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Pininfarina startet durch: Vollgas - rein elektrisch

Pininfarina geht nun in die Vollen. Aus der ehemaligen Designschmiede koppelt sich ein Autohersteller aus. Im kommenden Frühjahr soll es soweit sein, wenn der elektrische Hypersportwagen PF0 auf dem Genfer Automobilsalon 2019 seine Premiere feiert.

Pininfarina PF0 - rein elektrisch mit 1900 PS und 2300 Nm

Pininfarina PF0 - rein elektrisch mit 1900 PS und 2300 Nm

Elektrische Sportwagen sind in aller Munde und kaum ein Hersteller stöbert derzeit nicht seine abgelegten Firmenlizenzen durch, welcher historische Namen ihm noch gehört, um eine imageträchtige Submarke aufzulegen. Etwas anders sieht es bei Pininfarina aus. Die traditionsreiche Designschmiede aus Norditalien ist trotz großer Erfolge seit Jahrzehnten nicht so recht auf die Räder gekommen und suchte lange Zeit einen potenten Geldgeber. Auch bei deutschen Autoherstellern klopften die Italiener an, um schließlich beim Großkonzern Mahindra & Mahindra Ltd. Unterschlupf zu finden. Die Inder wollen den neu gegründeten Autohersteller Automobili Pininfarina als eine Submarke von Pininfarina SpA zur elektrischen Luxusmarke werden lassen - mit Sitz in München.

Vollgas - rein elektrisch
Pininfarina PF0 - rein elektrisch mit 1900 PS und 2300 Nm

Pininfarina PF0 - rein elektrisch mit 1900 PS und 2300 Nm

Bisher verbinden die meisten Autofans den wohlklingenden Namen Pininfarina mit schmucken Automobildesigns vom Ferrari Testarossa oder 308 über Maserati Quattroporte bis hin zum Peugeot 406 Coupé, wobei es auch visuelle Fehlkreationen wie Lancia Gamma oder den Mitsubishi Colt CZC gab. Derzeit arbeiten die Deutsch-Italiener am neuen Standort in München an der Umsetzung des elektrisch angetriebenen Hypersportwagens PF0, der Ende 2020 auf den Markt kommen soll und in einer Kleinserie von 150 Fahrzeugen in Cambiano, am Stammsitz von Pininfarina, gefertigt wird. Technischer Partner für den ersten Pininfarina-Boliden wird Rimac, die Batterie, Antriebsstrang, Soft- und Hardware für den Elektrorenner zuliefern. "Das Betriebsmodell dieses Unternehmens ist spannend und absolut relevant für die neue Welt der Mobilität, in der wir heute leben. Ausgangspunkt ist München, wo die besten Köpfe und die innovativsten Technologiepartner der Welt zusammenkommen und wo in die richtigen Menschen und Lieferanten investiert wird", so Dr. Pawan Goenka von Mahindra, "so ist sichergestellt, dass Automobili Pininfarina das Versprechen wahr machen kann, eine Reihe attraktiver, technologisch fortschrittlicher, emissionsfreier Luxusfahrzeuge zu entwickeln, die der Marke Pininfarina alle Ehre machen. Der PF0 ist das erste Resultat dieser Zusammenarbeit und wird im neuen Segment der Elektro-Hypercars neue Maßstäbe setzen."

Der PF0 hat bei größeren Dimensionen eine gewisse Ähnlichkeit zu Sportwagen wie dem Ferrari 458 und soll rund 1900 PS sowie 2.300 Nm maximales Drehmoment haben. Pininfarina-CEO Michael Perschke verspricht 0 auf 100 km/h in zwei Sekunden, 0 auf Tempo 300 in zwölf Sekunden und mindestens 400 km/h Höchstgeschwindigkeit bei minimaler Ladezeit. Die maximale Reichweite soll dabei mit 500 Kilometern mehr als alltagstauglich sein. Sein Preis: rund zwei Millionen Euro. "Heute ist ein wichtiger Meilenstein für die Markteinführung von Fahrzeugen der Marke Pininfarina und für den PF0, der der bislang leistungsstärkste in Italien gefertigte Sportwagen sein wird - und das erste Luxus-Hypercar, das in Deutschland konzipiert wurde", sagt Michael Perschke, "wir haben ein ausgefeiltes Konzept erstellt, auf dessen Basis ein bahnbrechendes, vollständig elektrisch angetriebenes GT-Auto ab 2020 auf den Markt gebracht werden soll."

Marktstart, der mit dem 90. Firmengeburtstag von Pininfarina zusammenfällt, sollen rund drei Viertel der dann 200 Personen am Standort München angestellt sein, während in Cambiano derzeit 600 Angestellte arbeiten. Nach dem elektrischen Hypersportler soll ein deutlich günstigerer, aber immer noch in sechsstelligen Dimensionen teurer SUV folgen, der 2021 auf die Straßen rollt. "Es muss letztlich irrelevant sein, dass der Wagen elektrisch ist", so der Ex-VW-Mann Perschke, "das ist beim ersten Modell natürlich anders. Doch auch hier geht es in erster Linie um die Faktoren Marke, Design, Limitierung und Fahrleistung." Das Team von Automobili Pininfarina wächst auf dem Weg zum Serienprodukt derweil langsam. So sind zuletzt Christian Jung, ehemals Faraday Future und Porsche, als technischer Vorstand und Peter Tutzer als leitender technischer Berater zum Unternehmen gestoßen. Tutzer startete seine Laufbahn ebenfalls bei Porsche und wechselte danach zu Pagani und Bugatti.

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