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Wochenend' und Open Air: Cabrio preiswert mieten - so geht's

Mieten statt kaufen - das ist ideal, wenn man sich ein offenes Fahrvergnügen nur gelegentlich gönnen will. Wir sagen Ihnen, wie es geht und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.

Vollwertiges Cabrio zu einem vernünftigen Preis: Bei einem Autovermieter ist das Golf Cabrio häufig das beste Angebot

Vollwertiges Cabrio zu einem vernünftigen Preis: Bei einem Autovermieter ist das Golf Cabrio häufig das beste Angebot

Die begrenzte Cabriosaison treibt die Preise im Sommer nach oben. Für ein standesgemäßes Fahrzeug muss man an einem schönen Wochenende tief in die Tasche greifen. Geht es aber nur darum, dass der Wagen oben offen ist, geht es auch günstig.

Erste Anlaufstation für die Suche sind die normalen Mietwagenfirmen. Preiswerte Angebote finden Sie am leichtesten über Mietwagenvergleichsportale. Am günstigsten wurde häufig das offene Smart Cabrio angeboten. Seine Nachteile sind bekannt: Es passen nur zwei Personen mit wenig Gepäck hinein, und die Fahreigenschaften sind bescheiden. Dafür kann man so ein Exemplar für weniger als 100 Euro ein Wochenende sein eigen nennen. Derzeit wird das Fiat 500 Cabrio sehr günstig angeboten. Der 500er besticht durch sein knuffiges Retrodesign. Bei Sonderkationen Auf längeren Strecken ist der kleine Fiat jedoch nicht für vier Personen geeignet. Wer mehr als einen Kleinwagen wünscht, sollte zum Golf Cabrio greifen. Wenn man noch einen ergattern kann. Alternativ gibt es den Beetle.

Deutlicher PreisanstiegMöchte man mit dem Wagen auch ein bisschen angeben, steigen die Preise weiter. Ein Z4 oder ein 3er Cabrio von BMW kosten häufig über 500 Euro. Die offene E-Klasse von Mercedes liegt bei 650 Euro. Für ein Porsche 911 Cabrio muss man 850 Euro für ein Wochenende anlegen. Mehr Klasse beim Auto treibt die Kosten also überproportional nach oben. Stöbern lohnt sich. Immer wieder werden teure Fahrzeugtypen als Sonderangebot verliehen. Bei unseren Abfragen stießen wir zum Beispiel auf Audi TT und 3er BMW Cabrio die ab 150 Euro für ein Wochenende angeboten werden.

Von Privat ist billiger und exotischer

Wer etwas Besonderes sucht und nicht allzu viel ausgeben will, wird bei Carsharing-Plattformen wie tamyca.de fündig. Hier vermieten Privatpersonen ihr eigenes Fahrzeug. Das Angebot ist relativ klein. Man sollte daher frühzeitig einen Termin reservieren. Der Vorteil der Privatmiete ist der Preis. Einen Porsche Boxster kann man für 130 Euro am Tag mieten, ein rasantes Mini Cooper S Cabrio gibt es für 100 Euro. Viel sparen kann man, wenn man auch mit einem älteren Wagen zufrieden ist. Ein Z4 oder ein Audi A4 Cabrio gibt es dann schon für etwa 60 Euro. Wer Glück hat, findet einen Exoten wie den Mitsubishi Eclipse in der Nähe. Häufig angeboten wird der unverwüstliche Roadster Mazda MX5.

Wenn Geld keine Rolle spielt

Ist das Geld nicht so wichtig, bieten Spezial-Verleiher wie Pegasus-Rent exklusive Fahrzeuge an. Für ein relativ normales Auto wie einem Audi S5 Cabrio werden pro Tag 219 Euro in Rechnung gestellt. Ein fairer Preis. Ein Ferrari California kostet 1000 Euro, ein Bentley Continental Supersports Cabrio 1400 Euro. Beim Verleih sehr teurer Fahrzeuge ist die Selbstbeteiligung hoch, außerdem wird eine Kaution verlangt. Beides kann jeweils 10.000 Euro betragen.

Fazit: Oben offen geht auch preiswert. Bei den einfachen Modellen sind die klassischen Vermieter kaum zu schlagen. Ob Kleinwagen oder Kompaktklasse ist preislich fast einerlei, Modelle aus den höheren Klassen sind jedoch deutlich teurer. Eine Recherche in Carsharing-Portalen lohnt sich dennoch. Mit etwas Glück findet man ein gutes Angebot in der Nähe. Von exklusiven Autos sollten diejenigen die Finger lassen, die sich derartige Autos eigentlich nicht leisten können. Wer aus Jux einen McLaren leiht, sollte über die gewaltige Selbstbeteiligung im Schadensfall nachdenken. Bestes Spaß-Verhältnis aht man bei Sonderaktionen: Mit einem offenen BMW an die See für 150 Euro am Wochenende - da kann man nicht meckern.

Tipp: In Deutschland ist der Zuschlag für Abholung und Abgabe am Flughafen häufig sehr hoch. Setzen Sie nicht unbedacht den Airport-Haken in der Mietwagen-Abfrage. Bei einer anderen Station können Sie die Hälfte sparen - zumindest bei den preiswerten Cabrios.

Von Gernot Kramper
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