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Radsport: Jan Ullrich: "Mein größter Gegner bin ich selbst"

Jan Ullrich: "Mein größter Gegner bin ich selbst"

Hamburg - Radprofi Jan Ullrich erwartet für die kommende Tour de France ein noch härteres Duell mit dem fünfmaligen Sieger Lance Armstrong als in diesem Jahr. "Lance nennt mich seine größte Motivation. Er konzentriert sich ganz auf das Duell; er liebt diesen Kampf Mann gegen Mann", sagte Ullrich in einem Interview mit dem stern. Der US-Radfahrer brauche ihn als Rivalen, um sich zu motivieren. Er dagegen brauche ihn nicht. "So gesehen: Ja, mein größter Gegner bin ich selbst", erklärte Ullrich. Er habe sich nach dem Jahr Pause verändert, könne sich heute besser schinden. "Ich habe diesen Kampf angenommen - das ist der neue Ullrich."

Die Äußerung von Armstrong, Ullrich sei der Favorit, weil sein bestes Jahr vor ihm liege, nannte der diesjährige Tour-Zweite "typisch für Lance". Ullrich zum stern: "Nur, als fünfmaliger Tour-Sieger kann er nicht den Druck bei mir abladen. Aber eine gezielte Ruhestörung ist das schon. Er fühlt wohl, dass ich ihm gefährlich werde."

Dass Armstrong in seiner Autobiografie "In letzter Sekunde" daran zweifelt, ob der Deutsche nach dem Sturz bei Luz Ardiden tatsächlich auf ihn gewartet habe, ärgert Ullrich nicht. "Was mich stört, ist, dass er nach der Tour sagt: Ich war so schlecht, ich habe nur mit einer Minute Vorsprung gewonnen, damit wertet er unsere Leistung ab. Aber das ist wohl seine Mentalität - er ist halt Texaner", sagte der künftige für das Team T-Mobile startende Radprofi im stern.

Ullrich erwartet, dass die neue Teamführung mit ihm anders umgehen wird als die Telekom, bei der er sich zum Ende hin wie ein Kind behandelt fühlte. Im stern-Interview gesteht er aber auch eigene Fehler ein. "Ich habe ihnen gesagt: Ich bin ein anderer geworden, ihr seht, wenn ihr mir meine Freiheiten lasst, dann bringe ich meine Leistungen. Es ist heute nicht mehr nötig, mir einen Aufpasser zu schicken, der schaut, ob ich auch wirklich zum Training fahre. Die Teamführung weiß nun, dass ich mich gewandelt habe", so Ullrich.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.