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Cabrio-Hochburg Starnberg: Die Reichen lieben es oben offen

Die Haare im Wind, so sind viele Autofahrer im Kreis Starnberg unterwegs. Nirgendwo ist der Anteil von Cabrios an allen Personenwagen größer als in dem bayerischen Landkreis. Die Cabrio-Zulassungen spiegeln das Wohlstandsniveau, die neuen Bundesländer fahren geschlossen.

Von 1000 Pkw fahren in Starnberg 80 ohne Verdeck. Das zeigt die Auswertung von Daten des Kraftfahrt- Bundesamtes für 2009. Insgesamt sind im Kreis Starnberg rund 6000 Autos oben ohne unterwegs. Im bundesweiten Kreisvergleich folgen auf Starnberg die kreisfreie Stadt Baden-Baden und der Hochtaunuskreis mit einem besonders hohen Cabrio-Anteil.

In Baden-Baden sind von 1000 Pkw 69 Cabrios, im Hochtaunuskreis sind es 68. "In diesen Gegenden leben viele gut situierte Menschen. Sie leisten sich das Cabrio dann als Zweit- oder gar Drittwagen", sagt Andreas Hölzel vom ADAC.

Deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 40 Cabrios je 1000 Pkw liegen auch die Großstädte München (64), Stuttgart (63), Düsseldorf (57), Köln (53), Hamburg (53) und Frankfurt (51). "In den Großstädten sind Cabrios Statussymbole. Es gilt einfach als chic, in bestimmten Vierteln mit einem Cabrio vorzufahren", sagt Hölzel.

Während sich an der Spitze des Regionalvergleiches vor allem westdeutsche Kreise und Großstädte finden, ist der Cabrioanteil in den ostdeutschen Flächenländern gering. Von Berlin und dem Kreis Potsdam Mittelmark abgesehen, fahren dort in keinem Kreis mehr als 25 von 1000 Pkw oben ohne. "In der Cabrio-Verbreitung spiegelt sich das allgemeine Wohlstandsgefälle in Deutschland", sagt Andreas Hölzel. Insgesamt sind in Deutschland rund 1,6 Millionen Cabrios gemeldet, die meisten davon mit 39.300 in München. Es folgen Berlin und Hamburg mit jeweils 37.600 und Köln mit 22.500.

DPA / DPA

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