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VW Multivan: Flotte Lampen für den Familientraum

Durch kosmetische Feinarbeit und eine neue Motorenpalette verhilft VW der fünften Generation des Multivan zu neuer Frische. Billiger wurde der praktische Wagen allerdings nicht.

Durch kosmetische Feinarbeit und eine neue Motorenpalette verhilft VW der fünften Generation des Multivan zu neuer Frische. Erstmals ist die Großraumlimousine außerdem mit Doppelkupplungsgetriebe zu haben. Der Nachfahre des legendären Bulli steht mit markanterem Gesicht und sparsamen 2,0-Liter-Motoren ab 16. Oktober zu Preisen von unter 30.000 Euro bei den deutschen Händlern.

Das Motorenprogramm bringt zweierlei Neuerungen: Statt Vier- und Fünfzylindermotoren werden nur noch Antriebe mit vier Zylindern eingesetzt. Außerdem werden die Dieselmotoren ab sofort alle nach dem Common-Rail-Prinzip mit Kraftstoff versorgt. Das VW-eigene Pumpe-Düse-System hat ausgedient, wodurch die Motoren deutlich an Laufruhe gewinnen und die Geräuschemissionen sinken. Zudem reduziert sich der Kraftstoffverbrauch gegenüber den Vorgängermodellen um bis zu 20 Prozent.

Das Aus für die Rumpeldüse

Die neuen 2,0-Liter-Turbodieselmotoren werden in vier Leistungsstufen 62 kW/84 PS, 75 kW/102 PS, 103 kW/140 PS und 132 kW/180 PS angeboten. Verkaufsstärkster Antrieb wird nach Ansicht von VW die 102 PS-Variante sein. Dieser Vierzylinder hat genügend Power, um die Großraumlimousine angemessen flott in Schwung zu bringen. Ist der Multivan erst einmal ins Rollen gekommen, kann mit dem Motor selbst auf der Autobahn eine für eine große Familie angemessene Reisegeschwindigkeit erreicht werden. Obwohl der Antrieb nur an ein Fünfgangschaltgetriebe gekoppelt ist, können höhere Geschwindigkeiten auch über längere Strecken gefahren werden, ohne dass es allzu laut wird. Die Preise starten bei rund 32.000 Euro, womit diese Motorvariante für Familien ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet. Angesichts der mageren Grundausstattung sollte der Interessent daran denken, dass ein gemütlich ausgestatteter Multivan schnell die 40.000 Euro Marke erreicht.

Etwas mehr Muskeln lässt der 103 kW/140 PS Motor spielen und bewältig damit auch eine ordentliche Anhängelast von bis zu 2 500 Kilogramm. Besonders viel Fahrfreude kommt auf, wenn man das serienmäßige Sechsgangschaltgetriebe durch das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe ersetzt. Für einen Aufpreis von rund 2 100 Euro erleichtert die Schaltbox nicht nur die Arbeit des Fahrers, sondern spart auch Sprit und sorgt durch das Schalten ohne Zugkraftunterbrechung für schnelles und komfortables Fortkommen.

Der vorerst einzige Benziner im Programm ist der 85 kW/115 PS starke 2,0-Liter-Ottomotor. Der schluckfreudige V6 erhält aufgrund zu geringer Nachfrage keinen Nachfolger, doch wird Ende 2010 oder Anfang 2011 ein leistungsstarker 2,0-Liter-TSI-Motor das Angebot vervollständigen.

Allrad modernisiert

Neben dem Motorenprogramm hat Volkswagen Nutzfahrzeuge auch den Allradantrieb modernisiert. Das ab Dezember verfügbare elektronisch gesteuerte 4-Motion-System kann die vom Motor kommende Kraft bis zu 100 Prozent auf die Hinterräder leiten. Der 4x4-Antrieb bleibt jedoch den beiden stärkeren Selbstzündern vorbehalten. In Kombination mit DSG gibt es 4-Motion nur mit dem Topmotor, dem 180 PS starken Biturbo-Diesel. Dann werden allerdings deutlich über 50 000 Euro fällig, was für eine kinderreiche Familie doch etwas viel Geld sein dürfte.

Optisch ist der neue T5 vor allem an der veränderten Frontpartie zu erkennen. Diese zeichnet sich nun durch das neue VW-Gesicht mit einem etwas aggressiveren Blick aus. Die Scheinwerfer sind gewachsen, haben schärfer gezeichnete Ecken und laufen zur Fahrzeugmitte hin spitz zu. Die beiden Chromlamellen des schmalen, über die gesamte Fahrzeugbreite gezogenen Kühlergrills setzen sich noch bis unters Klarglas der Frontleuchten fort. Neu ist auch das Design der Nebelscheinwerfer, die nun auch als Abbiegelicht funktionieren. Am Heck hat VW an den Rückleuchten Hand angelegt. Außerdem wurden die Außenspiegel sowie die Leichtmetallfelgen neu gestaltet.

Auch der Innenraum erscheint im neuen Design. Die Rundinstrumente sind jetzt mit Chrom eingefasst, außerdem gibt es ein neues Dreispeichenlenkrad. Die erweiterte Ausstattungsliste umfasst nun erstmals einen Spurwechselassistenten und eine automatische Reifenkontrollanzeige. Auch bei der Ausstattung hat Volkswagen Nutzfahrzeuge Hand angelegt. Premiere feiern die serienmäßigen Komfortsitze sowie die optionale und neu entwickelte Servolenkung mit geschwindigkeitsabhängiger Steuerung. Nur gegen Aufpreis gibt es Klimaanlage und Radio. Dafür ist zur Sicherheit der Passagiere ESP und eine Warnblinkfunktion der Bremslichter im Falle einer Notbremsung stets mit an Bord.

Sabine Stahl/MID / MID

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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