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Stauchaos: Das große Stehen

Fünfmal Ferienbeginn und Werksurlaub bei zwei Autoherstellern - das ist zu viel für Deutschlands Autobahnen. Kilometerlange Staus bestimmen das Bild, vor allem auf den Strecken nach Süden. Und auch in den Nachbarländern ist das Chaos auf den Straßen perfekt.

Für viele Autofahrer hat das erste Wochenende ihres Urlaubs im Stau begonnen. Vor allem in Richtung Süden waren die meisten Autobahnen in Deutschland stark belastet. Aber auch Richtung Norden brauchten die Autofahrer Geduld. "Die A 7 ist fast von Hamburg bis Flensburg voll und der Verkehr zähflüssig", sagte eine Polizeisprecherin am Mittag in Kiel. Immer wieder gab es kleinere Staus oder stockenden Verkehr bis zu Längen von 20 Kilometern wie auf der A 1 südlich von Osnabrück oder auf der A 3 Frankfurt-Würzburg.

Neun Bundesländer haben Ferien

Grund für die Blechlawinen war der Ferienbeginn in fünf Bundesländern und der Start der Werksferien in zwei Automobilwerken. Insgesamt haben jetzt die Schüler aus neun Bundesländern Sommerferien. In Nordrhein-Westfalen wirkte sich auch der Ferienbeginn in Teilen der Niederlande aus.

Die Autobahnen in Österreich und in der Schweiz waren ebenfalls stark belastet. Auf der Tauernautobahn in Österreich hatten sich bereits am frühen Morgen Staus gebildet. Gegen Mittag betrug die Staulänge rund 20 Kilometer. Ein Polizeisprecher in München riet, auf der Tauernautobahn Wartezeiten bis zu vier Stunden einzuplanen. Vor dem Gotthardtunnel in der Schweiz mussten die Urlauber gegen Mittag drei Stunden warten. Dort führte die Rückreisewelle auch in der Gegenrichtung zu stockendem Verkehr.

Chaotische Zustände herrschten auch auf den Autobahnen in Norditalien. Vor allem von Venedig in Richtung Triest und Jesolo sowie in Richtung der Adria-Ortschaft Rimini kamen die Wagen nur stockend voran. Nach Angaben der Autobahngesellschaft Autostrade waren über sieben Millionen Italiener unterwegs in den Urlaub.

DPA / DPA

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