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Mercedes E 300 L: Ein Hauch Maybach

Die Mercedes E-Klasse ist in China eine der erfolgreichsten Oberklasselimousinen. Das Modell wird nicht nur lokal bei Beijing Benz Automotive in China produziert, sondern bietet als Langversion deutlich mehr Komfort als das europäische Gegenüber.

Mercedes E 300 L Chinaversion - Sinnfreies Signet auf der C-Säule

Mercedes E 300 L Chinaversion - Sinnfreies Signet auf der C-Säule

Wenn man die dunkelblaue Mercedes E-Klasse von der Seite betrachtet, bleibt der Blick wie durch Zufall an dem Chromsignet auf der C-Säule hängen. Diese Seitenlinie, die ungewöhnlich geschnittene Fondtür und erst jetzt fällt auch das kleine Dreiecksfenster in der C-Säule auf. Neben dem undefinierbaren Logo nahe der Fensterlinie gibt es am Heckdeckel des E 300 nicht nur das ergänzende "L", sondern unterhalb des Kennzeichens rechts noch einen chinesischen Schriftzug, der auf die lokale Produktion beim chinesischen Kooperationspartner Beijing Benz Automotive Co. verweist. Diese E-Klasse ist irgendwie schicker, irgendwie eleganter und schmucker als die Modelle, die man bestens aus dem Straßenverkehr von Hamburg, Stuttgart oder Los Angeles kennt. Was so 14 Zentimeter mehr Radstand doch ausmachen können. Denn die Mercedes E-Klasse gibt es in China als exklusive Langversion mit dem gewissen Plus an Komfort in der zweiten Reihe. Damit ist das lokale Modell kein Einzeltäter, denn auch die Konkurrenz von Audi A6, BMW 5er und Jaguar XF ist dort mit verlängertem Radstand zu bekommen, der die Fondpassagiere die Beine entspannt übereinanderschlagen lässt. Bei der China-E-Klasse liegt der Radstand bei stattlichen 3,08 Metern.

Ein Hauch Maybach
Mercedes E 300 L Chinaversion - Sinnfreies Signet auf der C-Säule

Mercedes E 300 L Chinaversion - Sinnfreies Signet auf der C-Säule

Doch nicht nur die Konkurrenz aus der Oberklasse streckt ihre Limousinen und die ersten ziehen mittlerweile auch SUV-Modelle nach. Mercedes bietet in China nicht nur sein Topmodell S-Klasse obligatorisch mit langem Radstand an. Auch die kleine C-Klasse hat sich mit acht Zentimetern mehr Radstand zu einem Bestseller gemausert. Während die verlängerte C-Klasse in den vergangenen Jahren immer mehr zu einem Familienmobil mutierte, ist die 5,06 Meter lange E-Klasse ein gefragtes Businessmodell. Wer eine entsprechend hohe Position in seiner Firma bekleidet, ist unverändert fraglos mit der standesgemäßen S-Klasse unterwegs, die aus Deutschland importiert wird. Doch im mittleren bis gehobenen Management erfreut sich die betont luxuriös ausgestattete Mercedes E-Klasse in der aktuellen Generation einer großen Beliebtheit. Die Langversion wird auf dem chinesischen Markt mit zwei unterschiedlichen Design-Charakteren angeboten - als Sedan und als Sport Sedan. Der Sedan trägt den klassischen Limousinen-Kühlergrill mit Mercedes Stern auf der Motorhaube. Der Sport Sedan ist am Kühlergrill mit Zentralstern erkennbar. Die europäische E-Klasse mit normalen Radstand gibt es auf besonderen Wunsch nur als AMG-Variante.

Der ohnehin sehr gute Reisekomfort des Schwaben wird von der Chinaversion speziell im Fond deutlich getoppt. Das ist nicht nur das deutliche Plus an Beinfreiheit (13,4 cm), sondern auch Rücksitze, die sich über ein Touchpad in der Mittelarmlehne oder die Bedienmodule in den Türen elektrisch verstellen lassen. Zudem lässt sich der Beifahrersitz vom Fond aus elektrisch nach vorne fahren. Auf Wunsch gibt es nicht nur eine getrennte Fondklimatisierung und schattenspendende Jalousien rundum, sondern gekühlte und beheizte Rücksitze, USB-Ports sowie Halterungen für Pads an den Rückenlehnen der Frontsitze. Die Rücksitze sind angenehm konturiert und sorgen zusammen mit dem ausgesetzten Kissen auf den Kopfstützen für jede Menge Wohlfühlambiente, wenn es quer durch die alltäglichen Staus von Nanjing, Wuxan oder Shanghai geht.

Vorne unterscheiden sich deutsches Originalmodell und chinesisches Schwestermodell nicht. Obligatorisch gibt es die beiden großen 12,3-Zoll-Displays, die sich ganz nach Themenwunsch variieren lassen. In China bietet man die schmucklose E-Klasse in der Basisausstattung mit Halogenscheinwerfern, Analoginstrumenten und ohne fehlendem Navigationssystem gar nicht erst an. Bei der Motorisierung entscheiden sich viele Kunden für den drehfreudigen, aber blassen Zweiliter-Turbo im E 300 L, der 180 kW / 245 PS leistet und für den stark reglementierten chinesischen Straßenverkehr allemal kraftvoll genug ist.

0 auf Tempo 100 in rund 6,5 Sekunden interessiert selbst auf den Autobahnen zwischen Peking und Shanghai ebenso niemanden wie die abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Wer mehr auf sich hält, steigt in den besseren E 400 L, der von einem 245 kW / 333 PS starken V6-Triebwerk angetrieben wird und obligatorisch an den Allradantrieb namens 4matic gekoppelt ist. Versionen mit Handschaltung gibt es in China ohnehin nicht, weshalb auch der kleinere Mercedes E 300 L dezent im Hintergrund von einer Neungang-Automatik beschaltet wird. Der Preis für die 245 PS starke China-Limousine: knapp 500.000 Renminbi Yuan, was umgerechnet 66.580 Euro entspricht. Daneben gibt es noch die 437.000 RMB teure Basisversion des dünn motorisierten Mercedes E 200 L mit 184 PS starkem Vierzylinder-Turbo, was umgerechnet 58.190 Euro entspricht. Das sind rund 7.000 Euro mehr als der kleine Bruder Mercedes C 200 L.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.