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Mercedes bringt Pick Up 2017: Neue Wege

Mercedes betritt Neuland. 2017 wollen die Schwaben mit einem Pick Up völlig neue Märkte erobern.

So ganz neu ist die Idee mit einem Pick Up bei Mercedes nicht. Bereits in den 90er Jahren überlegte die Nutzfahrzeugsparte von Daimler, ob ein Pick Up das Modellportfolio sinnvoll ergänzen könne. Als dann 1997 die erste Mercedes M-Klasse auf den Markt kam, gab mit Fokus auf den amerikanischen Markt es konkrete Planungen, einen Pick Up abzuleiten. Doch die hohen Produktionskosten ließen einen etwaigen Verkaufsverpreis ins Unrealistische steigen und so wurde die Idee letztlich verworfen.

Mercedes bringt Pick Up 2017: Neue Wege
Der Hauptkonkurrent Ford Ranger

Der Hauptkonkurrent Ford Ranger

Doch jetzt ist die Entscheidung gefallen, im Jahre 2017 einen Pick Up zu bringen. Nach aktuellem Stand soll es sich um einen über fünf Meter langen Midsize-Pick-Up auf Leiterrahmenbasis handeln, der eine Tonne Zuladung hat. Der Grund für das Segment liegt auf der Hand: in der so genannten Ein-Tonnen-Liga erwartet sich Mercedes die größtmögliche Kundenansprache, da der Pick Up als Weltauto angeboten werden soll. So wollen die Schwaben vom weltweiten Trend profitieren, dass immer mehr Pick Ups den Weg ins freizeitgeneigte Privatleben finden. Nur 20 bis 30 Prozent aller Midsize Pick Ups werden aktuell als reine Arbeitstiere genutzt, rund die Hälfte ist ein reiner Privat- oder Geschäftswagen während die restlichen 25 bis 30 Prozent ins exklusive Privatsegment streben. Davon will sich Mercedes ein dickes Stück abschneiden.

Das Aufflammen der Pick-Up-Idee geht auf den Nutzfahrzeug-Chef Volker Mornhinweg zurück, der zuvor der sportlichen AMG-Familie Beine machte und die leistungsstarke Submarke internationaler ausrichtete. Zusammen mit seinem Team tauchte Mornhinweg auf der Suche nach neuen Potanzialen tief in die Weltmärkte ein und ließ die Idee von einem Pick Up wieder aufleben. Längst gibt es das einstige Europa-Modell des Sprinter-Kastenwagens auch in den USA oder Lateinamerika. Fünf Produktionsstätten und 130 Verkaufsmärkte sprechen für sich. Äuch die kleineren Modelle Citan und Vito sollen Mercedes unabhängiger vom europäischen Markt machen.

Der Einstieg ins Pick-Up-Segment der Ein-Tonnen-Klasse eröffnet Mercedes ein Potenzial von jährlich 2,3 Millionen Fahrzeugen weltweit. Die Hauptmärkte sind dabei Lateinamerika, Australien, Südafrika, Asien und Europa. In den USA sind vorrangig die größeren Full-Size-Pick Ups wie Ford F-150, Chevrolet Silverado oder Dodge Ram gefragt, die schon einem VW Amarok den US-Zutritt verwehrten. So dürfte auch Mercedes zunächst davor zurückschrecken, in den Vereinigten Staaten gegen die übermächtigen heimischen Pick-Up-Helden anzutreten. Bisher bietet allein Toyota mit dem Tundra den drei US-Herstellern die Stirn - mit mäßigem Erfolg. Die Konkurrenz des Mercedes Pick-Up heißt daher auf anderen Märkten vorrangig VW Amarok, Mitsubishi L200 und Ford Ranger, der jüngst überarbeitet wurde und aufgefrischt Anfang 2016 auch nach Deutschland kommen soll. Ende 2013 stieg ein Designteam von Mercedes in das geheime Projekt ein, erste Entwürfe für einen Pick Up zu kreieren, ehe es jüngst grünes Licht für die Umsetzung gab.

Vor Ende 2017 dürfte der Mercedes Pick Up, der auf einem robusten Leiterrahmen aufgesetzt wird, jedoch kaum in den Handel kommen. Geländegängigkeit und Allradantrieb sind ebenso wie eine Tonne Zuladung gesetzt. Im Innern wird es dagegen keinen reinen Nutzfahrzeugcharme, sondern echte Premiumattribute aus dem Hause Mercedes geben. Ein Billiginterieur wie bei der ersten M-Klasse oder dem von Renault produzierten Mercedes Citan soll nicht noch einmal passieren. Angetrieben wird der Pick Up, der wahlweise mit Einzel- oder Doppelkabine erhältlich ist, von modernen Turbotriebwerken mit vier und sechs Zylindern mit zwei bis drei Litern Hubraum. Eine Version mit Plug-In-Hybrid ist erst einmal nicht geplant, jedoch später möglich. Die Produktion in ggf. mehr als einer Stätte dürfte nahe den Hauptmärkten erfolgen. Möglich wären Brasilien oder Spanien.

Press-Inform / pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.