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Red Bull X-Fighters: Salto mortale im Kraftwerk

X-Fighters sind moderne Gladiatoren auf Motorrädern. Im ehemaligen Londoner Kraftwerk Battersea Park haben sie um den Sieg im Finale 2009 gekämpft - es war eine Show der Superlative.

Im ehemaligen Londoner Kraftwerk Battersea Park haben an diesem Wochenende die weltbesten Motorrad-Athleten um den Sieg im X-Fight Freestylewettbewerb gekämpft. Nach Stationen in Mexiko City, Calgary, Texas und Madrid nun das Finale in London. Dort, wo Pink Floyd einst ein riesiges rosa Schweinchen für das Coverfoto von "Animals" durch die Schornsteine fliegen ließ, traten nun 12 der waghalsigsten Adrenalinjunkies auf zwei Rädern an.

Seit 2001 toben die tollkühnen Männer auf ihren fliegenden Bikes fünfmal im Jahr durch die Stunt-Arenen der Welt. Freestyle hat sich ursprünglich aus dem Motocross entwickelt und verbindet Figuren aus dem BMX Radfreestyle mit dem Motocross. Dieses Jahr gab es bei den X-Fightern noch vier Anwärter mit Aussichten auf den Titel. Vorjahressieger Mat Rebeaud (SUI) ging gegen Robbie Maddison (Aus) an den Start. Der Mann, der den Londonern als "Springer über die Tower Bridge" in lebhafter Erinnerung ist. Eigo Sato, der elegante Stylist aus Japan, lag hinter dem führenden Amerikaner Nate Adams. Aber Nate Adams konnte sämtliche Duelle in den Runden zwei und drei für sich entscheiden. Dünn würde die Luft nur einmal für ihn. In Runde zwei trat der König der Freestyler gegen seinen Landsmann Mike Mason an und konnte mit nur einem Punkt Vorsprung knapp überzeugen.

Zweiter Platz für das Kid aus Neuseeland

Vorjahressieger Mat Rebeaud musste nach einem Sturz ausscheiden. Sein Sprung geriet zu kurz und er landete samt Maschine hart auf der Auffahrtrampe des Kickers. Nach bangen Minuten konnte er auf eigenen Füßen den Parcours verlassen. Damit war der Sieg von Nate Adams perfekt. Nummer zwei wurde Levi Sherwood aus Neuseeland. Der blondlockige Knabe ist erst 17. Sein erstes Bike bekam er mit Vier. Nun sprang sich mit Superleistungen und entschlossenen Siegerposen in den Rang des Publikumslieblings. Er musste sich im finalen Duell nur Nate Adams geschlagen geben. Dritter wurde ein überragender Dany Torres. Der Mann, der auch den Wettkampf in Madrid gewann.

Die ganz große Show

Schon beim Einsprung der Athleten hielt die Menge den Atem an. Aus dem Inneren des Kraftwerks kamen die Bikes auf einer Rampe aus einem der Fenster mitten in die Zuschauermenge geschossen. Eine Idee des Veranstalters, die auch für die Athleten am Trainingstag noch ungewohnt war. Manch einer zog beim Flug durch das Fenster noch den Kopf ein. Beim gestrigen Wettkampf sah man nichts mehr von Unsicherheit. Levi Sherwood begann den Durchsprung sogar mit einer ersten Wertungsfigur.

Der Event in London war komplett ausverkauft und nicht nur Motorradfreaks füllten die Arena. Das Publikum bestand aus Familien, Großvätern mit Enkeln und mächtigen Girlgroups, die ihre Matadore anfeuerten.

Das Kraftwerk direkt am südlichen Themseufer, wo auch der Batman Film "Black Knight" gedreht wurde, wurde zu einer unglaublichen Kulisse für den finalen Kampf der Tour 2009. Weit über London leuchteten die ungeheuren Schornsteine in Pink und Blau. Riesige Scheinwerfer, an gigantischen Kränen hängend, warfen Lichtkaskaden über den Parcours aus Kickern, der aus 5000 Lastwagenladungen zermahltem Stein bestand. Dafür hatten die Veranstalter 10.000 Tonnen Ziegelsteine anfahren müssen

Angst und Schrecken in grandioser Kulissse

In Deutschland machten die Bullenreiter im letzten Jahr Station. Im Wuppertaler Steinbruch Oetelshoven sahen die Fans den Schweizer Mat Rebeaud vor dem Deutschen "Busty" Wolter aus Berlin siegen. Busty ( Der Limonaden-Gladiator ) war jetzt nicht mehr am Start, der Berliner hat die Seiten gewechselt. In London stellte er als Sachverständiger seine Motorradkenntnisse zur Verfügung.

Nur wenige Menschen können in ihrer Freizeit die Figuren der X-Fighter auf dem Motorrad nachvollziehen. Das Publikum fasziniert die Showeffekte. Sie werden mit Staunen und Herzklopfen genossen. Die X-Fighter unterhalten wie römische Gladiatorenkämpfe. Der Sturz von Mat Rebeaud zeigte, auch heute fahren Angst und Schrecken mit.

Marina Kramper

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.