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Ford Mondeo: Sehenswerte Täuschung

Den neuen Ford Mondeo gab es anfangs nur als Computersimulation. Damit wird frühzeitig erkannt, ob zum Beispiel Schalter schlecht erreichbar sind. Ein Blick ins virtuelle Cockpit

Von Hans-Robert Richarz

Die Situation erscheint unwirklich. Mitten in einem abgedunkelten Raum des Ford-Entwicklungszentrums in Köln-Merkenich steht auf einem Podest ein Fahrersitz. Und rundum an den vier Wänden ist ziemlich verschwommen der Innenraum des neuen Ford Mondeo zu sehen. Aber nur für den, der sich die Szene mit bloßem Auge anschaut. Wer sich jedoch eine Spezialbrille auf die Nase setzt und dann Platz nimmt, für den verwandelt sich die Umgebung schlagartig in eine gestochen scharfe dreidimensionale Welt. Eine virtuelle, erzeugt von blitzschnellen Computern.

Trotzdem hat der Mensch auf dem Fahrerstuhl das Gefühl, im neuen Ford zu sitzen. Er hat Steuerrad und Armaturenbrett im Blick, sieht auf Bedienelemente, Radio und Navigationsgerät, kann nach vorne, nach rechts und nach links durch die vorgegaukelten Scheiben andere Autos, Passanten oder Gebäude sehen und registriert sogar im Rückspiegel, was hinter ihm passiert. Aus dem Dunkel ertönt von einem Ford-Experten der Rat: "Wenn Sie den Sitz etwas nach vorn rücken, sehen Sie noch besser." Die rechte Hand wandert nach unten zum Verstellhebel. Der ist tatsächlich da. Unwillkürlich greift gleichzeitig die Linke zum Lenkrad, um sich daran nach vorn zu ziehen - und langt ins Leere. Das Lenkrad ist zwar sichtbar, aber nicht wirklich vorhanden.

Cave (Höhle) nennt sich das würfelförmige Zimmer, in dem die virtuelle Begegnung mit dem neuen Ford Mondeo stattfindet. Dank Cave lassen sich während der Entwicklungszeit eines Autos zum Beispiel neue Designideen testen, ohne dass jedes Mal zeitaufwendige Plastikmodelle für viel Geld gebaut werden müssen. Aber das ist längst nicht alles. Kurzerhand wird der Sitz aus dem Raum geschoben, ein neuer Computerbefehl eingetippt, und schon erlebt der Betrachter den Mondeo in der Außenansicht. Er kann um den Wagen herumgehen, Motorhaube, Kofferraumdeckel oder Türen vom Computer öffnen lassen und sogar einen Blick von außen in den Innenraum werfen.

Nebenan, einen Raum weiter, stehen die drei leibhaftigen Versionen des neuen Mondeo, die es ab Sommer zu kaufen gibt: eine Stufenhecklimousine, eine Schräghecklimousine und ein Kombi. Designchef Martin Smith erzählt, dass die Suche nach dem neuen Ford-Stil vor vier Jahren begonnen hat. "Damals ist uns klar geworden, dass wir uns zwar in punkto Fahrdynamik sehen lassen konnten, das Design diese Qualitäten aber keinesfalls visualisierte." Das soll nun anders werden mit einer gebogenen Dachlinie, einer nach hinten ansteigenden Gürtellinie und Scheinwerfern, die fast bis an die Radkästen reichen. "Kinetic Design" nennt Smith den stilistischen Kniff, der das Auto bereits im Stand dynamisch wirken lassen soll.

Der Mondeo ist stilistisch geglückt. Aber die Konkurrenten - VW Passat, Opel Vectra und Audi A4 - sind keineswegs hässliche Geschöpfe. Womöglich kann der neue Ford da mit seiner Serienausstattung punkten. Dazu gehören zum Beispiel ein Bordcomputer und ein Knie-Airbag für den Fahrer. Der Einstiegspreis liegt mit 21 990 Euro zwar nur um einen guten Hunderter unter dem des Opel Vectra. Gegenüber dem Passat sind es jedoch rund 900 Euro, beim Audi sogar 2500 Euro. Der Innenraum wirkt gediegen, billig anmutende Kunststoffteile gibt es im Cockpit nicht. Der Platz für Fahrer und alle übrigen Passagiere ist großzügig bemessen. Letzteres hat Ford bereits frühzeitig mit Cave getestet. Ebenso, ob alle Schalter, Tasten und Hebel auch wirklich griffgünstig liegen. Wie das gemacht wurde, lässt sich in der Computerhöhle noch einmal nachvollziehen. Dem Betrachter wird ein Ring mit Sender auf den Zeigefinger geschoben. Bewegt er ihn auf einen Schalter zu, sieht er seinen Finger auf der Projektionswand. Allerdings nur wie ein abgehacktes Gliedmaß - ziemlich gruselig.

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Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.