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Papp-Limousine von Lexus: Dieses Auto wächst auf Bäumen

Nachwachsende Rohstoffe spielen bei der Produktion von Autos zunehmend eine Rolle. Mit dem Papier-IS stellt Lexus ein Auto vor, das der Inbegriff des Öko-Mobils werden könnte. Einziger Haken: Serienfertigung höchst unwahrscheinlich.

Macht sich gut in der Garage

Macht sich gut in der Garage

Ziel der meisten Konzeptstudien ist die Demonstration der eignen Innovationskraft. Häufiges Motto dabei: "höher, schneller, weiter". Lexus beweist mit der Papierkopie der aktuellen IS-Limousine, dass es auch anders geht.

Worum geht es?

Der Origami-Lexus ist weder wetterfest, noch alltagstauglich. Das Fahrzeug verfügt nach Angaben der Herstellers zwar über einen Elektromotor, der dürfte allerdings lediglich zum Rangieren des Papier-Ungetüms auf Messen dienen.

Abrollkomfort? Fehlanzeige!

Abrollkomfort? Fehlanzeige!

Das eigentliche Ziel des Pappautos ist eine Mischung aus Machbarkeitsstudie und Kunstprojekt. Diese Art der Konzeptstudie ist bei Lexus üblich - werbewirksam in Szene gesetzt. Erst kürzlich haben die Japanern mit der Studie eines Magnetschwebeboards für Aufmerksamkeit gesorgt. Alltagstauglichkeit und praktischer Nutzen auch hier gleich Null.

Umsetzung

Lexus hat für die aktuelle Studie das Londoner Unternehmen Scales& Models beauftragt. Fünf Mitarbeiter haben dort in dreimonatiger Arbeit die Mittelklasse-Limousine vermessen und aus Pappe nachgebildet. Das Technik-Labor wurde dabei kurzzeitig zur Produktionsstätte umfunktioniert. Für die Nachbildung wurden  1700 Schichten Pappe per Lasercutter ausgeschnitten. Die Papp-Rohlinge sind jeweils 10 Millimeter stark. Jede Schicht hat ihre eigene Referenznummer. Zusammengesetzt wurden die fertig zugeschnittenen  Pappschichten auf einem Chassis aus Aluminium und Stahl. Schicht für Schicht umweltfreundlich verleimt. Abgesehen von dem Chassis ist nahezu alles aus Pappe gefertigt.

Auch Sitze und Lenkrad wurden aus Pappe gerfertigt

Auch Sitze und Lenkrad wurden aus Pappe gerfertigt


Neben der Nachhaltigkeit ist die Detailtreue ein wichtiger Teil der Arbeit gewesen. Die Türen lassen sich öffnen, die Sitze sind ebenfalls aus Pappe nachgebaut – Sitzkomfort vermutlich Fehlanzeige. Sogar die Reifen sind aus vielen Schichten Pappe zusammengesetzt, das ist ein weiterer Hinweis darauf, dass die "Fahrdynamik" sicherlich zu wünschen übrig lässt.

Neu ist die Idee mit dem Auto aus nachwachsenden Rohstoffen allerdings nicht. Ford hat bereits in den 1940er Jahren ein Auto mit Karosserieteilen aus Hanf vorgestellt. 

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