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Umtausch-Aktionen: Die Dieselprämie lohnt sich – ausgerechnet VW lockt damit die Kunden an

Viele sagen, VW sei schuld an der Dieselkrise. Der Konzern bietet jetzt die besten Umtauschprämien an. Mit Erfolg – am Ende könnte VW seine Marktmacht sogar noch ausbauen.

Sonstige Rabatte plus Prämie machen einen  Neuwagen deutlich billiger.

Sonstige Rabatte plus Prämie machen einen  Neuwagen deutlich billiger.

Getty Images

Anderslautenden Gerüchten zum Trotz: Die Diesel-Umtauschprämien lohnen sich. Man muss natürlich einen alten Diesel besitzen und einen Neuwagen kaufen wollen, sonst profitiert man nicht von diesem Deal. Im November berichteten wir, bei welchen Marken sich der Umtausch wirklich lohnt. Entscheidend ist nicht allein die Höhe der Umtauschprämie – wichtiger ist, wie die einzelnen Marken Umtauschprämie und andere Rabattaktionen miteinander verrechnen.

Um zu erfahren, wie die Rabattstrukturen der Marken funktionieren lesen Sie: Die Umweltprämie lohnt sich - aber nicht bei jeder Automarke

Kurzgefasst kann man sagen: Die Prämie lohnt sich, wenn sie zusätzlich zu sonstigen Rabatten gezahlt wird. Sie wird attraktiver wenn der Händler auch Fremdfahrzeuge umtauscht. Die Daten stammen vom Carwow. Auf dem Portal kann ein potenzieller Käufer sein Wunschauto angeben und erhält dann verbindliche Angebote von Autohändlern. Carwow hat daher einen Einblick in das echte Marktgeschehen und weiß, was die Kunden wirklich für ihren Wagen bezahlen.

Solide Ersparnis möglich

Am stärksten wird die Prämie bei VW nachgefragt, fast jeder zweite Kunde nutzt sie bei der Konfiguration seines Neuwagens. Eine Beispielrechnung macht es deutlich: Ein VW Golf mit dem beliebtesten Motor (1.5 TSI), mit 130 PS, Schaltgetriebe und der Comfortline-Ausstattung soll laut Liste 24.975 Euro kosten. Der durchschnittliche Händlerpreis liegt 13 Prozent darunter. Dann kostet das Auto 21.728 Euro. Dann sind etwa 3000 Euro weniger. Eine schöne Ersparnis, aber nicht berauschend. Anders sieht das Bild mit der Umtauschprämie aus: Dann steigt die Ersparnis 7247 Euro. Das sind fast 30 Prozent vom Neupreis. Der Golf kostet dann nur noch 17.728 Euro. Dann ist der Neuwagen billiger als ein junger Gebrauchter.

Es zeigt sich aber, dass die Prämie nicht bei allen Marken gleich stark angenommen wird. Der VW-Konzern führt. Bei VW sind es 48 Prozent, bei Skoda 40 Prozent und bei Audi 40 Prozent. Alle drei Marken haben einen hohen Dieselanteil und die Prämien sind sehr attraktiv gestaltet.

Der Volkswagen-Konzern gilt als Verursacher der Dieselkrise. Die hohen Prämien dürften die Gewinne pro Fahrzeug deutlich schmälern. Der hohe Anteil an Umtauschwilligen deutet aber darauf hin, dass der Konzern seine Prämien auch dazu nutzt, neue Kunden zu erobern, die zuvor ein Konkurrenzfahrzeug gefahren haben. Bei Mercedes und BMW ist der Anteil der Prämienkunden mit 35 bzw. 30 Prozent deutlich geringer.

Bei Marken wie Opel und Nissan wurden die Prämien als wenig attraktiv eingestuft, dennoch werden sie relativ häufig in Anspruch genommen (Nissan 37 Prozent, Opel 32 Prozent).

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Teils verschenken die Kunden bares Geld 

Derartige Werte können auch an der Unkenntnis der Kunden liegen. Die Umtauschprämien sind derzeit in aller Munde, weniger bekannt ist es, dass sich bei einigen Herstellern andere Rabattaktionen mehr lohnen können.

Entscheidend ist natürlich auch, welche Wagen die Kunden mitbringen. Bei einem Hersteller, der im Wesentlichen Klein- und Kleinstwagen verkauft, ist der Anteil an Dieselfahrzeugen generell geringer. Für Leasingfahrzeuge fallen diese Prämien übrigens nicht an. Die Kunden geben die Wagen nach der vereinbarten Zeit einfach zurück.

Die Renault Umtauschprämie wurde als sehr attraktiv eingeschätzt, sie wird von 39 Prozent der Kunden angekreuzt. Nach Ansicht von Carwow verschenken Kunden aber auch bares Geld. Mini und Hyundai bieten attraktive Konditionen, doch wählen nur 23 Prozent der Mini-Kunden und 21 Prozent der Hyundai-Kunden diese Prämie.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.