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DS 7 Crossback E-Tense: Elektrisch anders

Mit der Edelmarke DS will sich die PSA-Gruppe ein Stück des lukrativen Premiumkuchens sichern. Eine gewichtige Rolle bei diesem Vorhaben spielt der DS 7 Crossback, der jetzt in der E-Tense-Version als Plug-in-Hybrid um die Gunst der Käufer buhlt.

An einer 7,4 kW Wallbox ist die 13,2 Kilowattstunden Batterie des DS Crossback E-Tense nach 125 Minuten wieder gefüllt

An einer 7,4 kW Wallbox ist die 13,2 Kilowattstunden Batterie des DS Crossback E-Tense nach 125 Minuten wieder gefüllt

Der Premiummarke DS kommt eine wichtige Aufgabe im PSA-Konzern zu, da DS der Vorreiter bei der Elektromobilität ist. Ab dem nächsten Jahr wird jede Modellreihe ein elektrifiziertes Modell haben. Der DS 7 Crossback E-Tense 4x4 steht ebenso, wie der Opel Grandland X, der Peugeot 5008 II oder der Citroën C5 Aircross auf der EMP2-Plattform des PSA-Konzerns, die verschiedene Antriebsformen ermöglicht. Also stellen die Franzosen dem 147 kW / 200 PS 1.6 Turbo-Benziner zwei Elektromotoren - einen mit 81 kW / 110 PS an der Vorderachse und einen hinten mit 83 kW / 112 PS - zur Seite. Unterm Strich summiert sich Kraft dieser drei Herzen zu einer Systemleistung von 221 kW / 300 PS und einem maximalen Drehmoment von 520 Newtonmetern.

Elektrisch anders
An einer 7,4 kW Wallbox ist die 13,2 Kilowattstunden Batterie des DS Crossback E-Tense nach 125 Minuten wieder gefüllt

An einer 7,4 kW Wallbox ist die 13,2 Kilowattstunden Batterie des DS Crossback E-Tense nach 125 Minuten wieder gefüllt

Standardmäßig fährt der Plug-in Hybrid-Crossover mit Heckantrieb los. Das bedeutet 166 Nm, die sofort zur Verfügung stehen. Denn der Allradantrieb ist nicht permanent und die Vorderachse mit 320 Nm springt dem Heckantrieb nur auf Kommando zur Seite. Sei es durch einen Kickdown oder durch den 4x4-Fahrmodus, dann schafft das DS-SUV maximal 135 km/h.

Das ist auch die Höchstgeschwindigkeit, die der DS 7 Crossback E-Tense rein elektrisch erreicht. Auffällig ist, wie ruhig es im Innern des DS Crossover zugeht. Wenn man den Benziner auffordert mitzutun, meldet der seine Arbeitsbereitschaft mit einem deutlich vernehmbaren Brummen. Nichtsdestotrotz stehen Die 300 PS dem 1.825 Kilogramm schweren DS-SUV gut zu Gesicht und die Achtgangautomatik erledigt ihren Job unaufgeregt. Lediglich bei einem rapiden Durchdrücken des Gaspedals nimmt sich der Antrieb eine Atempause. Zieht man den Automatikwahlhebel nach unten, rekuperiert der Antrieb, sobald man vom Gas geht. Allerdings ist der Energiegewinnungsmodus sehr dezent eingestellt und dass Kopfnicken beim Einsetzen der Motorenbremse bleibt aus. Mit dem Sport-Fahrmodus geht noch ein bisschen flotter voran. Nach 5,9 Sekunden erreicht der DS 7 Crossback E-Tense Landstraßentempo und ist bis zu 235 km/h schnell.

Am besten man wählt man das Hybrid-Fahrprogramm und überlässt dem System die Wahl des geeigneten Antriebsmodus. In einem Untermenü des zwölf Zoll großen zentralen Touchscreens findet sich noch der E-Save Modus. Damit kann der Fahrer bestimmen, wieviel elektrische Reichweite in den Akkus vorgehalten werden sollen - zehn km, 20 km oder das maximal Mögliche. Die Reichweite des Franzosen-Stromers beträgt nach dem WLTP-Zyklus 58 Kilometer. Zu Beginn unserer Testfahrt zeigte der Bordcomputer bei vollen Akkus eine Reichweite von 46 Kilometern an. Den Durchschnittsverbrauch gibt DS mit 1,4 l/100 km an. Wir haben die Batterie leergefahren und kamen auf 6,1 l/100 km am Ziel an. An einer 7,4 kW Wallbox ist die 13,2 Kilowattstunden Batterie des DS 7 Crossback E-Tense nach 125 Minuten wieder komplett gefüllt, an einer Haushaltssteckdose sind es 7,5 Stunden.

Der DS 7 Crossback ist komfortabel abgestimmt und lässt sich auch durch Bremsschwellen nicht aus der Ruhe bringen, die dank den adaptiven Dämpfern unaufgeregt weggebügelt werden. Der "Comfort"-Fahrmodus übertreibt die Sänften-Attitüde ein bisschen und lässt die Karosserie nachwippen. Bei der Raumökonomie kassiert das SUV keine Bestnoten: Vorne und hinten sitzt man sehr hoch und im Fond wird es ab einer Körpergröße von 1,85 Metern für den Kopf sehr eng. Das Kofferraumvolumen ist in Ordnung, legt man die Rückenlehnen der Fondsitze um, wächst das Fassungsvermögen des Gepäckabteils von 555 auf 1.405 Liter.

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Im Innenraum versuchen die Franzosen mit Wabenmustern und gezielt platzierten Applikationen Design-Akzente zu setzen. Der Hebel für den adaptiven Tempomat versteckt sich hinter der linken Lenkradspeiche und die Instrumente des zwölf Zoll großen digitalen Cockpits sind einen Schuss zu verspielt. Das gilt auch für die Anmutung des Infotainments, dessen Bedienung sich aber dennoch schnell erschließt. Hilfreich sind die Direktwahltasten unter dem zentralen Touchscreen die nur leicht angetippt werden müssen.

Bei den Assistenzsystemen bleiben wenig Wünsche offen: Ein Toter-Winkel-Assistent, eine Rundum-Kamera, ein Spurhalteassistent und ein adaptiver Tempomat, mit Stop-and-Go Funktionalität (bis zu drei Sekunden Stillstand) unterstützen den Fahrer. Serienmäßig sind für 50.290 Euro solche Details, wie die adaptiven Dämpfer, das zwölf Zoll Kombiinstrument, Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung, ein Navigationssystem und der Notbremsassistent an Bord. Allerdings muss man sich dann mit Xenon-Scheinwerfern zufrieden geben.

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