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Modellpflege Mercedes C-Klasse Coupé / Cabrio: Nachzieher

Auf dem Genfer Automobilsalon präsentierte Mercedes die dezente Modellpflege für die erfolgreiche C-Klasse. Jetzt legen die Schwaben Coupé, Cabrio und AMG-Version nach. Kernmodell ist ein neuer Vierzylinder mit gerade einmal 1,5 Litern Hubraum.

Mercedes AMG C 43 Coupé

Mercedes AMG C 43 Coupé

Optisch ist wie bei den C-Klasse Varianten der Limousine und des Kombimodells die neue Generation kaum zu erkennen. Technisch hat sich mehr getan, denn die es gibt nicht nur Ausstattungsdetails wie modifizierte LED-Scheinwerfer, zumindest auf Wunsch animierte Instrumente und ein neues Lenkrad, sondern auch überarbeitete Triebwerke. Das Topmodell des C 43 AMG Coupé / Cabrio bekam eine Leistungsspritze auf 287 kW / 390 PS und für einige der Vierzylinder gab es eine Vitaminspritze in Form eines 48-Volt-Bordnetzes. So sind die beiden zentralen Benzinvarianten des C 200 und C 200 4matic (Baureihe M 264) nunmehr echte Mogelpackungen, werden diese doch von einem 1,5 Liter großen Vierzylinderturbo angetrieben, der 135 kW / 184 PS und ein maximales Drehmoment von 280 Nm leistet. Die kleinen Motörchen werden von einem Elektromodul unterstützt, das im Boost nochmal 10 kW / 14 PS und 160 Nm elektrischer Energie zusteuert, was den Normverbrauch auf 6,1 bis 6,6 Liter reduziert. Eine hubraumstärkere Version kommt später auf den Markt. Der neue Twin-Scroll-Turbolader profitiert nicht nur beim Beschleunigen von dem 48-Volt-Bordnetz. So wird beim Bremsen erst in Schubabschaltung rekuperiert. Bei Unterschreitung einer Minimalgeschwindigkeit wird der Motor abgeschaltet, was den Kraftstoffverbrauch nochmals reduziert.

Nachzieher
Mercedes AMG C 43 Coupé

Mercedes AMG C 43 Coupé

Zumindest der Mercedes C 220d kann in Sachen Hubraum fast noch aus dem vollen schöpfen, was seine Nomenklatur verspricht. Der Zweiliter-Diesel leistet 143 kW / 194 PS und 400 Nm maximales Drehmoment. Der Normverbrauch liegt bei 4,6 Litern. Die Höchstgeschwindigkeit des Diesels ist mit 240 km/h knapp über den 234 bzw. 239 km/h der 200er Benzinermodelle. Die identischen Antriebe gibt es auch für das viersitzige Cabriolet, das etwas schlechtere Fahrleistungen und einen geringen Mehrverbrauch bietet. Doch nicht nur im Innenraum und bei den Antrieben gab es mit der Modellpflege entsprechende Verbesserungen. Überarbeitet wurden auch das adaptive Fahrwerk mit seinen verschiedenen Fahrmodi und die Luftfederung. Die Fahrerassistenzsysteme sind von den größeren Modellen der E- und S-Klasse zudem nach unten zum C-Modell gewandert.

Ihre Weltpremiere feiern die Coupé- und Cabrioversionen der Mercedes C-Klasse auf der New York Autoshow, die in der kommenden Woche ihre Tore öffnet. Auf den Markt kommen sie danach im Juli.

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Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.