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Spezielle Nutzung: Carsharing – warum mieten Japaner Autos und bewegen sie dann nicht?

Carsharing-Firmen in Japan fällt auf, dass immer mehr Kunden ein Auto mieten, es aber gar nicht fahren. Die Kunden haben anderes mit den Autos vor und sind ziemlich ausgefuchst. Die Carsharer sind dagegen ratlos, was sei gegen den Trend unternehmen können.

Wer hätte das gedacht? Der Parkplatz ist das Ziel.

Wer hätte das gedacht? Der Parkplatz ist das Ziel.

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Normalerweise mietet man ein Auto, weil man von A nach B kommen will. In Japan ist das nicht unbedingt der Fall, das zeigen Untersuchungen der Autovermieter. "The Asahi Shimbun" berichtet, dass immer mehr Wagen bezahlt werden, aber mit der Laufleistung Null zurückgegeben werden. "Wir hatten keine Vorstellung davon, wie sie unsere Fahrzeuge tatsächlich eingesetzt haben", sagte ein Sprecher der Carsharingfirma Orix. "Das Einzige, was wir wussten, war, dass unsere Daten eine Reihe von Leuten zeigen, die Autos mieten, ohne sie zu fahren."

Also befragten mehrere Gesellschaften ihre Kunden, um dem Mysterium auf die Spur zu kommen. Das Ergebnis sagt viel über das städtische Leben aus. Die Kunden hatten nicht etwa ihre Ziele kurzfristig geändert. Sie wollten überhaupt nichts Fahrbares haben. Doch der Mietwagen war die bequemste und schnellste Art mitten in der Stadt einen "Raum" zu bekommen.

Ein Kunde sagte, dass er Fahrzeuge mietete, um seinen Arbeitsplatz dort einzurichten. Jemand anders nutzt das Fahrzeug als Schließfach und deponiert dort Taschen und persönliche Gegenstände. Ein Dritter fand einfach keinen Platz in einem Restaurant in der Nähe. "Ich habe das Auto gemietet, um dort ein verpacktes Gericht zu essen, das ich in einem Lebensmittelladen gekauft habe." Gern wird auch geschlafen: "Manchmal kann ich beim Besuch meiner Kunden ein Nickerchen machen, aber ein Auto zum Schlafen zu mieten kostet nur ein paar hundert Yen (ein paar Euro)."

Platz ist auch im kleinsten Auto

Die Carsharing-Gesellschaft TT Docomo fand bei einer eigenen Kundenumfrage heraus, dass jeder achte Benutzer das Auto für einen anderen Zweck als den Transport gemietet hat. Die Leute mieteten Autos, um ungestört fernzusehen, Englisch zu üben und sogar für Gesichtsdehnungen. Die Studie schrieb verblüfft: "Die Leute nutzten unsere Fahrzeuge in anderer Hinsicht, als wir erwartet hatten."

Und diese Zahl steigt an. Offenbar spricht sich diese Nutzung herum. Für die Gesellschaften ist das ein Problem, denn in Japan basiert der Preis meist auf einer Grundgebühr und dann wird nach gefahrenen Kilometern abgerechnet. Dieses System hängt mit den permanenten Staus in Japan zusammen, in Deutschland wird meist nach Zeit und nicht nach Kilometern abgerechnet. Steht der Wagen in Japan, kostet er nur die Grundgebühr. Während der Fahrer an Bord schläft oder seinen Laptop aufschlägt, verdient der Vermieter nichts. Obendrein lassen viele Kunden den Motor wegen der Heizung und Klimaanlage im Stand laufen. Der Sprecher von Orix findet: "Wir glauben, dass es das Beste ist, wenn unsere Autos doch zum Fahren benutzt werden."

Quelle: The Asahi Shimbun

Ein blauer LKW zerschellt in einem Crashtest an einer massiven Stahlwand

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(