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Ungewöhnliche Werbemaßnahmen: Image ist alles

Die Autohersteller werden immer einfallsreicher, wenn es um die Werbung für ihre eigenen Produkte geht. Der eine Hersteller bietet Chalets in den Alpen, andere Tapezieren ganze Felder oder fliegen auf den Marken-Mond.

Audi-Werbeaktionen im Winter

Audi-Werbeaktionen im Winter

Als ob die anderen Sportarten nicht schon werbeverseucht genug wären. Für die meisten Skisportler scheint die Werbung auf Helm, Skiern, Schuhen, Pulli und Mütze wichtiger zu sein, als der Ausgang des Rennens selbst. Nahrungsergänzungen, Urlaubsziele, Herrenausstatter, Kopfschmerztabletten, Schokolade oder Sonnenbrillen - kaum ein Bereich findet sich nicht auf den zugekleisterten Sportlerkörpern wieder. Die Autohersteller lassen es in diesem Umfeld zumeist noch etwas imposanter angehen. Im alpinen Weltcup setzen viele Nationalmannschaften auf die allradgetriebenen Quattro-Modelle von Audi. Wenn mehr Platz benötigt wird, kommt ein VW Transporter mit Allradantrieb und opulenten Werbeaufdrucken gerade Recht. Gegenspieler BMW ist insbesondere im Biathlon aktiv und stellt seine Produkte wirksam neben Schießscheiben und Starthäuschen, so dass die Sportler nahezu zu werbefinanzierten Marionetten verkommen.

Image ist alles
Audi-Werbeaktionen im Winter

Audi-Werbeaktionen im Winter

Gerade die stimmungsvolle Winterzeit haben viele Hersteller für ihre imageträchtigen Werbemaßnahmen auserkoren. Dabei ist es mit sportlichen Großveranstaltungen an sich längst nicht mehr getan. Viele Fünf-Sterne-Hotels haben mittlerweile Kooperationen mit dem ein oder anderen Autohersteller der Premium- oder Luxusliga. Und wenn man in einer Mercedes G-Klasse, einem Audi Q7 oder einem Porsche Cayenne am winterlich verschneiten Flughafen abgeholt wird oder das Hotel nur allzu gerne eine morgendliche Spritztour mit 4x4-Technik anbietet, macht der Urlaub ohne Parallelschwung und Saunaentspannung noch einmal so viel Spaß.

Wie man das Ganze noch etwas schicker präsentieren kann, zeigt die Luxusfirma Bentley. Die umtriebigen Briten, die zum Anfang des Jahres das neue SUV-Prunkstück Bentayga auf den Markt bringen, haben im elitären Tiroler Skiort Kitzbühel ein Haus zum Bentley-Mekka gemacht. Die Bentley Lodge Kitzbühel im Herzen der Stadt ist mit Einrichtungsgegenständen versehen, die man auch aus Modellen wie Mulsanne, Continental oder Flying Spur kennt. "Die Einrichtung jedes unserer Autos ist mit den feinsten Lederarten, Hölzern und weichen Teppichen ausgestattet", sagt Regional-Direktor Robert Engstler, "all diese Materialien können unser Kunden aus erster Hand auch in unserer Bentley Lodge in Kitzbühel erkunden." Die heutige Lodge wurde im Bentley-Gründungsjahr 1919 erbaut und diente ehemals den lokalen Förstern als karge Herberge. In Kooperation mit dem lokalen Hotelier Richard Hauser lässt sich die Bentley Lodge mit ihren vier Zimmern für Partys und Anlässe jeder Art buchen - Skispaß inbegriffen.

In einer ähnlichen Richtung ist der Daimler-Konzern unterwegs. In Kooperation mit der Frasers Hospitality Group, einem internationalen Anbieter von Luxus-Appartements, stieg Mercedes in den Markt der Premium-Business-Appartements ein. Unter "Mercedes-Benz Living @ Fraser" können in einem Pilotprojekt seit Herbst sechs Appartements in London gebucht werden, die von der Mercedes Style-Abteilung gestaltet wurden. Anfang nächsten Jahres folgen weitere neun in Singapur. Ebenso wie bei Bentley in Kitzbühel soll hierdurch der Mercedes-typische moderne Luxus soll in einer neuen Dimension erlebbar werden. Abgeleitet vom Interieur-Design der aktuellen Fahrzeuge haben die Designer die Inneneinrichtung der 50 bis 100 Quadratmeter großen Wohnungen zusammen mit Experten für Hospitality-Interieur entworfen. Die Innenarchitektur folgt konsequent der Mercedes-Benz Designphilosophie der sinnlichen Klarheit. Gemeinsam mit den Partnern Burmester und Swarovski sind individuelle Einrichtungskonzepte mit dem für Mercedes typischen Komfort und der gewohnt hohen Material- und Verarbeitungsqualität entstanden. "Immer mehr Menschen sind permanent unterwegs. Sie leben und arbeiten in fremden Städten und suchen dort ein Gefühl von Zuhause und Geborgenheit", so Wilfried Steffen, Leiter der Mercedes-Abteilung Business Innovation.

Audi bietet im edlen Verbier eine umfangreiche Kooperation mit dem betont jungen W-Hotel an, während der alpine Skiweltcup von Ende Oktober bis in den März hinein sich bisweilen als Ingolstädter Stadtmeisterschaften präsentieren. Audi bietet zum Beispiel zahlreiche winterliche Roadtrips zu den schönsten Zielen der Schweiz an. Und wenn die Berge oder Welt nicht mehr reichen, dann darf es gerne zwei Nummern größer sein. Der ausgeschiedene Audi-Marketingvorstand Luca de Meo präsentierte im Sommer auf den Cannes Innovation Days im Rahmen des Festivals an der Cote d‘ Azur einen Audi-Trip zum Mond. Gemeinsam mit der Agentur Thjnk überstützen die Ingolstädter das deutsche Bewerberteam zum Google Lunar X-Prize, wobei ein kleines Fahrzeug auf den Mond transportiert werden soll, der dort mindestens 500 Meter fährt und Bilder zur Erde schickt. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass ein solches Fahrzeug in den nächsten zwei Jahren auf dem Mond mit Quattro-Allradantrieb und vier Ringen unterwegs sein könnte. Vorsprung durch Technik einmal anders.

Bevor es in die Luft geht, konnte sich Mini in diesem Herbst effektvoll in Szene setzen. Mitte Oktober bot Mini Reisenden am Münchner Flughafen an, mit einem blauen Mini-Fünftürer direkt vom Gate zur Maschine gefahren zu werden. Eigene Markenpromoter sprachen Lufthansa Passagiere gezielt an ausgewählten Gates im Terminal 2 des Flughafens München an, ob sie im Mini statt im Bus zum Flugzeug gefahren werden wollen. Die Gefahrenen durften zudem als Erste boarden. Selbst wenn es nicht zum Mond ging mehr als eine Versuchung - mit oder ohne Schnee.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.