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Renault Talisman TCe 225 EDC FAP: Teutonisiert

Renault macht dem Talisman mächtig Beine und spendiert der Limousine einen stärkeren Vierzylinder-Benziner mit 225 PS. Die Kraftkur ist durchweg gelungen und tut dem richtig Mittelklasse-Franzosen gut.

Die Formen bleiben unverändert

Die Formen bleiben unverändert

"Die neuen Motoren mit mehr Leistung sind auf Wunsch des deutschen Marktes in das Modellportfolio aufgenommen worden", heißt es bei Renault. Schließlich ist der Nachbar auf der anderen Seite des Rheins nach wie vor einer der wichtigsten europäischen Exportmärkte der Marke mit dem Rhombus auf dem Kühlergrill gemausert. Also hört man auf die Teutonen und verpasst auch dem Talisman ein Triebwerk mit mehr Wumms. Das Schlüsselwort in dieser Aussage ist "mehr". Die Leistung von 165 kW / 225 PS ist für einen Vierzylinder zwar wacker, aber da kann jeder Durchschnitts-Golf GTI mithalten. Von einem VW Passat, der im nächsten Jahr neu aufgelegt wird, ganz zu schweigen. Das 1,8-Liter-Triebwerk des Talisman ist kein Unbekannter, es befeuert mit etwas mehr Leistung Sportler wie den Alpine A110 und den Renault Mégane R.S. Das Aggregat verfügt über zwei obenliegende Nockenwellen und einen Twin-Scroll-Turbolader mit zwei getrennten, parallel verlaufenden Strömungskanälen für jeweils zwei Zylinder. Das Resultat: Weniger Abgasgegendruck und daher mehr Leistung sowie ein bessertes Ansprechverhalten. Verfeinert wird die Komposition noch durch die variable Steuerung der Einlassventile in drei Positionen, was den Spritverbrauch weiter reduziert.

Teutonisiert
Die Formen bleiben unverändert

Die Formen bleiben unverändert

Die Leistungsanpassung des Vierzylinder Benziners wurde hauptsächlich durch ein Software-Update bewerkstelligt, denn eine Familienlimousine braucht ein anderes Ansprechverhalten und eine andere Leistungsentfaltung, wie die beiden giftigen Athleten. Jedenfalls tut diese Teutonisierung dem Talisman gut. Jetzt zupfen 225 PS und ein maximales Drehmoment von 300 Newtonmetern vehement an der Vorderachse. Daher macht der Talisman aus seiner Frontantriebsnatur nur wenig Hehl und teilt dies dem Fahrer durch die Lenkung mit, die durchaus direkter und mitteilsamer sein könnte. Dabei schlägt sich der Talisman aufgrund der Allradlenkung in Kurven durchaus beachtlich.

Ansonsten gefällt der Vierzylinder und auch das Zusammenspiel mit dem bekannten Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe gib wenig Anlass zur Klage. Zumal die Gangschaltung sehr komfortabel abgestimmt ist und keine harten Gangwechsel hinlegt. Passend dazu ist das Fahrwerk kommod abgestimmt, agiert aber aufgrund der verbauten adaptiven Dämpfer harmonisch, ohne übertrieben straff zu sein. Daher passt der Fahrmodus "Sport", bei dem sich die virtuellen Instrumente rot färben, sehr gut zum 1.487 Kilogramm schweren Franzosen. Die Drehzahl schnellt nach oben und die Gasannahme ist kerniger, ohne nervig zu rucken. Egal, welchen Modus man wählt, der Motor hält sich akustisch zurück. Bei 130 km/h übertönen die Windgeräusche an den Außenspiegeln das Verbrennungsstakkato - offenbar ist der Talisman gut gedämmt. Die Fahrleistungen hauen einen nicht vom Hocker, sind aber ausreichend: Nach 7,4 Sekunden passiert die Tachonadel die 100 km/h Markierung und es geht weiter bis 240 km/h. Der Durchschnittsverbrauch pendelt sich bei 7,2 l/100 km ein.

Das Cockpit bleibt unverändert. Also findet man auch bei diesem Talisman das Head Up Display mit der aufklappbaren Plexiglasscheibe und das hochkant gestellte Tablet mit einem 8,7 Zoll Bildschirm, damit erinnert die Mittelkonsole so ein bisschen an Volvo, aber der Innenraum erreicht nicht die Anmutung der schwedischen Fahrzeuge. Die Grafik des Navigationssystems wirkt angestaubt, aber mit der Bedienung kommt man sehr schnell zurecht. Bleibt nur noch der Preis: Der Talisman mit dem 165 kW / 225 PS Benziner kostet 42.150 Euro.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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