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Autoelektronik: Zeigt her eure Blutbahnen

Die neuste Technik macht Autodieben künftig das Leben schwer: Nicht der Schlüssel, sondern erst die richtigen Blutgefäße öffnen die Fahrertür.

Das Auto der Zukunft kann seinen Besitzer an dessen Blutgefäßen erkennen: Ein im Türgriff eingebauter Scanner analysiert das Muster der Venen und Arterien in den Fingern und öffnet nur den berechtigten Nutzern die Tür. So können Autodiebe selbst dann nicht in das Fahrzeug gelangen, wenn sie im Besitz der Schlüssel sind. Das Muster der Blutgefäße sei für jeden Menschen so charakteristisch wie ein Fingerabdruck, berichtet der Online-Dienst des Wissenschaftsmagazins "NewScientist".

Der Türgriff des von Entwicklern des Elektronikkonzerns Hitachi vorgestellten Systems ist so gestaltet, dass die Hand des Benutzers beim Öffnen immer die gleiche Position einnimmt. Der Scanner kann dann die von der Haut der Finger ausgehende Wärmestrahlung erfassen. Deren Intensität ist nahe eines Blutgefäßes höher als in größerem Abstand zur Vene oder Arterie, wo die Haut etwas kühler ist. Von der Haut fällt daher immer ein typisches Muster aus Infrarotstrahlung auf den Scanner, der dieses erfasst und mit den im System hinterlegten Daten vergleicht.

Weniger Daten erforderlich

Gegenüber der Erkennung von Fingerabdrücken hat der Venenscan den Vorteil, dass zur Identifizierung des Nutzers weniger Daten erforderlich sind, erklären die Entwickler. Ähnliche Systeme entwickelt Hitachi bereits für Bankautomaten, Türsicherungen und auch für Computer. Das Unternehmen hat bereits den Prototypen eines Venenscanners von der Größe einer Streichholzschachtel vorgestellt.

DDP / DDP
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