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ADAC-Pannenstatistik: Deutsche Hersteller glänzen wieder

Die Zeiten, in der Pannenserien das Ansgehen deutscher Autos ruinierten, sind vorbei. Die aktuelle ADAC-Pannenstatistik belegt: Deutsche Autobauer können in Sachen Zuverlässigkeit wieder gut mithalten.

In der Mittel- und Oberklasse gingen die heimischen Premiumanbieter Audi, Mercedes und BMW klar in Führung, in der Kompaktklasse und bei den Vans glänzte Mazda, wie der ADAC mitteilte. In fünf Fahrzeugklassen, in denen Fabrikate beider Nationen gegeneinander antraten, eroberten japanische Hersteller drei und deutsche zwei Mal den ersten Platz.

Komplizierter Modus

Der ADAC wählte nach einem komplizierten Verfahren insgesamt 78 Modelle verschiedener Hersteller aus, die von seinen Straßenwacht-Pannenhelfern wieder flott gemacht werden mussten: Die Fahrzeugmodelle mussten dabei in einem Jahr auf mindestens 10.000 Neuzulassungen kommen, zwischen ein und sechs Jahre alt sein und mindestens drei Jahre lang im wesentlichen unverändert hergestellt worden sein. Dadurch landeten sowohl in der Kleinwagen- als auch in der Kompaktklasse zwei Modelle auf dem ersten Platz, die inzwischen gar nicht mehr gebaut werden: Der kleine Audi A2, den die Ingolstädter zum Jahreswechsel aus dem Programm nahmen, und der längst abgelöste Mazda 323. Auch das von allen in der Statistik aufgelisteten Fahrzeugen am schlechtesten bewertete Modell rollt längst nicht mehr vom Band: Der Opel Omega Baujahr 2001 brachte es als Schlusslicht auf 66,2 Pannen pro 1.000 zugelassene Fahrzeuge.

New Beetle überraschend gut

Bei den Kleinwagen eroberte BMW mit seinem Mini den zweiten Platz, gefolgt von den rund 5.000 Euro billigeren Honda Jazz und Toyota Yaris. Opel Corsa und VW Polo landeten nach dem früheren VW Lupo auf den Plätzen sechs und sieben. In der Kompaktklasse legte nach dem alten Mazda 323 überraschend der in Mexiko gebaute VW New Beetle den besten Platz, vor Honda Civic, Audi A3, VW Golf, Toyota Corolla und Mercedes A-Klasse. Als letzter ging der Fiat Stilo auf Platz 17 in die Wertung. In der Mittelklasse behauptete die Mercedes C-Klasse ihren Spitzenplatz vor dem 3er BMW und dem Audi A4, mit deutlichem Abstand gefolgt vom Mazda 6.

In der Oberklasse erfüllten nur sieben Modelle die ADAC-Auswahlkriterien, so dass die deutschen Anbieter bis auf Volvo unter sich blieben: Platz eins belegte der Audi A6 vor der alten Mercedes S-Klasse und der E-Klasse, dicht gefolgt vom 5er BMW. Dann folgen Volvo-Oberklasse und Opel Signum.

Pannensicherstes Cabrio war der 3er BMW vor Mercedes SLK. Toyota ergatterte mit seinem RAV 4 souverän den ersten Platz in der Kategorie Geländewagen vor der Mercedes M-Klasse und dem BMW X5. Vor allem bei älteren Fahrzeugen konnte die Toyota-Entwickler punkten: Von allen Automodellen im Alter von sechs Jahren war der Toyota Yaris das zuverlässigste Modell: Mit 12,5 Pannen auf 1.000 zugelassene Fahrzeuge stellte er fast einige Neuwagen in den Schatten.

Pannenhelfer verzeichnen neuen Einsatzrekord

Der ADAC wertete insgesamt knapp zwei Millionen Pannenberichte aus. Der Kilometerstand der Fahrzeuge blieb unberücksichtigt. Häufigste Pannenursachen waren mit einem Anteil von 35 Prozent wie im Vorjahr Schäden an der Fahrzeugelektrik, worunter meist entladene oder defekte Batterien fielen, ebenso wie Schäden an der Lichtmaschine oder durchgebrannte Sicherungen. Insgesamt musste der Automobilclub im vergangenen Jahr so viel Pannenhilfe leisten wie noch nie: Die ADAC-Straßenwacht und ihre Partner mussten rund 3,75 Millionen Mal ausrücken - rund 10.200 Einsätze pro Tag. Rekordtag war der eisige 28. Februar, an dem insgesamt 21.874 Hilferufe bei der ADAC-Pannenhilfezentrale eingingen. Insgesamt konnten die Gelben Engel in 83,7 Prozent der Fälle die Schäden noch an Ort und Stelle beheben.

Michael Pohl/AP

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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