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Porsche Mission E Cross Turismo: Elektro-Porsche Nummer zwei

So ganz überraschend kann einen diese Nachricht nicht. Die Konzeptstudie des elektrischen Mission E Cross Turismo wird Realität. Das Serienauto dürfte spätestens Ende 2020 auf die Straße rollen.

Der Schwerpunkt liegt tiefer als beim Porsche 911

Der Schwerpunkt liegt tiefer als beim Porsche 911

Nachdem Porsche verkündet hat, dass der Taycan als Konkurrent für das Model S von Tesla preislich zwischen Cayenne und Panamera positioniert wird und somit bei unter 90.000 Euro starten wird, geben die Zuffenhausener nunmehr grünes Licht für das Elektromodell Nummer zwei. Die Studie des elektrischen Mission E Cross Turismo feierte seine Premiere auf dem Genfer Autosalon im Frühjahr. In rund zwei Jahren dürfte der 600 PS starke Elektro-SUV serienfertig sein. Für die Produktion des Fahrzeugs baut der Sportwagenhersteller 300 zusätzliche Arbeitsplätze am Stammsitz Zuffenhausen auf. Der viertürige Cross Turismo ist technisch eng mit dem Taycan verwandt und verfügt über ein Schnellladenetz inklusiv 800-Volt-Architektur. Bis 2022 investiert Porsche in die hauseigene Elektromobilität mehr als sechs Milliarden Euro.

Elektro-Porsche Nummer zwei
Der Schwerpunkt liegt tiefer als beim Porsche 911

Der Schwerpunkt liegt tiefer als beim Porsche 911

"Der Mission E Cross Turismo steht auf der J1-Plattform, also könnten wir schnell reagieren", erklärt Stefan Weckbach und legt damit bereits die Parameter für das Elektromobil fest. Die Batterie befindet sich im Unterboden und das hilft beim Schwerpunkt, der tiefer liegt als beim 911er und eine fast paritätische Achslastverteilung erzeugt. Beides unabdingbare Zutaten für agile Fahrzeuge. Dass auch dieser Mission E-Abkömmling gut im Saft steht, wird einem beim ersten Kickdown bewusst. Ruckzuck fliegt die Nadel auf die 100 km/h-Marke, und zwar so schnell, dass die geleitschutzgebenden US-Cops verdutzt die Augenbrauen hochziehen. Mindestens 441 kW / 600 PS wird der Porsche Crossover haben und ist in weniger als 3,5 Sekunden von null auf hundert. Der Saft soll mehr als 500 Kilometer reichen, was darauf schließen lässt, dass die Akkus, in denen Pouchzellen stecken, eine Kapazität von mindestens 90 Kilowattstunden haben. "Wir haben die höchsten Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Batterie gestellt", sagt Porsche-Entwickler Stefan Weckbach.

Vor allem soll der Porsche auch mehrere Vollgas-Arien überstehen, ohne, dass es dem Antriebsstrang zu heiß wird und das Fahrzeug die Räder von sich streckt. "Wir haben dafür sehr komplexe Kühlkreisläufe ersonnen", erklärt der Baureihenleiter. Die Standfestigkeit wird durchaus auf die Probe gestellt, auch wenn wir bei den Fahrten nicht alles aus dem Cross Turismo rausholen. Das Fahrwerk basiert auf dem des Panamera, ist auf das höhere Gewicht angepasst und zeigt, dass das Mantra "Der E-Turismo ist ein Porsche, nur mit einem anderen Antriebsstrang" keine leeren Worte sind. Wie der Mission E wird der SUV alles bekommen, was die Modelle mit einem konventionellen Antrieb schnell macht - angefangen von der Hinterachslenkung bis hin zu der präzisen Lenkung und einer gut dosierbaren, standfesten Bremse.

Innen bietet der Cross Turismo mehr Platz als der Mission E und die Instrumente geben schon einen sehr konkreten Ausblick auf das Serienmodell. "Von der Hardware sind wir da schon ziemlich nah an der Serie, bei der Software beziehungsweise der grafischen Bedienoberfläche sind es etwa 80 Prozent", sagt Gantimur Meissner, der die Gestaltung der Bedienoberfläche verantwortet. Also wird es im Mission E Cross Turismo einen gekrümmten Bildschirm geben, auf dem die bekannten Porsche Rundinstrumente animiert werden. Allerdings entfällt der zentrale analoge Drehzahlmesser und in das Armaturenbrett sind zwei 10,9 Zoll Bildschirme integriert, von denen einer ganz auf den Beifahrer zugeschnitten ist. Der kann sich Filme anschauen oder die Navigation bearbeiten und die App quasi dem Fahrer übergeben. Der kann sich seinen Bildschirm, wie beim Smartphone ganz nach Gusto zusammenstellen und die Bedienung funktioniert hauptsächlich per Spracheingabe. "Es ergibt keinen Sinn, Apple zu kopieren. Wir schauen uns genau an, welche Funktionen zielführend sind", sagt Meissner und verweist auf die spezifischen Anforderungen in einem Auto. Damit die Ablenkung möglichst gering ist, sind zum Beispiel die Schrift und die Bedienelemente größer.

Die Fahrmodi orientieren sich ebenfalls an denen der Verbrenner: "Normal", "Sport", "Sport Plus", "Individual" und "Range". Bei Letzterem ist der Name Programm und alles wird dem Energiesparen untergeordnet, wenn nötig auch die Leistung der Klimaanlage. Beim Losfahren ist standardmäßig "Normal" eingestellt, dann kann der Mission E Cross Turismo bei Bedarf auch segeln, also im Leerlauf dahinrollen. Eventuell kommt noch ein Offroad-Modus dazu. Beim Stromtanken fällt übrigens der Vorhang: Denn der Deckel springt nicht auf, wie das normalerweise üblich ist, sondern fährt surrend nach oben und verschwindet unter dem Kotflügel. Doch das wird sicher nicht das einzige Gadget bleiben, wenn der Mission E Cross Turismo in Serie geht. Doch davon ist, wie gesagt, auszugehen, die Frage lautet eher: Wie geht es weiter? Porsche betont immer wieder, die Elektromobilitäts-Modellpalette genauso aufzuziehen, wie die aktuelle mit Verbrennungsmotoren. Das bedeutet, dass auf der skalierbaren J1-Plattform auch verschiedene Derivate mit unterschiedlichen Batteriegrößen und Antriebssträngen möglich sind. Bei den beiden Elektromodelle Taycan und dem Serienmodell des noch namenlosen Cross Turismo wird es nicht bleiben. Schließlich gibt es auch einige Diesellücken zu schließen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.