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Preisexplosion bei Benzin und Diesel: Nie war Tanken teurer als 2011

Das war kein frohes Jahr für Autofahrer: Erst das E10-Desaster, jetzt erweist sich 2011 als das teuerste Tank-Jahr aller Zeiten. Hauptursache: der hohe Rohölpreis. Laut ADAC geht die Preisexplosion vor allem zulasten der Diesel-Fahrer.

Autofahrer haben noch nie so viel fürs Tanken zahlen müssen wie in diesem Jahr. Der ADAC geht von einem Durchschnittspreis in Höhe von 1,52 Euro pro Liter Superbenzin und von 1,41 Euro für Diesel aus.

"Beim Diesel ist der Anstieg besonders deutlich zu spüren", sagte ADAC-Sprecher Klaus Reindl in München. Aufgrund unterschiedlicher Steuersätze müsste der Abstand zwischen Benzin und Diesel eigentlich 22 Cent je Liter betragen, tatsächlich liege er derzeit aber nur bei vier bis fünf Cent. "Das bedeutet, dass hier die Mineralölkonzerne ganz kräftig in die Taschen der Autofahrer greifen", kritisierte Reindl. Und natürlich wirkt sich auch die gestiegene Nachfrage nach dem Dieselboom bei den Pkw-Zulassungen der vergangenen Jahre aus.

Höchststände bei den Spritpreisen

Gegenwärtig kostet die günstigste Benzinsorte E10 in Deutschland 1,54 Euro je Liter, Superbenzin ist drei Cent teurer. Für Diesel müssen die Autofahrer 1,50 Euro je Liter bezahlen. Für die hohen Preise nannte der ADAC-Sprecher eine Reihe von Gründen: Zum einen gebe es in Deutschland einen relativ hohen Steuersockel. Zudem versuchten die Mineralölkonzerne immer wieder, höhere Preise am Markt durchzusetzen. Aber auch das Euro/Dollar-Verhältnis, die Nachfrage nach Rohöl aus China und Indien, Engpässe bei den Raffinerien und die Spekulation auf den Rohstoffmärkten spielten eine Rolle.

Preissteigerung weit oberhalb der Inflationsrate

Laut einem vom ADAC erstellten Zehn-Jahres-Vergleich hat sich Benzin in diesem Zeitraum um 49 Prozent und Diesel um 72 Prozent verteuert. Bei 15 000 gefahrenen Kilometern im Jahr bedeute das Mehrkosten von 371 Euro - bei einem Diesel-Kleinwagen - und bis zu 714 Euro bei einem Benziner der Oberklasse. Das liegt weit über der allgemeinen Inflationsrate und übersteigt auch die Entwicklung der Netto-Löhne.

Auch der technische Fortschritt hilft nur partiell. Neue Fahrzeuge verbrauchen zwar weniger, aber mehr als 20 Prozent Ersparnis dürfte in den zehn Jahren in einer Fahrzeugklasse kaum zu erreichen gewesen sein. Ohnehin profitieren von den Errungenschaften der neuen Modelle zunächst die Käufer von Neuwagen. Geringverdiener, die sich nur einen Gebrauchten leisten können, erreicht der Innovationsschub nur mit Verspätung.

Kra/DPA / DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.