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Stromspeicher Graphen-Batterie – GAC baut Auto mit neuem Wundermaterial

Die Batterie ist der Schlüssel zu einer weltweiten Expansion von GAC.
Die Batterie ist der Schlüssel zu einer weltweiten Expansion von GAC.
© PR
2020 konnte GAC einen Durchbruch in der Herstellung von Graphen verkünden, nun wird das erste Auto erprobt, dessen Stromspeicher auf dem exotischen, zweidimensionalen Material basiert.

Derzeit fahren alle E-Autos mit Lithium-Ionen-Akkus, die gleiche Technik, die auch in Smartphones, E-Bikes und Notebooks verwendet wird. Lithium-Ionen-Akkus sind in den letzten Jahren deutlich billiger geworden, außerdem ist es gelungen, die Ladungsdichte zu erhöhen. Obwohl die Technik auf dem Zenit steht und den Markt dominiert, sind ihre Tage gezählt. Andere Methoden übertreffen die Lithium-Akkus gleich in mehreren Disziplinen. Sie laden schneller und speichern mehr Strom. Sie verbrauchen keine seltenen Erden und versprechen eine längere Lebensdauer. Und sie ist eine Achillesferse der heutigen Technik. Sowohl ein Auto wie auch eine Solaranlage haben eine deutlich längere Lebenserwartung als der Stromspeicher, folglich muss er ausgetauscht werden.

Zweidimensionales Material

Im Juli des letzten Jahres hat der chinesische Autobauer GAC, kurz für Guangzhou Automobile Group, einen Durchbruch in der Graphen-Technik vermeldet, nun wurde bekannt, dass schon im Jahr 2021 das erste Auto mit der Wunderbatterie in den Handel kommen soll. Graphen ist ein künstlich hergestelltes Material, das aus extrem dünnen Schichten Kohlenstoff besteht. Es wurde erst 2004 von Andre Geim und Konstantin Novoselov, entdeckt. Graphen ist so dünn, dass man von einem zweidimensionalen Werkstoff sprechen kann. Die Folien haben nur die Dicke eines Atoms.

Kostenreduktion

Das Problem war bislang, dass niemand das Material im industriellen Maßstab und zu vertretbaren Kosten herstellen konnte. GAC konnte die Produktionskosten des "schwarzen Goldes" allerdings drastisch senken, und so eine Batterie bauen. Die nun verwendete Graphen- Batterie kann in nur acht Minuten auf 80 Prozent ihrer Kapazität aufgeladen werden. Der Akku hat auch die vorgeschriebenen Sicherheitstest bestanden. Dabei auch einen "Schieß-Test" – hier wird die Batterie mechanisch penetriert, dabei dürfen die Zellen kein Feuer fangen.

Aion V heißt das erste Fahrzeug, das mit der Batterie ausgestattet wir. Es befindet sich in der Wintererprobung und soll im September des Jahres in die Massenproduktion gehen. Die Graphen-basierte Akkutechnologie wird nicht nur die Ladezeit deutlich verkürzen, sondern auch die Lebensdauer der Batterie erheblich verlängern.

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