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Panzer-Technik: Jetzt kommen die Roboter-Panzer

Die Panzer der Zukunft sind tödlich und unbemannt. Eine Firma aus den USA stellte ihren ersten ferngesteuerten Drohnenpanzer vor. Und reagierte damit auf die ersten Roboter-Panzer aus Russland.

Die Großmächte überbieten sich derzeit mit Informationen über kommende Waffensysteme. Der Impuls geht meist von Russland aus: In der Konfrontation mit dem Westen sollen Neuigkeiten aus den Rüstungsschmieden den Patriotismus schüren, außerdem sollen die News künftige Käufer russischer Militärtechnik neugierig machen.

Nun gibt es aus den USA erste Bilder, über die Entwicklung eines ferngesteuerten Panzers. Wie auch bei den Entwicklungen in Russland handelt es sich nicht um einen ausgewachsenen Kampfpanzer (MTB) und auch nicht um einen echten Schützenpanzer (IFV), sondern um ein vergleichsweises kleines Kettenfahrzeug.

Die Firma Howe and Howe Technologies ist spezialisiert auf ferngesteuerte Fahrzeuge, allerdings im industriellen Auftrag. Für das Militär wurde nun die Steuerung des Ripsaw EV-2 umgestellt. Bob Testa aus der Entwicklungsabteilung erklärt: "Wir haben das Kabel gekappt und die Sache wireless gemacht, damit Fahrzeug und Waffen aus der Ferne gesteuert werden." Bei einem ersten Test der Army fuhr der Ripsaw voran und wurde von einem Mannschaftstransporter M113 in einem Kilometer Entfernung verfolgt. Der M113 wurde normal von einem Fahrer gesteuert, an Bord saß ein weiterer Mann, der Bewegung und Waffen des Drohnenpanzers steuerte.

Bisher handelt es sich um ein reines Entwicklungsprojekt. Der Ripsaw sieht zwar martialisch aus und überzeugt durch hohe Beweglichkeit und Geländegängigkeit, wurde aber nicht speziell fürs Militär entwickelt. Kaum fünf Tonnen schwer, erreicht das Gefährt eine Spitzengeschwindigkeit von 150 km/h. Für den Test wurden HD-Kameras und ein schweres MG montiert. Aber zum jetzigen Zeitpunkt ist die Waffe noch nicht vollständig automatisiert, auch dürfte der Ripsaw nicht gepanzert sein.

Die Idee hinter dem Projekt ist aber klar: Der Drohnenpanzer soll den Gegner bekämpfen, ohne eigene Soldaten in Gefahr zu bringen.

Ein ähnliches Projekt hat der Kreml im letzten Jahr vorgestellt. MRK-002-BG-57, Spitzname: Wolf-2, geht einen deutlichen Schritt Richtung vollautomatischer Roboterpanzer weiter. Seine Elektronik soll bis zu zehn Ziele gleichzeitig erfassen können, die er selbständig bekämpfen kann. An Bord des Ripsaw scheint noch gar kein Gefechtsradar installiert zu sein. Derzeit muss aber auch bei dem Russenpanzer ein Mensch den Schießbefehl geben. Inwieweit der Wolf-2 im Gefecht selbstständig agieren kann, lässt sich kaum sagen, da das russische Militär keine Informationen dazu herausgibt. Denkbar wäre es, dass der Mini-Panzer, sobald er losgelassen wurde, von allein Bewegung und Waffeneinsatz wählt. Möglich wäre es aber auch, dass ein Mensch helfend eingreifen muss. Auf Videos sind jedenfalls Module zur Fernsteuerung zu erkennen. Serienreif dürfte das Fahrzeug aber auch nicht sein. Die vorgeführten Fahrgestelle zum Beispiel sind nur in Grenzen geländetauglich.

Gernot Kramper

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.