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Luxuskarosse zur Miete: Heute einen Lambo

Eine Berliner Mietwagenfirma bietet ihrer Kundschaft Sportwagen der Luxusklasse zu schwindelerredenden Preisen an. Doch gerade in Krisenzeiten läuft das Geschäft mit Lamborghini, Ferrari, Maserati und Co auf Hochtouren.

Es gibt Leute, die schaffen sich für 3500 Euro einen soliden Gebrauchtwagen an. Andere geben die gleiche Summe aus und bekommen einen Mercedes Benz McLaren Roadster - für einen einzigen Tag. Dafür lässt sich das automobile Edel-Geschoss mit der Kraft von 626 Pferdchen auf Tempo 337 km/h peitschen. Im Vergleich dazu ist ein Lamborghini Murciélago fast schon zum Sparpreis zu haben - den kann man schon für 2200 Euro einen Tag lang sein eigen nennen. Dabei beglückt der rassige Italiener seinen Steuermann mit 641 PS, meistert einen raketenartigen Spurt von Null auf 100 in 3,4 Sekunden und fegt den linken Autobahnstreifen mit 330 Sachen leer.

Angeboten wird der automobile Wahnsinn von einem Autoverleiher in Berlin. "25 Fahrzeuge gehören momentan zu unserem Fuhrpark", erzählt Geschäftsführer Dirk Delitz und lässt sich die Namen der prominentesten Miet-Modelle förmlich auf der Zunge zergehen - Lamborghini Gallardo Spyder, Ferrari California, Ferrari F430 Spyder, Mercedes Benz SL65 AMG Black Series, Aston Martin DB9 Volante und Rolls Royce Phantom, eine Limousine, mit der sich auch Staatsmänner standesgemäß kutschieren lassen. Dass an diesem sonnigen Augustmorgen lediglich der silbergraue Black Series und ein anthrazitfarbener Audi A8 auf dem Firmenhof stehen, freut den Geschäftsmann. Die anderen Fahrzeuge sind unterwegs - und verdienen gerade Geld.

Hang zu schnellen Autos

Auf die Idee, eine Mietwagenfirma mit Autos zu gründen, von denen kleine und große Jungen träumen, ist Delitz vor ein paar Jahren durch seinen ersten eigenen Traumwagen gekommen. "Immer wieder mal fragte mich jemand, ob ich mein Auto, einen BMW M5, mal verleihen würde. Bekannte boten mir Geld für eine Spritztour an", erinnert sich der heute 27jährige. Dass es da offenbar eine Marktlücke zu füllen gab, ging dem gelernten Bankkaufmann nicht mehr aus dem Kopf. "Schließlich habe ich den Bankjob an den Nagel gehängt und meinen Hang zu schnellen Autos zum Beruf gemacht."

Die Rechnung des jungen Bankers ging auf. "Weil es eine Menge Leute gibt, die sich mit einem Rolls Royce, einem Bentley oder Maybach wie ein Promi fühlen wollen - und sei es eben nur für einen Tag. Andere wieder wollen wenigstens einmal zu erleben, wie es sich anfühlt, beim Beschleunigen von über als 600 PS in die Sportsitze gepresst zu werden", weiß der Mietwagen-Experte. "Denen ist der Spaß eine Menge wert, gerade weil der eigene Superschlitten ein unerreichbarer Traum geblieben ist."

Geschäft läuft besser denn je

In Zeiten von Wirtschaftskrise und verschärfter Klimaschutz-Diskussion, läuft das Geschäft mit dem automobilen Luxus besser denn je. "Viele Leute, die sich’s leisten könnten, wollen sich so ein Auto gar nicht mehr vor die Haustür stellen. Schon wegen der Nachbarn nicht", weiß Delitz. "Der Sozialneid wird immer größer. Und auch der Druck, ein politisch korrektes Auto zu fahren, nimmt zu. Davon profitieren wir." Denn mögen die besserverdienenden Sportwagenfans nun auch vernünftige Mittelklasse-Limousinen oder über putzige Kleinwagen fahren - die Lust auf einen PS-Giganten bleibt. "Wir haben Kunden, die holen sich einen Lambo fürs Wochenende oder gleich für mehrere Urlaubswochen."

Im Tagesmietpreis von Lamborghini, Ferrari, Maserati und Co sind 250 Freikilometer enthalten. Das reicht noch nicht einmal für einen Trip von Berlin an die Ostseeküste. Doch die zahlungskräftige Klientel stört sich nicht an den drei bis neun Euro, die je nach Modell, pro Zusatzkilometer zu Buche schlagen. Einen ihrer Lamborghinis haben die Berliner sogar schon mal vier Monate am Stück vermietet. Mit entsprechendem Rabatt versteht sich.

Dickschiffe oder rassig-aggressive Sportboliden

Berlin ist kein schlechtes Pflaster fürs extravagante Mietwagengeschäfte. In den 4- und 5-Sterne Hotels der Hauptstadt lässt sich interessante Kundschaft rekrutieren, weiß von Delitz, der sein Unternehmen seit kurzem gemeinsam mit Ali Ekici betreibt. Doch damit der Euro richtig rollt, brauchen die Luxus-Vermieter auch die Kundschaft im Rest der Republik. Nach dem Motto, wenn der Kunde nicht zum Auto kommt, kommt das Auto zum Kunden, liefern die Luxusautovermieter Zwölfzylinder-Dickschiffe oder rassig-aggressive Sportboliden bundesweit an. "Vor allem im Münchner Raum werden unsere Autos viel gebucht", sagt Dirk Delitz. Er und seine fünf Mitarbeiter würden sich auch selbst gern hinters Steuer setzen, um ein Fahrzeug zum Kunden zu bringen. "Kommt aber nicht in Frage. Der Verschleiß ist gerade bei solchen Autos enorm", sagt der Geschäftsführer. Jedes der PS-gewaltigen Prachtstücke wird grundsätzlich mit dem Transporter gebracht.

Dass ein Ausflug mit dem Supersportler auch schon mal mit einer total zerknautschter Schnauze endet, liegt in der Natur der Sache. "Zum Glück passiert das sehr selten", versichert Delitz. Ein größeres Problem stellt der deutsche Winter dar. Der dauert viel zu lange. Wer mietet sich schon einen Supersportler, wenn Schnee und Eisglätte drohen? Die geschäftstüchtigen Berliner haben jetzt aber auch für diesen Missstand eine Lösung gefunden. Demnächst wollen sie eine Filiale in Barcelona eröffnen.

Susanne Kilimann; press-inform / press-inform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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