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Los Angeles will Elektroantriebe bis 2050: Der Elektro-Boost

Kalifornien hat seit Jahrzehnten das Image eines grünen Bundesstaates. Nirgends ist der Anteil von Elektroantrieben größer als im amerikanischen Sonnenmekka. Doch Los Angeles will noch weiter gehen: bis 2050 soll es keine neuen Verbrenner mehr geben.

Los Angeles Bürgermeister Eric Garcetti

Los Angeles Bürgermeister Eric Garcetti

Nirgends auf der Welt werden alternative Antriebe derart wohlwollend gesehen, wie in Kalifornien. Der amerikanische Vorzeigestaat ist wohlhabend, die wirtschaftlichen Probleme sind überschaubar und mit dem Silicon Valley gibt es den wohl einzig wichtigen Hightech-Gegenpol zum übermächtigen China. Doch Kalifornien ist nicht anders als der Rest der USA. Die Einwohner lieben ihre Autos, die bevorzugt aus europäischer Premiumproduktion stammen und stehen mit ihnen gerade rund um die ausgewucherte 12-Millionen-Agglomeration Los Angeles Tag für Tag Stunden im Stau. Das soll sich nach Meinung des seit 2013 amtierenden Bürgermeisters Eric Garcetti so schnell als möglich ändern. Garcetti hat in seiner zweiten Amtszeit einen ambitionierten Plan für den Wandel von Los Angeles präsentiert. Garcetti, Jahrgang 1971, ist bei den Einwohnern von Los Angeles beliebter denn je. 2017 wählten ihn die rund vier Millionen Bürger mit einer überwältigen Mehrheit von über 80 Prozent wieder.

Der Elektro-Boost
Los Angeles Bürgermeister Eric Garcetti

Los Angeles Bürgermeister Eric Garcetti

Laut einem Bericht in der Los Angeles Times sollen bis zum Jahre 2035 80 Prozent der städtischen Fahrzeuge mit elektrisch angetrieben werden oder lokal emissionsfrei unterwegs sein. Dabei sollen 80 Prozent der Elektrizität aus erneuerbaren Quellen stammen. Zudem will der demokratische Eric Garcetti die gefahrenen Kilometer auf den Straßen von Los Angeles nennenswert reduzieren, indem die Stadtbewohner jedes Jahr über 3.000 Kilometer weniger Auto fahren. Möglich werden soll dies insbesondere mit einem intelligenten Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Zudem sollen die Kalifornier mehr Strecken mit Elektrorollern, Carsharing oder dem Fahrrad unterwegs sei. Die strengen Vorgaben soll dabei jedoch nicht nur die eigene Fahrzeugflotte betreffen. In den nächsten sechs Jahren soll ein Viertel der Neufahrzeuge im Großraum Los Angeles elektrifiziert sein; bis 2035 soll der Anteil auf 80 Prozent steigen bevor bis 2025 alle Verbrenner verschwunden sind. Um dies zu erreichen, soll die Zahl der derzeit 2.100 Ladesäulen in Los Angeles auf bis zu 28.000 steigen.

Groß sind die Hoffnungen von Eric Garcetti auch in Bezug auf hoch automatisierte und autonome Fahrzeuge. So sollen die autonomen Fahrzeuge, die ab 2021 in den Markt kommen, obligatorisch mit einem elektrifizierten Antrieb unterwegs sein. "Die meisten Menschen werden in erster Linie in autonome Fahrzeuge einsteigen, wenn wir 20, 30 Jahre nach vorne schauen", so Bürgermeister Eric Garcetti, "wenn wir verlangen, dass autonome Fahrzeuge elektrisch sein müssen, werden wir die Menschen in Elektrofahrzeuge bringen."

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.