sondern wird seitlich ausgezogen.

Eckig und praktisch 

Der Vorteil der eckigen Bauweise ist die bessere Ausnutzung des Raumes bei gleicher Fläche. Außerdem hat Bruno ein ebenes Dach, welches als Terrasse oder aber als Ladefläche für eine Dachbox oder ein Surfbrett genutzt werden kann. Die geraden Formen machen es möglich, den Camper aus dem natürlichen Material Holz herzustellen und dennoch relativ günstige Preise aufzurufen, da die Bauteile millimetergenau von einer normalen computergesteuerten Fräse aus Platten hergestellt werden können.

Sehen Sie im Video: Mit diesen Apps gelingt der Camping-Urlaub.  

Mit diesen Apps gelingt der Camping-Urlaub

Grundsätzlich ist ein Mini-Anhänger zwar eher etwas für sonniges Wetter. Bei Bruno ist das Küchenmodul aber auch von innen zugänglich, wenn das Wetter einmal nicht mitspielt. Ein großer Vorteil ist das geringe Leergewicht von 530 Kilogramm. Das zugelassene Gesamtgewicht liegt bei 750 Kilogramm, der Hänger kann aber auch auf bis zu 1300 Kilogramm aufgelastet werden. Diese Gewichtsklasse führt dazu, dass jeder Fahrer Bruno an den Haken nehmen kann. Ein spezieller Führerschein für Anhänger ist nicht notwendig, solange das Gesamtgewicht des Gespanns 3,5 Tonnen nicht übersteigt. Mit so einem kleinen Camper muss das Zugfahrzeug nicht übermäßig motorisiert sein. Zumindest solange man sich auf geschlossener Fahrbahn bewegt. Werden die martialischen Militär-Reifen auf einer feuchten Wiese ausgereizt, wäre es ein kräftiger Allradler von Vorteil.

Echtes Holz statt Plastik

Brunos Innenraum besteht aus geöltem Echtholz und nicht aus Folien mit Holzdekor. Das sorgt schon ab Werk für eine kuschelige Atmosphäre, wie man sonst nur von Individual-Ausbauten kennt. Die Bauweise aus Holz macht es zudem einfach, den Innenausbau den eigenen Wünschen entsprechend zu verändern. Klug angebrachte Ablagen und drei Mini-Schränke bieten Platz für das Nötigste. Die großzügigen Fenster bestehen aus Echtglas und führen zu einem lichten Innenraum.

Das Fahrzeug ist mit Deichsel 4,45 Meter lang, 1,85 Meter hoch und 1,94 Meter breit. Mit Bruno ist also nur echtes "Abenteuer"-Camping möglich, es ist kein Ersatz für ein Appartement. Das Leben findet rund um den Camper statt. Entweder im Freien oder unter einem Vorzelt und einer Markise. Der Innenraum dient nur als Schlaf und Kuschelplatz, denn er verfügt über keine Stehhöhe. Die Außenhülle ist mit Epoxidharz und Glasfaser überzogen, darüber wurde eine PU-Beschichtung aufgetragen. Das heißt: Bruno sollte einiges wegstecken können und dürfte streifende Äste locker aushalten.

Reisen statt wohnen

Modelle wie Bruno richten sich an Camper, die sich als Reisende verstehen. Für den Dauercamper mit eingezäunter Parzelle ist so etwas nichts. Die Mini-Anhänger sind eine günstige Alternative zu den motorisierten Campern auf Basis eines Busses oder eines Kastenwagens.

Viele Campingbegeisterte schwören auf den Selbstausbau eines alten Busses. Doch hier muss man immer mit Rost und der alternden Technik kämpfen. Wer nichts selbst schrauben und schweißen kann, versenkt im Laufe der Jahre häufig mehr Geld in die Instandsetzung, als er für das Schätzchen beim Kauf bezahlt hat. Bruno hingegen passt in jede Garage. Außer Bremsen und Leuchten gibt es keine TÜV-relevante Technik.

Preiswerte Alternative zum Van-Life

Einzige Voraussetzung: Der Pkw muss über eine Anhängerkupplung verfügen. Natürlich macht ein Defender als Zugwagen mehr her, aber man kann Bruno auch hinter einen Golf oder Zafira spannen. Durch die im Vergleich zu einem klassischen Wohnwagen kleinen Dimensionen lässt sich das Gespann deutlich entspannter bewegen.

Dazu bringt auch ein Mini wie der Bruno den klassischen Vorteil eines Hängers mit. Hat es sich ein Wohnmobil auf dem Platz erst mal mit Stühlen und Vorzelt gemütlich gemacht, kann es so einfach nicht mehr bewegt werden. Bruno hingegen wird abgekoppelt und man bleibt weiter mit dem Zugfahrzeug mobil. Einziges Problem dürfte in Deutschland der Stellplatz sein. Denn ein Camper wie Bruno schreit nach dem Stehen in freier Natur oder nach sehr großzügigen Campingplätzen mit viele Fläche. So etwas ist hierzulande selten.

Die Preise starten bei fairen 14.990 Euro. Dazu können weitere Module geordert werden. Eine Solaranlage mit Wechselrichter, eine Markise und ein Fahrradträger auf der Deichsel und eine Außendusche sind im Angebot.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker