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Wegweiser: Wo kommt das neue Auto her?

Das Wunschfahrzeug muss her. Aber der brandneue Skoda Fabia oder der dreijährige Renault Scenic werden sowohl von Markenhändlern als auch von freien EU-Importeuren und im Internet angeboten. stern.de sagt, warum der niedrigste Preis nicht automatisch immer der beste ist.

Von Christoph M. Schwarzer

Vorfreude kann Angst machen. Ein bisschen kalter Schweiß ist dabei, wenn das Wunschfahrzeug im Kopf ausgewählt wurde. Welcher Fahrzeugverkäufer bekommt das viele Geld? Beispiel Skoda Fabia: Tagsüber im Büro wurde der Internet-Car Configurator aufgesucht, abends die Prospekte gewälzt, und am Wochenende ging es direkt zum Markenhändler, bei dem schon die Probefahrt gemacht wurde. Polster und Farben wollen ja auch in der Realität betrachtet und geprüft werden. Und eigentlich ist jetzt alles klar. Aus dem Auto plus Lack der Wahl plus Ausstattung ergibt sich ein Listenpreis. Da wäre es nur fair, dem Markenhändler den Zuschlag zu geben und zu unterschreiben.

Kalkulationsbasis ist der Hauspreis des Händlers Dort ereilt den Kaufwilligen dann der erste kleine Schock: Auf den ohnehin nicht geringen Preis von weit über 10.000 Euro kommen noch etliche Hunderter für die Überführung und die Zulassung. Das klingt genau so mies wie der Posten „Scheibenklar aufgefüllt“ bei der Inspektion. Immerhin, der Verkäufer räumt einen Nachlass ein. Drei Prozent und die Fußmatten waren allerdings gestern. Selbst bei gefragten Massenautos ist deutlich mehr drin. Jetzt erst weiß der Interessent den wahren Endpreis, der gerne Hauspreis genannt wird.

Spätestens in diesem Augenblick steigt der Trotz auf. Da war doch der Nachbar, der 37 Prozent Rabatt auf seinen Citroen bekommen hat. Und der Bekannte, der sein Auto aus Dänemark importiert hat. Ist der Preis beim Markenhändler nicht viel zu hoch? stern.de rät: Wenn Sie sich die Mühen der Suche ersparen wollen, können Sie ruhig unterschreiben. Im Regelfall ist der Preis beim Markenhändler zwar am höchsten, aber dafür gibt es auch einen Gegenwert jenseits des materiellen Autos. Oft gibt es vor Ort soziale Bindungen an den Händler und die Werkstatt. Da lässt sich bei Problemen immer besser verhandeln als beim anonymen EU-Verkäufer in 600 Kilometer Entfernung. Außerdem hat der Mann vor Ort Sie beraten und eine Probefahrt möglich gemacht. Wer sicher und stressarm ein neues Auto kaufen will, ist beim niedergelassenen Markenhändler richtig.

Fieser Crash beim Driften

EU-Importe mit magerer Sicherheitsausstattung

Wer sich trotzdem mehrere hundert oder sogar tausend Euro sparen will, muss sich auf mehr Aufwand bei der Suche nach seinem Wunschwagen einstellen und wissen, dass er ein höheres Kaufrisiko als beim Vertragshändler eingeht. Für versierte Autoprofis ist die Suche nach dem besten Angebot eine sportliche Aufgabe, für den Autolaien eine nervliche Tour de Force. Wer sparen will, guckt zuerst ins Internet. Bei Massenware vom Typ Fabia, Astra oder Golf sind es häufig EU-Importeure, die besonders niedrige Preise anbieten. Und, ganz klar: Die Zeiten, in denen der Import von Autos aus Holland, Tschechien oder Dänemark ein Roulette-Spiel war, sind endgültig vorbei. Die ehemaligen Grauimporteure sind inzwischen seriöse Großhändler. Beim Kauf lauern aber zwei kleine Fallen: Die erste ist der Selbstbetrug. Oft müssen für den günstigsten Preis viele hundert Kilometer Autobahn zurückgelegt werden. Das kostet Zeit und Geld. Was, wenn das Auto auf dem geschotterten Platz plötzlich nicht mehr dem Bild im Internet entspricht? Kein Problem, keiner wird zum Kauf gezwungen – nur die Mühe und das Geld waren vergebens. Wichtig auch: Nur die wenigsten Importeure haben das Auto, dass Sie kaufen wollen, tatsächlich auf dem Hof stehen. Häufig kann man nur ähnliche Ansichtsexemplare bewundern, dass tatsächliche Modell wird er nach erfolgter Bestellung herbeigeschafft. Kritischer Punkt Nummer 2 beim EU-Import ist die Serienausstattung und hier vor allem die Sicherheit. Während Importe aus Dänemark mit allen Airbags und elektronischen Helfern vollgestopft sind, weil der skandinavische Staat das fördert, können Importe aus anderen Ländern besonders mager daher kommen. Das fällt vor allem bei Kleinwagen auf. Da gibt es nicht nur Exemplare ohne lackierte Stoßfänger, sondern sogar welche, bei denen weder ESP noch ABS vorhanden sind. stern.de rät: Augen auf und die Ausstattung genau prüfen, am besten mit einem deutschen Prospekt und der dort aufgeführten Serienausstattung. Der Vergleich kann kompliziert werden, muss aber auf jeden Fall exakt durchgeführt werden. Schon einige Nuancen in der Ausstattung (CD-Radio ohne iPOD-Eingang, manuelle Klimaanlage statt Automatik, andere Felgengröße) lassen den Preisvorteil dahin schmelzen. Denken Sie daran: Die vollmundigen Angaben in Rabatt-Prozenten beziehen sich immer auf den vollen deutsche Listenpreis. Gegenüber einem rabattierten Hauspreis fällt der Vorteil kleiner aus. Alles, was nicht irgendwo in der EU als Stangenware läuft, bekommen Sie ohnehin nicht. Ein Gang über die großen Automeilen wie etwa in Düsseldorf zeigt, wie unterschiedlich die Autos auch heute noch sind.

Billige Autos aus den USA

Wenn dann ein Exot wie ein Ford Mustang vor einem Neugierigen steht, kommt mit dem Import aus den USA gleich die nächste Idee. Dort sind die Preise ja noch viel niedriger! Das ist allerdings nur etwas für Menschen mit viel technischem Verständnis und noch mehr Erfahrung. Zwar sind die Preisdifferenzen immens. 10.000 Euro Unterschied sind keine Seltenheit - auch bei deutschen Modellen. Aber ein Amateur kennt oft nicht die Unterschiede zwischen US- und Europaversion, er weiß nicht, was genau für Deutschland umgebaut werden muss, um eine Zulassung zu bekommen und wie die Verschiffung funktioniert. Das ist nur etwas für Profis - und die verlangen zu Recht Geld für ihr Wissen. Der US-Import bietet sich vor allem für Menschen an, die Autos haben wollen, die gar nicht oder noch nicht in Deutschland verkauft werden. Und für alle, die einen klassischen Porsche aus dem karosserieschonenden Klima Kaliforniens haben wollen. Bei "normalen" Autos liegen die Kosten für individuellen Import, Umbau, Tüv-Abnahme und Garantieverlust immer höher als die lockende Preisdifferenz

Betrugsangebote bei Gebrauchtwagen

Gebrauchtwagen spielen in der Realität eine viel größere Rolle als die Neuwagen. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) weist jedes Jahr rund doppelt so viele "Besitzumschreibungen" wie Neuzulassungen aus. Hier wirkt alles noch viel einfacher. Bei den großen Onlinebörsen den Wunschtyp eingeben, vergleichen, den billigsten anrufen und losfahren. Zwar hat das Internet eine wunderbare Transparenz geschaffen, aber auch Probleme. Die drei billigsten Autos im Netz werden oft von schlichten Betrügern angeboten. Da steht dann keine Telefonnummer, sondern nur eine E-Mailadresse. Schnell kommt nach einer Anfrage die Antwort: Das Fahrzeug, so wird in schlechtem Deutsch geschrieben, stehe in Irland, aber gegen eine Vorauszahlung von ein paar hundert Euro über Western Union sei alles klar. Überweisen Sie dieses Geld bitte niemals

Keine weiten Reisen

Wenn der Suchende dann weiter unten in der Spalte bei den realen Angeboten angekommen ist, lauert wieder der Selbstbetrug: Irgendwo in 370 Kilometern Entfernung ist der Smart ja noch viel günstiger. stern.de empfiehlt: Sparen Sie sich den Weg! Wer losfährt, setzt sich allein wegen der hohen Geld- und Zeitinvestition unter unnötigen Kaufdruck. Seien Sie realistisch und begrenzen Sie den Suchumkreis auf maximal 200 Kilometer oder noch besser, auf 50. Weite Strecken lohnen sich nur für Leute, die einen Lancia Delta HF Integrale Sedici oder einen Lotus Elise Mk I kaufen wollen. Ein Blick in die lokale Tageszeitung schadet übrigens nicht. Im Gegenteil, hier warten oft gepflegte Schätzchen auf neue Besitzer

Vertrauens-Check beim Privatkauf

Es bleibt für Gebrauchtwagenkäufer die Grundsatzfrage: Händler oder privat? Die erledigt sich meistens durch das Budget. Sehr junge Gebrauchte wie dreijährige, gerade abgeschriebene Dienstwagen sind im Regelfall nur beim Händler zu finden. Dort gibt es dann auch die üblichen Händlerleistungen: Ein gechecktes Auto und Garantie. Wer einen älteren Wagen sucht, wird eher beim Privatanbieter fündig. Wenn ein Auto Sie wirklich interessiert, sollten Sie den Anbieter fragen, ob er zu einem Vertrauens-Check bei TÜV oder Dekra bereit ist. Bieten Sie ihm an, die Kosten (30 bis 50 Euro) für diese ausführliche Untersuchung, die weit über die Prüfung von Bremsen, Licht und Lenkung hinausgeht, zu tragen. Und seien Sie skeptisch, wenn der Verkäufer nein sagt

Das Fazit von stern.de

Egal, ob Neu- oder Gebrauchtwagen: Wenn ein Anbieter ein Auto weit unter den marktüblichen Preisen losschlagen will, sollte das nicht Ihre Kauflust, sondern Ihr gesundes Misstrauen wecken. Echte Schnäppchen gibt es äußerst selten. Wer wenig Erfahrung hat, sollte auf Nummer sicher gehen, beim Händler kaufen und dafür keine weiten Wege fahren. Das ist zwar etwas teurer. Aber billig ist Autofahren ohnehin nicht

Wissenscommunity

Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?