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Porsche 718 Boxster: Zylinderschwund

Porsche nimmt seinem kleinen Spaßroadster Boxster zwei Zylinder und spendiert seinem Namen dafür drei neue Ziffern.

Porsche 718 Boxster

Porsche 718 Boxster

Der Name Boxster war Mitte der 90er Jahre ein Volltreffer. Die verbale Mischung aus Boxer und Roadster sorgte mit dem Marktstart des Porsche Boxsters für die zunächst ungewöhnliche und dann allemal eingängige Nomenklatur des offenen Doppelsitzers. Jeder wusste: ein kompakter Sportwagen mit Stoffdach, kräftigem Mittelmotor und sägendem Boxersound. Wieso der Name Boxster nun nicht mehr reicht und um die Annex 718 erweitert wird, dürfte ein Geheimnis der Zuffenhausener Marketingabteilung bleiben. Der historische Schulterschluss zu den in den 50er und 60er Jahren erfolgreichen 718er-Rennversion erscheint doch allzu sehr an den Haaren herbeigezogen. Die echten Fans des Spaßmachers werden es so belassen wie es ist und ihrem Liebling unverändert schlicht Boxster nennen.

Zylinderschwund
Porsche 718 Boxster

Porsche 718 Boxster

Noch größer sind die Veränderungen beim Antrieb, denn nicht nur die größere Sechszylinder-Boxergeneration des 911ers wurde von 3,8 Liter großen Saugmotoren auf 3,0 Liter große Doppelturbos umgestellt. Auch die kleineren Boxertriebwerke des Porsche Boxsters sind ab Frühjahr Vergangenheit. Für sie kommt es noch dicker, denn Hand in Hand mit der drehfreudigen Turboaufladung werden ihnen zwei Zylinder abgeschnitten. Die Basisversion des Porsche 718 Boxster wird zukünftig von einem aufgeladenen Vierzylinder-Boxermotor mit zwei Litern Hubraum und 220 kW / 300 PS und 380 Nm maximalem Drehmoment befeuert. Die stärkere Version des 718 Boxster S holt aus vier Brennkammern Dank 2,5 Litern Hubraum und variabler Turboladergeometrie nunmehr 257 kW / 350 PS und 420 Nm ab 1.950 U/min. Unter dem Strich können sich die Fans des offenen Zweiers über 35 PS Mehrleistung und 13 Prozent weniger Verbrauch freuen.

Der Porsche 718 Boxster beschleunigt mit dem optionalen Doppelkupplungsgetriebe und Sport Chrono-Paket in 4,7 Sekunden von null auf 100 km/h (minus 0,8 Sekunden). Der 718 Boxster S legt diese Disziplin in 4,2 Sekunden zurück (minus 0,6 Sekunden). Die Höchstgeschwindigkeiten liegen bei 275 bzw. 285 km/h. Durch die neu entwickelten Turbotriebwerke reduziert sich der Normverbrauch auf 6,9 bzw. 7,3 Liter auf 100 km - jeweils rund ein Liter weniger als bisher.

Optisch hat sich ebenfalls einiges getan. So gibt es eine leicht geänderte Frontansicht mit Xenon- oder LED-Scheinwerfern, geänderte Kotflügel und einen Porsche-Schriftzug zwischen den Rückleuchten. Ebenfalls neu sind die Fahrwerksabstimmung, die Mittelkonsole mit Multifunktionsdisplay, eine geänderte Lenkung oder das Sport-Chrono-Paket mit entsprechenden Drehregler für die verschiedenen Fahrmodi. Die Markteinführung der neuen Mittelmotor-Sportwagen beginnt am 30. April. Der Porsche 718 Boxster startet dann ab 53.646 Euro, der 718 Boxster S ist ab 66.141 Euro zu bekommen. Derzeit liegt der Einstiegspreis für den 265 PS starken Sechszylinder-Boxster bei 50.909 Euro.

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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