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Kampagne: Stolz und blutig - diese Männer verdanken ihr Leben ihrem Sicherheitsgurt

Sicherheitsgurte sind für Weicheier, glauben die harten Männer in Neuseeland. Um sie vom Anlegen des Gurts zu überzeugen, wurde diese Kampagne mit echten Unfallopfern gestartet.

Will Giles  Überlebte am 05.04.2018  Will hielt an einer Kreuzung, als er von hinten gerammt wurde. Nach einer Verletzung des Gehirns musste er erst wieder lernen zu sprechen und zu gehen.

Will Giles

Überlebte am 05.04.2018

Will hielt an einer Kreuzung, als er von hinten gerammt wurde. Nach einer Verletzung des Gehirns musste er erst wieder lernen, zu sprechen und zu gehen.

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Es sind eindrucksvolle Porträts von echten Unfallopfern, die in Neuseeland an den Straßen und in den Bars hängen. Zehn Männer haben bei einer Plakat-Kampagne mitgemacht. Sie alle waren in einen schweren Unfall verwickelt. Einige als Opfer, etwa weil sie von einem Betrunkenen gerammt wurden. Bei jemand anders war es einfach Pech, ihn hatte die Sonne im falschen Moment geblendet. Und einige waren selbst schuld, etwa weil sie noch schnell über einen Bahnübergang hinweg wollten und sich verschätzt hatten.

Stolz wie Straßen-Krieger

Die Kampagne präsentiert eine realistische Mischung. Die Fotos wurden weit nach den Unfällen gemacht. Für die Aufnahmen hat die Special-Effect-Firma PROFX die alten Blessuren mit Make-up nachgestellt. Die Bilder berühren und irritieren. Denn die Körper und die Posen zeigen durchaus, dass die Schwerverletzten inzwischen genesen und wohlauf sind. Zentrales Motiv sind die Blutergüsse, die der lebenserhaltende Gurt hinterlassen hat.

Kampagne: Stolz und blutig - diese Männer verdanken ihr Leben ihrem Sicherheitsgurt
Will Giles  Überlebte am 05.04.2018  Will hielt an einer Kreuzung, als er von hinten gerammt wurde. Nach einer Verletzung des Gehirns musste er erst wieder lernen zu sprechen und zu gehen.

Will Giles

Überlebte am 05.04.2018

Will hielt an einer Kreuzung, als er von hinten gerammt wurde. Nach einer Verletzung des Gehirns musste er erst wieder lernen, zu sprechen und zu gehen.

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Mit der Kampagne will die Transport-Behörde Neuseelands (NZTA) die Zahl der Todesfälle auf den Straßen reduzieren. Jedes Jahr sterben 90 Menschen in dem Land, weil sie nicht angeschnallt waren. Meist junge Männer in ländlichen Gebieten. Hinzu kommt, dass dort sehr viele alte Pick-ups und Offroader im Betrieb sind, die nicht über Airbags verfügen. Doch auch in einem modernen Pkw, der mit Airbags gespickt ist, bleibt der Gurt der Lebensretter Nummer eins. Die Kissen der Airbags wirken nur unterstützend und ihre Wirkung ist darauf kalkuliert, dass Gurt und Gurtstraffer die Insassen im Falle eines Unfalls exakt in Position halten.

Maßgeschneiderte Kampagne

Im ländlichen Neuseeland ist die Mentalität das Problem. Diese Kampagne richtet sich an Männer im Alter von 20 bis 40 Jahren. Diese "Jungs", klagt die Behörde, seien ein "Haufen", der mit Argumenten schwer zu erreichen ist. Die Ländler aus Neuseeland tragen keine Sicherheitsgurte, sie sehen den Gurt als Extra. Als etwas, das "richtige" Männer nicht benutzen. Sicherheit sei für Weicheier, so die allgemeine Ansicht der rasenden Provinzler. So wie auch in Deutschland Aufkleber beliebt sind, die die Aufschrift tragen: No Airbag; wir sterben noch wie Männer!

Um diesen "Haufen" zu erreichen, wurden Männer abgelichtet, die genauso sind wie die Zielgruppe. Und sie wurden absichtlich nicht als Opfer dargestellt, sondern als Helden, die eine Art von Schlacht auf der Straße überstanden haben. Sie tragen ihre Verletzungen stolz wie Auszeichnungen– wie "echte" Männer eben, Männer, die den Sicherheitsgurt benutzen.

Quelle: Belt up


Kra

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.