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Kostenfalle trotz Vollkasko: Stiftung Warentest warnt: Mietwagen im Ausland kann teuer werden

Vollkasko ohne Selbstbeteiligung – da kann beim Mietwagen nichts schiefgehen. Das denkt man, aber es kann doch Probleme mit der Schadensregulierung geben, sagt die Stiftung Warentest.

Ein Unfall kann dem unbeschwerten Mietwagen-Vergnügen im Urlaub schnell ein Ende bereiten.

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Mietet man im Urlaub einen Wagen, will man die schöne Zeit auch sorglos genießen. Also bietet sich eine  Vollkasko-Versicherung ohne Selbstbeteiligung an. Nur auf den Begriff Vollkasko sollte man nicht vertrauen: Die Selbstbeteiligung kann leicht über 1000 Euro betragen. Im Schadensfall ist das ein ziemlicher Schlag fürs Urlaubsbudget.

Mietwagen-Buchung über Portale

Das Magazin der Stiftung Warentest macht in der aktuellen Ausgabe auf ein spezielles Problem aufmerksam, dass all die Kunden haben, die ihren Wagen über ein Vergleichsportal gebucht haben.

 Das Buchen auf Portalen wie Check24 oder Billiger Mietwagen wird immer populärer. Kein Wunder, es ist meist günstiger und einfacher als ein Vertrag direkt vom Vermieter. Vor allem sind Zusatzleistungen wie Vollkasko ohne Selbstbeteiligung für weit weniger Geld zu haben. Man sollte jedoch nicht  das billigste Basisangebot wählen, sondern einen Wagen aussuchen, dessen Vertragsbedingungen von dem Portal empfohlen werden.

Mietwagen ist nicht selbst versichert 

Was viele Kunden nicht wissen: Es ist nicht der Wagen, der versichert ist so wie beim privaten Pkw. Der auf dem Portal gelistete Vermittler schließt eine spezielle Versicherung für den Mietvertrag ab, die Leistungen übernimmt, die einer Vollkasko ohne Selbstbeteiligung entsprechen. Nur das Verfahren ist anders und leider komplizierter.

Unfug am Steuer: Handys, Bier und Zeitungslesen - das ist im Auto alles verboten
Im Sommer wird es warm, ist Nacktfahren dann erlaubt? Im Prinzip darf jeder nackt fahren, solange es andere nicht sehen können, erst dann würde man öffentliches Ärgernis erregen. Frauen sollten also zumindest einen BH tragen.

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Nur einer Vollkasko ähnlich

Im Schadensfall rechnet der Vermieter vor Ort nämlich die Kosten zunächst mit dem Fahrer ab. Dessen Kreditkarte kann entsprechend belastet werden und geht eventuell in die Knie. Die anfallenden Kosten kann der Kunde bei seinem Vermittler geltend machen. In aller Regel wird das Geld problemlos überwiesen, man muss allerdings mit einer Zeit der Zwischenfinanzierung rechnen. Häufig hält sich die Summe aber in Grenzen, da der Kunde nur mit einer Eigenbeteiligung belastet wird.

Unabhängig von der gewählten Versicherung muss der Schaden nach den Vertragsbedingungen gemeldet und dokumentiert werden. Schriftverkehr muss unbedingt aufbewahrt werden. Hilfe in deutscher Sprache leistet die Hotline des Buchungsportals oder der Vermittler.

Diese Schäden sind bei Mietwagen nicht versichert

Aber auch wenn man ganz auf Nummer sicher gehen wird, ist nicht jeder Schaden versichert. Hotelaufenthalte oder Zugreisen in Folge eines Unfalls deckt die Vollkasko-Versicherung nicht ab. Probleme wird es auch bei grober Fahrlässigkeit geben, insbesondere bei Unfällen unter Alkoholeinfluss.

Häufig sind auch Schäden am Unterboden und Dach des Autos ausgeschlossen. Viele Urlauber glauben, dass sich ihr VW UP! in einen Geländewagen verwandelt und preschen den Cityfloh über unwegsames Gelände. Auf dem Dach werden gern Surfbretter und Ähnliches verzurrt. Die daraus resultierenden Kratzer trägt die Versicherung meist nicht.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.