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Exklusive Bestattung: Zur letzten Ruhe mit Rolls-Royce-Flotte

Das Beerdigungsunternehmen A. W. Lymn aus Nottingham hat die spektakulärste Leichenwagenflotte der Welt. Das letzte Geleit wird stilecht im illuminierten Rolls-Royce Phantom inszeniert.

Das britische Bestattungsunternehmen A. W. Lymn mit seiner Rolls Royce Flotte

Das britische Bestattungsunternehmen A. W. Lymn mit seiner Rolls Royce Flotte

Beerdigung durch A. W. Lymn erwählt, lässt diese zur letzten Ruhe in einem silbernen Rolls-Royce Phantom wie in einer Sänfte reisen. Insgesamt bewegt das Unternehmen 39 Fahrzeuge von Rolls-Royce und Bentley. "Rolls-Royce ist für uns typisch britisch", sagt Rob Lippitt, Fuhrparkleiter von Lymn, "die Autos beinhalten für uns Tradition. Unser ältestes Fahrzeug ist ein Phantom Six aus dem Jahre 1936, den wir immer noch nutzen. Den setzen wir gerade für Trauerfeiern von älteren Menschen ein."

 

Während das schwarze Vorkriegsmodell zumeist als Ausstellungsstück im Schaufenster gleich gegenüber des Friedhofsportals wirbt, präsentieren sich die aktuellen Rolls-Royce-Fahrzeuge im klassischen "gregorian silver". Nigel Lymn Rose setzt als Inhaber des familiär geführten Bestattungsunternehmens Lymn die aktuellen Rolls-Royce Phantom nicht nur für Beerdigungen, sondern auch für Familienfeiern aller Art ein. Daher gibt es im exklusiven Fuhrpark auch mehrere Limousinen ohne Glasaufbau. "Wir wollen anders sein als andere und das zeigen unsere Autos. Rund 85 Prozent der Einsätze sind Trauerfeiern", ergänzt der stämmige Brite mit weicher Stimme, während er über einen roten Langfloorteppich Richtung Fahrzeughalle schreitet, "unsere Kunden wollen spezielle Autos." Die Feiern selbst finden nicht allein in den Midlands statt und so läuft die Flotte quer durch ganz England.

 

Der Fuhrpark wird ständig ausgebaut. Zwei Phantom werden gerade bei Biemme Special Cars, einem Karosseriebauer in der Nähe von Venedig umgebaut; fünf weitere sind geplant. Rob Lippitt: "Der Umbau von einem normalen Phantom zu einem unserer exklusiven Leichenwagen dauert bis zu sechs Monaten und kostet bis zu 500.000 Pfund. Wir bringen die Autos selbst auf Achse von Nottingham aus nach Italien." Lymn kauft die Rolls-Royce-Modelle nicht als Neufahrzeuge beim Exklusiv-Händler, sondern greift zu bestens erhaltenen Modellen auf dem Gebrauchtmarkt. Nach den Umbaumaßnahmen sind die dann in exklusivem "gregorian silver" lackierten Luxusmodelle aus Goodwood kaum mehr wiederzuerkennen. Sieben Meter lang und um einen Glasaufbau zur Sarginszenierung erweitert, ist jedes ein spektakuläres Einzelstück.

 

Um die Särge einzigartig in Szene setzen zu können, bekommen die Beerdigungsfahrzeuge eine spezielle angefertigte LED-Anlage, mit der der Fahrer das Glasabteil mit Sarg und Kränzen von allen Seiten illuminieren kann. Das Geschäft boom - nicht zuletzt werden der ungewöhnlichen Leichenwagenflotte. Bis zu 30 Beerdigungen am Tag sind daher keine Ausnahme und so werden die sechs fest angestellten Bestattungsfahrer mit 15 Chauffeuren auf Abruf unterstützt. Ein eigens eingestellter Rolls-Royce-Mechaniker sorgt dafür, dass die silbernen Luxusmobile ohne Probleme im Alltag laufen. "Eine solche Beerdigung kostet ohne Blumen rund 10.000 bis 15.000 Pfund", ergänzt Lippitt, "doch der Preis lässt sich ohne Probleme auch verdoppeln, je nachdem wie viele Fahrzeuge wir als Begleitung schicken und wo die Feier stattfindet."

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.