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Pariser Autosalon 2014 Alles über 500 PS: Generation 500+

Auf dem Pariser Autosalon kommen Sportwagenfans nicht zu kurz. Über 500 PS sind keine Seltenheit. Vom schicken Aston Martin bis hin zum kuriosen Franzosen ist alles am Start.

Paris. Eifelturm, Louvre und Notre Dame locken jährlich unzählige Touristen in die Stadt der Liebe. Alle zwei Jahre gilt diese Liebe jedoch nicht nur dem menschlichen Partner, sondern vor allem dem Automobil. Denn dann residiert der Autosalon in Frankreichs Hauptstadt - und mit ihm, die Creme de la Creme der PS-Giganten. Auch in diesem Jahr wird schnell deutlich, dass nicht die familientauglichen Großraum-Vans die Publikumslieblinge sind, sondern die ziemlich unpraktischen Fahrmaschinen aus den Reihen Ferrari, Lamborghini und Co.

Pariser Autosalon 2014 Alles über 500 PS: Generation 500+
Nach 3,0 Sekunden zeigt das Display die magische 100 an.

Nach 3,0 Sekunden zeigt das Display die magische 100 an.

Dieses Mal ist allerdings eine kleine Besonderheit mit am Start. Hält sich das Gastgeberland in puncto Pferdestärken normalerweise zurück, zeigt Peugeot nun einen Außenseiter. Das Konzeptfahrzeug Quartz spielt mit seinem 500 PS starken Hybridantrieb und trotz seiner SUV-Optik in der Liga der Supersportler. 23 Zoll große Felgen und gewaltige Lufteinlässe in der Front versuchen gar nicht erst dies zu vertuschen. Die Leistung resultiert aus einem 1,6 Liter großen Turbobenziner mit 270 PS sowie zwei Elektromotoren mit je 85 kW. Mit 573 PS nicht nur motorisiert wie ein Sportwagen, sondern auch auf den ersten Blick als solcher zu erkennen ist der Aston Martin V12 Vantage S Roadster. Sein Zwölfender sorgt für 620 Newtonmeter und eine Höchstgeschwindigkeit von 323 Kilometern pro Stunde. Der Sprint auf Tempo 100 ist nach 4,1 Sekunden vorbei. Preise werden erst gegen Ende des Jahres kommuniziert. Als Coupe kostet der Sportler 179.950 Euro. Dem schnellsten Cabrio aus dem Hause Aston Martins stehen auf dem Messestand mit dem Carbon Black und dem Carbon White noch zwei Sondereditionen zur Seite.

Ebenfalls von der Insel rollte der neue Bentley Mulsanne Speed in die Messehallen. Der 305 Kilometer pro Stunde schnelle Brite wird von einem 6,75 Liter großen V8-Bi-Turbotriebwerk nach vorn geprügelt. 537 PS, 1.100 Newtonmeter und 21-Zoll-Leichmetallfelgen mit laufrichtungsgebundenem Design bieten die perfekten Voraussetzungen für einen 4,9 Sekunden schnellen Sprint bis zur 100 km/h-Marke - und das trotz leichten Übergewichts von stolzen 2,7 Tonnen. Bei einem Preis von 272.200 Euro entspricht dies rund 100 Euro pro Kilogramm.

Dem Start einer Rakete kommt die Beschleunigung eines Ferrari 458 Speciale A gleich. Er katapultiert seine beiden Insassen in 3,0 Sekunden auf 100 und nach in weiteren 6,5 Sekunden auf 200 Kilometer pro Stunde. Der auf 499 Einheiten limitierte Italiener schafft dies mithilfe seines 605 PS starken Hochdrehzahl-V8-Triebwerks. Der Preis für den 1.340 Kilogramm schweren Supersportler ist noch ungewiss. Auch aus Italien stammt mit dem Lamborghini Asterion der PS-Trumpf der ganzen Messe. An allen vier Rädern greifen in Summe 910 PS an. Sie stammen aus einem V10-Aggregat und drei E-Motoren. Das Hybridsystem hat ein Gewicht von 250 kg. Die Lithium-Ionen-Akkus sind wegen des niedrigen Schwerpunkts links und rechts des Mitteltunnels angeordnet.

Eine Sekunde weniger benötigt der neue Mercedes C63 AMG S und seine familienfreundliche Kombiversion, das T-Modell. Der 510 PS starke Stuttgarter ist dank seines neuen 6,2 Liter großen Motors aber nicht nur schnell, sondern soll mit rund 32 Prozent weniger Spritverbrauch eines der sparsamsten Achtzylinder-High-Performance-Fahrzeuge sein. Die Preisliste wird bei rund 70.000 Euro starten. Noch ohne Preisschild ist der Mercedes-AMG GT in Paris zu sehen. In der S-Version geht der 510 PS starke und auf 310 Kilometer pro Stunde limitierte Sportler auf Porsche 911 Turbo-Jagd. Sein Lebendgewicht von 1,6 Tonnen schafft den Sprint bis zur 100er-Marke in 3,8 Sekunden. Ab 107.900 Euro steht der überarbeitete Audi RS6 Avant bereit. Aus seinem 4,0 Liter großen V8-TFSI-Motor holt er ganze 560 PS. Der 3,9 Sekunden-Sportler schafft bis zu 305 Kilometer pro Stunde inklusive vier Passagiere und jeder Menge Gepäck - geradezu perfekt für einen kurzen Abstecher in die Stadt der Liebe.

Press-Inform / pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.