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Neuer Geisterfahrer-Fall: Autofahrer auf A1 wendet in Suizidabsicht

Stunden nach dem Horrorcrash nahe Offenburg kam es zu einem Unfall auf der A1. Der Verursacher drehte seinen Wagen absichtlich auf der Autobahn. Der junge Mann ist geisteskrank.

Die Pressemitteilung der Dortmunder Polizei liest sich wie eine Meldung nach einem alltäglichen Unfall: "Ein 24-Jähriger aus Meinerzhagen befuhr heute Mittag mit seinem PKW, Seat, die BAB 1 in FR (Fahrtrichtung - die Red.) Bremen. In Höhe der AS (Anschlussstelle - die Red.) Schwerte stieß der Alleinfahrer mit seinen PKW gegen einen Opel." Was aus der Erklärung zunächst nicht hervorging: Der Unfallverursacher wendete absichtlich auf der Autobahn, um einen Crash herbeizuführen - in Selbstmordabsicht. Die Staatsanwaltschaft Dortmund bestätigte einen Bericht des Internetportals "Der Westen".

Der 24-Jährige und die anderen vier Unfallbeteiligten kamen mit leichteren Verletzungen davon. In dem Opel saßen zwei Kinder im Alter von sieben und zehn Jahren sowie deren Großeltern. Die Oma musste zur Behandlung ins Krankenhaus. Offenbar sah der Opel-Fahrer das Wendemanöver frühzeitig, so dass er rechtzeitig das Tempo reduzieren konnte.

"Es war ein Suizidversuch. Der Mann ist psychisch krank", sagte ein Sprecher der Anklagebehörde. "Das Motiv für den Suizid ist in seiner psychischen Erkrankung zu sehen. Er wollte nach eigener Aussage einen Neuanfang und dafür wiedergeboren werden." Laut Staatsanwaltschaft fuhr er vor dem Unfall längere Zeit herum. Er habe eigentlich eine Bekannte in Dortmund besuchen wollen. "Dann ist er spontan auf die Idee gekommen, Suizid zu begehen." Der 24-Jährige sei ledig und habe keine Kinder.

Falschfahrer auf A46 findet selbst Ausweg

Der Frontalzusammenstoß in Nordrhein-Westfalen ist ein weiteres Beispiel für Geisterfahrer hierzulande - exakte Zahlen gibt es nicht. Der Vorfall ereignete sich am Sonntag nur wenige Stunden nach dem Horror-Crash auf der A5, bei dem ein Geisterfahrer womöglich unter Drogen- oder Alkoholeinfluss einen Unfall verursachte, bei dem er selbst und fünf weitere Menschen ums Leben kamen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wollte er sich nicht das Leben nehmen, ein Abschiedsbrief wurde bisher nicht entdeckt.

Auch auf der A46 bei Meschede war am Wochenende ein Geisterfahrer unterwegs. Laut "Der Westen" fuhr ein älteres Paar auf einer Abfahrt auf die Autobahn. Die alarmierte Polizei sei mit mehreren Fahrzeugen ausgerückt, habe die betroffenen Auffahrten in dem Abschnitt abgesperrt und die Strecke kontrolliert. "Bei unserem Eintreffen konnten wir allerdings keinen Geisterfahrer mehr feststellen", erklärte ein Polizeisprecher. Denkbar sei, dass der Geisterfahrer die A46 rechtzeitig wieder verlassen habe.

Zum besseren Schutz vor Geisterfahrern auf Autobahnen prüft das Bundesverkehrsministerium neue Warnmethoden mit Schildern und Fahrbahnmarkierungen. Aus einem seit 2010 laufenden Pilotversuch in Bayern würden zum Jahresende erste Zwischenergebnisse erwartet, sagte ein Sprecher. Der Parlamentarische Verkehrsstaatssekretär Jan Mücke (FDP) berichtete der Onlineausgabe der "Mitteldeutschen Zeitung", es werde geprüft, ob die getestete neonfarbene Warntafel mit einer schwarzen Stopp-Hand als regelgerechtes Schild in die Straßenverkehrsordnung aufgenommen werden könnte. Das ist bisher offen. Bei dem Pilotversuch an der A8 in Bayern wird an Anschlussstellen und Ausfahrten von Tank- und Rastplätzen getestet, inwiefern Warntafeln, Fahrbahnmarkierungen oder Kombinationen aus beidem Wirkung zeigen.

tso/mta

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.