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MAZDA RX-8: Fossil mit Zukunft

Einzig die Autobauer von Mazda halten bis heute am Konzept des Wankelmotors fest - und schicken jetzt einen neuen Sportwagen ins Rennen.

Was heute unter den Motorhauben der Republik klötert, wird im Fachjargon Hubkolbenmotor genannt. Dabei gab es vor gut dreißig Jahren durchaus eine Alternative: Felix Wankels Kreiskolben-Triebwerk. Einzig die Autobauer von Mazda halten bis heute an dem Konzept fest - und schicken gar einen neuen Sportwagen ins Rennen.

Der Clou unter der Haube

Was 1999 auf der Tokyo Motor Show ins Rampenlicht der automobilen Fachwelt rollte, hatte wenig mit einer Sensation zu tun. Ein kompakter Sportwagen mit gefälligen, aber gewagten Formen und der wenig erotischen Bezeichnung »RX-EVOLV«. Der Clou rotierte auch schon damals unter der flachen Motorhaube: ein Wankelmotor.

Neuer Glanz fürs alte Eisen

Schnell war klar, da gedeiht ein Nachfolger für den Wankel-Sportler RX-7. Mazda stellte den Verkauf des Kreiskolben-Exoten 1995 in Deutschland ein. Für Sicherheit sorgte schließlich der Genfer Autosalon 2002. Da enthüllten die sturen Autobauer aus Asien den beinahe serienreifen RX-8. Am hektischen Kritzeln der Autojournalisten war abzulesen, dass der schicke Flachmann mit dem fossilen Triebwerk einem alten Eisen zu neuem Glanz verholfen hatte.

Es fehlte der Mut

Nachdem 1969 der letzte NSU Ro 80 vom Band gewankelt war, galt die Karriere des Kreiskolbenmotors in unseren Breitengraden für beendet. NSU wurde in die Auto-Union eingegliedert und im Zuge der Ölkrise fehlte der Mut, in neue Techniken zu investieren. Der RX-8 zielt genau auf diese europäische Marktlücke.

»Freestyle« Türen

Neben dem 250 PS starken Zweischeiben-Wankelmotor (Werksname RENESIS) überzeugt der flunderflache RX8 durch sein markantes Design mit den schmalen Mandelaugen und die ungewöhnliche Anordnung der Türen. »Freestyle« nennt Mazda die Idee, einen Viertürer ohne Mittelsäule zu bauen. Um auch die hinteren Türen öffnen zu können, sind diese am Heck angeschlagen. Vollkommen geöffnet erinnert der RX-8 an einen Schmetterling mit ausgeklappten Flügeln.

Im Innenraum dominierte bei den bisher veröffentlichten Aufnahmen noch poliertes Aluminium und schwarzes Leder. Die edlen Komponenten werden auf dem Weg zu einer Serienproduktion wohl ebenso Federn lassen müssen, wie die minimalistischen Sportsitze.

250 PS aus einem Kreiskolben

Gänzlich unangetastet wird dagegen der RENESIS-Kreiskolbenmotor den Weg zur Kundschaft finden. Den jüngsten Wankel-Ableger zeichnen neben den üblichen Vorteilen (einfache Bauweise, geringes Gewicht und flache Bauweise) auch Tugenden aus, die bisher nur den »Hubkolbern« vorbehalten waren. Der Mazda-Kraftzwerg packt locker die Abgasnorm Euro 4 und soll deutlich haltbarer sein als seine Vorgänger. Und dann arbeiten die japanischen Techniker noch an einem Problem, das eigentlich gar keines ist. Der surrende Turbinensound des Kreiskolbenmotors soll weg. Was sportlich aussieht, muss auch sportlich klingen, heißt es aus dem Hause Mazda. Schade eigentlich.

Jochen Knecht

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.